It’s magic

Schlagwörter: Intersektionalität – Diskriminierung – wtf

Leute sind feministisch, aber rassistisch. Leute sind feministisch, anti-rassistisch, aber hassen Trans*leute. Leute sind feministisch, anti-rassistisch, anti-cissexistisch, aber machen Behindertenwitze. Witze über Homosexuelle, regen sich über Fett an einem Menschen auf. Warum? Warum sind Menschen so?
Man hat doch wahrscheinlich als erstes erkannt, dass es nicht rechtens ist, eine bestimmte Menschengruppe nachteilig zu behandeln. Häufig fing es mit einer an, zu der man selbst gehörte oder Menschen, die man liebt. Aber warum fällt es vielen anscheinend so schwer zu erkennen, dass es andere Menschen mit anderen Eigenschaften gibt, die deswegen nicht weniger ein Recht auf Leben mit den gleichen Chancen und einem gleichen Maß an Glück haben? Warum bezeichnet man sich als intersektionell, aber macht Witze über „Hartz IV-Fernsehen“. Warum lebt man vegan, aber findet sexistische Peta-Werbung in Ordnung? Wie funktioniert diese kognitive Dissonanz? Warum gibt es „gute“ und „schlechte“ Diskriminierung?
Das geht doch nur, wenn man Menschen unterschiedliche Werte beimisst. Die einen haben’s verdient, ein sicheres Leben zu haben und die anderen haben es „verdient“, im Dreck zu kriechen. Warum? Diese Menschen sind – nicht – anders. Was du in deinem Inneren spürst, spüren andere Menschen auch. Was dich leben lässt, lässt auch andere leben. Niemand kann ohne Gemeinschaft und ohne Liebe leben. Keine*r kann ohne Autonomie, Selbstverwirklichung, und Grenzen auskommen.

Und eine Gemeinsamkeit wird immer bestehen: wir werden alle sterben.

Also warum zum Teufel sind „Kleinigkeiten“ in Ordnung? Warum müssen Menschen mit „’nem Späßchen doch mal klar kommen“? Warum lässt man Unmenschliches durchgehen?

Das ist es alles nicht wert.