26 Zitat der Woche 21

Schlagwörter: Sexismus – street harassment – Zitate

Many men who harass women say their intent is to compliment them, but why do they usually not “compliment” women who are accompanied by other men and often only do it when a woman is alone? Why do they tend to object to other men “complimenting” their female significant other (if applicable), female friends, or female family members? Why do some men grow hostile and violent when women do not thank them and act flattered? Why do they feel compelled to compliment women at all? Rarely are they expecting a date. Many times they do not even wait to see a woman’s reaction as they fly by in their car or as they turn to start harassing the next woman. They are doing it to exert their power, to entertain their friends, to relieve boredom, or do demonstrate that they can evaluate a complete stranger to her face, just because she is a woman.

[Viele Männer*, die Frauen* belästigen (=harass), sagen sie wöllten ihnen komplimentieren, aber warum „komplimentieren“ sie üblicherweise keinen Frauen*, die von anderen Männern* begleitet werden und tun es oft nur, wenn eine Frau* alleine ist? Warum neigen sie dazu zu protestieren, wenn andere Männer* ihrer Lebensgefährtin (falls zutreffend), Freundinnen oder weiblichen Familienmitgliedern „komplimentieren“? Warum werden manche Männer* feindselig und gewalttätig, wenn Frauen* ihnen nicht danken und nicht geschmeichelt wirken? Warum sehen sie sich genötigt, Frauen* überhaupt zu komplimentieren? Selten erwarten sie ein Date. Oft warten sie nicht einmal auf die Reaktion der Frau*, während sie in ihrem Auto vorbeifliegen oder sich umdrehen, um die nächste zu belästigen. Sie tun es, um ihre Macht auszuüben, um ihre Freund*innen zu unterhalten, um Langeweile loszuwerden oder um zu demonstrieren, dass sie eine vollkommen Fremde ihr gegenüber bewerten können, nur weil sie eine Frau* ist.]

Von glitterfarm.tumblr.com

24 Zitat der Woche 10

Schlagwörter: Zitate – Durchsetzungsvermögen – Humor – Don’t be that asshole

I *HATE* this “smile!” thing, for all the reasons outlined so eloquently above. When I lived in the United States, especially during my early twenties, I got it on average once a week. I used to be extremely unassertive, and would give a sickly half-smile and hate myself for the rest of the day. But the day I went back to work after my mother died, some a**hat told me to “SMILE!” as I walked past him in the street, and, instead of my usual, I snapped. I whirled around, clenched my fists, froze my face in a frightening rictus, fixed him with a death glare, and snarled, “MAKE ME!” in a Darth Vader-esque voice (the voice just kind of came out–it wasn’t planned). He blanched and recoiled. This made me so happy that I not only smiled but laughed, and said “Thanks! It worked!” and went on my way. I snuck one last look at him over my shoulder and he was still standing there, bewildered, scratching his head.

I’m not going to pretend that this is a solution to this pervasive and disgusting problem, but it was SO satisfying that time.

[Ich *HASSE* diese „Lächel mal!“-Sache aus allen oben bereits sehr eloquent erläuterten Gründen. Als ich in den Vereinigten Staaten lebte, hörte ich das, vor allem in meinen frühen Zwanzigern, im Durchschnitt einmal pro Woche. Ich konnte mich damals sehr schlecht durchsetzen und zeigte üblicherweise ein kränkliches halbes Lächeln und hasste mich für den Rest des Tages. Aber an dem Tag, als ich das erste mal wieder zur Arbeit ging nachdem meine Mutter gestorben war, forderte irgendein Arschloch mich als ich an ihm vorbei ging auf zu „LÄCHELN!“ und statt der üblichen Reaktion rastete ich aus. Ich wirbelte herum, ballte meine Fäuste, mein Gesicht fror in einer beängstigenden Grimasse ein, ich fixierte ihn mit einem Todesblick und knurrte „BRING MICH DAZU!“ in einer Darth Vader ähnlichen Stimme (die Stimme kam einfach irgendwie heraus – es war nicht geplant). Er erbleichte und schreckte zurück. Das machte mich so glücklich, dass ich nicht nur lächelte, sondern lachte und sagte „Danke! Es hat funktioniert!“ und meines Weges ging. Ich warf heimlich noch einen letzten Blick über meine Schulter und er stand immer noch da, verwundert, und kratzte sich am Kopf.

Ich werde nicht so tun als wäre das eine Lösung zu diesem weit verbreiteten und widerlichen Problem, aber dieses eine Mal war es SO befriedigend.]

Anka auf The hathor legacy

23 Zitat(e) der Woche 7

[Trigger Warnung für erstes Zitat wegen Erwähnung von Folter und Verstümmelung sowie sehr grafische Beschreibung von selbigen und Vergewaltigung, falls man auf die Links zum Artikel auf Tiger Beatdown klickt]

Es geht darum, dass American Psycho von Bret Easton Ellis, als es in Australien veröffentlicht wurde, nur ab 18 erhältlich war und mehr oder weniger mit den Pornomagazinen verkauft wurde.

Then one of the newspapers reviewed it, and basically pointed out that quite frankly, if you were buying it for the porn and the torture and the maimings and the rest of it, well, sure, it was probably worth your twenty bucks. But if you were wanting something to actually read, leave it in the wrapper on the shelf and buy the top-shelf porn mag instead, because the written content was about equivalent (if that) and the porn mag is cheaper. I believe the word “boring” was used in there, along with “uninspiring” and “dull”. The general opinon of the reviewer seemed to be that Ellis had thrown in the torture and such as a gimmick because without it, the book wouldn’t have got past the slush pile.

[Dann verfasste eine der Zeitungen eine Rezension und wies darauf hin, dass es, um ehrlich zu sein, wenn du [das Buch] für die Pornografie und die Folter und die Verstümmelung und den Rest kaufst, wahrscheinlich deine zwanzig Mäuse wert war. Aber wenn du tatsächlich etwas zu lesen wolltest, lass es in der Verpackung auf dem Regal und kauf dir stattdessen das Pornomagazin aus dem obersten Regal, denn der geschriebene Inhalt sei etwa äquivalent (wenn überhaupt) und das Pornomagazin ist billiger. Ich glaube, das Wort „langweilig“ wurde benutzt, neben „uninspirierend“ und „öd“. Die generelle Meinung, der hän Rezensent*in zu sein schien, war, dass Ellis die Folter und so weiter als Gimmick hinzugefügt hatte, da das Buch ohne sie auf dem Haufen der ungefragt eingesandten Manuskripte gelandet wäre.]

Meg Thornton auf Tiger Beatdown

I was a lit student until two months ago, and had to study American Psycho a little (syntactic analysis class, OH SO FUN). And for what it’s worth, I’ve never met a serious literary critic who rates it at all as literature. And it isn’t really satire, either, or at least not good satire, which requires a growing gap in perspective between reader and behaviour in the novel (as in Austen or Swift), in order to wrong-foot the reader. The even continuous distance from the reader in American Psycho does not develop and as such serves only to create a single imaginative leap. We learn nothing as a result, either about ourselves or about our interactions with our society (which of course is the point of satire).

[Ich habe bis vor zwei Monaten Literatur studiert und musste American Psycho ein wenig untersuchen (syntaktische Analyse, SO VIEL SPAß). Und wenn ihr mich fragt habe ich nie ein*e ernstzunehmende*n Literaturkritiker*in getroffen, ki [das Buch] überhaupt als Literatur bewertet. Und es handelt sich auch nicht wirklich um Satire, oder zumindest nicht gute Satire, die eine wachsende Kluft in der Perspektive zwischen Leser*in und Verhalten im Roman (siehe bei Austen oder Swift) voraussetzt, um hän Leser*in aus dem Konzept zu bringen. Die gleichbleibende Distanz zum*r Leser*in entwickelt sich in American Psycho nicht und dient daher nur dazu, einen einzigen kreativen Sprung zu erzeugen. Als Ergebnis lernen wir nichts, weder über uns selbst noch über unsere Interaktionen mit unserer Gesellschaft (was, natürlich, der Sinn von Satire ist).]

Scheherezade auf Tiger Beatdown

Fällt jemandem auf, dass ich das Buch furchtbar langweilig fand? Ich fand das Buch furchtbar und langweilig.