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Schlagworte: sex positivity – Adultismus – Rassismus – Antisemitismus – Ableismus – Geflüchtete – antimuslimischer Rassismus – creepers – trans – Solidarität

Der jüngste Link ist 27 Tage alt, deswegen poste ich mir die jetzt von der Brust. Inhaltswarnungen kann ich heute keine einfügen, weil ich durch das Alter der Texte nicht mehr viel vom Inhalt weiß. Ihr seid gewarnt.

„On feeling, acting or being a creep“
[Englisch] von @goldfish

„Are you being too sex positive?“
[Englisch]

10 einfache Dinge, die cis Leute tun können
[Englisch] via @cnlester

„Warum ich die Frage nicht beantworte“ – Wenn Menschen ihre Behinderung erklären sollen
[Englisch] von @goldfish

„Das diskriminierte Kind“ – Zum Thema Adultismus
[Deutsch] von @co_g via @ponypost

Studierende sind auch islamfeindlich und antisemitisch – Schockierende Neuigkeiten (ja, ich bin sarkastisch)
[Deutsch] via @grautoene

Die Anzahl der Angriffe auf Asylsuchenden-Unterkünfte nimmt drastisch zu
[Deutsch] via @diana_of_t

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Schlagwörter: Ableismus – Respekt – Nice Guys – Pille danach – Notfallverhütung – Roma – Essstörungen – Solidarität – Rassismus – Abtreibung – trans* – Umfrage – queer* – Comics

„How to talk to people who are in wheelchairs“
[Englisch]

Über „Beta-Males“ und Nettigkeit
via @baum_blueck [Englisch]

Wie Roma in Berlin daran arbeiten, das Bild, das von ihnen gezeichnet wird (RW), selbst zu bestimmen
(teils fragwürdige Formulierungen)
via @dROMaBlog [Deutsch]

„inside outside. über innen- und außenwahrnehmung von essstörungen in feministischen diskursen.“
[Deutsch]

Weiße Frauen* und das Privileg der Solidarität
via cosas que no se rompen [Englisch]

Ein umfassender und lehrreicher Kommentar zu Abtreibungen in Deutschland
(Cissexismus as usual ¬.¬)
via @fraeulein_tessa @maedchenblog [Deutsch]

[Trigger Warning: r**e] für nächsten Artikel
12 Things No One Told Me About Sex After R**e
via @hypatiadotca [Englisch]

Infos, Umfragen, Aufrufe

Wie Notfallverhütung mit einigen Präparaten der „normalen“ Pille funktioniert
via @accalmie @avocado_baby [Deutsch]

Umfrage zur Lebenssituation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Transsexuellen und intersexuellen Menschen in Rheinland-Pfalz

Menschen aus anderen Bundesländern können auch teilnehmen (steht auf der 2. Seite oder so). Bevorzugt Menschen aus Rheinland-Pfalz und den umliegenden Ländern, aber lasst euch davon nicht abhalten, so lang ihr in Deutschland seid.
Leider ist der Fragebogen nicht wirklich drauf eingestellt, dass man gleichzeitig trans* und nicht-hetero ist o.ô Intersektionell Betroffene müssen ihre Identitäten aufschlüsseln. No comment.
via @Menschwesen [Deutsch]

„ein zine queerer* comicmacher_innen für queere* comicmacher_innen und alle anderen“ ist in der Planung/Mache und sucht Teilnehmer*innen. Juhu.
via @AnnaHegerComics [Deutsch/Englisch]

Allies ja, Selbstdarstellung nein

Schlagwörter: Allies – Diskriminierung – Selbstdarstellung – Solidarität

If you are going to actually be an ally this means that you have to take a true and legitimate interest in the causes and or people that you are claiming allegiance to. Wearing the right assortment of coloured bracelets or ribbons does not constitute activism. Sitting in a coffee house expounding on the lightness of being, while you quote esoteric quotes to prove how in touch you are with the downtrodden is the equivalent of a hot breeze on a hot day; annoying and needless.

Renee Martin auf Womanist Musings

Zuerst die Grundlagen; „Allies“ (oder dt. korrekt „Allys“, sieht jedoch schlimm aus), zu deutsch „Verbündete“, sind Menschen, die von einer Diskriminierung nicht betroffen sind, sich aber explizit gegen diese aussprechen und von sich sagen, sie wöllten gegen diese Diskriminierung vorgehen. Ich könnte mich zum Beispiel, was Rassismus angeht, als Ally bezeichnen.

Wenn es um Allies geht, kommt es durch die Art unserer Gesellschaft mit Diskriminierung umzugehen unweigerlich zu einem Problem: es wird immer derjenigen Person zugehört, die weniger sich überschneidende Diskriminierung erfährt. In der Folge erfahren Allies mehr Aufmerksamkeit als Betroffene, obwohl sie Diskriminierung ansprechen, mit der sie keine persönliche Erfahrung haben (ich schwör: daneben zu stehen, wenn eine Person rassistisch beschimpft wird ist nicht „Erfahrung mit Rassismus“).
Was heißt hier „Allies“ – Es wird lieber Nicht-Marginalisierten¹ zugehört. Mit etwas Glück sind das wenigstens Allies.

Das brisanteste Beispiel der letzten Tage für den Ausschluss betroffener Stimmen war eine Sendung von DRadio Wissen mit dem Titel “Sex, Gewalt und Hochkultur – ein Talk über Computerspiele”. Sexismus wurde thematisiert, keine Frau* war eingeladen. Vom Rassismus möchte ich hier gar nicht sprechen. Auf femgeeks.de wurde das ganze Debakel rückblickend beleuchtet und kritisiert. Unter ihrem inhaltlich gleichen Beitrag auf der Mädchenmannschaft wurde dann prompt die Erwartungshaltung und Lernresistenz der Angesprochenen durch einen Teilnehmer* verdeutlicht.

Nun wird das Ignorieren von betroffenen Stimmen durch die Presse, Radio und Fernsehen gerne als Motivator benannt „erst recht für die Rechte von … einzutreten“. Hugo Schwyzer etwa war im An-sich-Reißen des feministischen Dialogs in den USA ganz groß. Warum das nichts Gutes für Frauen* und Feministinnen* bedeutete, besonders für die mit sich überschneidenden Diskriminierungen, lässt sich vielerorts nachlesen.
Denn „für“ andere sprechen ist vielleicht nett gedacht, aber sehr sehr kurz. Allies haben per Definition weniger Ahnung vom betreffenden Thema, weil sie nie nicht und nimmer davon betroffen sein werden (außer in sehr wenigen Fällen, aber für den Ist-Zustand ist das unerheblich).
Kiturak hat hierzu auf Facebook mal hilfreich die Definition eines „Sprachrohrs“ verlinkt, da sich einige Allies gerne als solches für „marginalisierte Stimmen“ verstehen: ein Sprachrohr kann das Gesagte nicht verändern, es wiederholt den Inhalt nur lauter. (Durch kituraks unermüdliches Beharren ist mir übrigens auch die Wichtigkeit der folgenden Liste deutlicher geworden.)

Aus all diesen Punkten ergibt sich die folgende Aufgabenstellung für Allies:

  • Die Texte von marginalisierten Personen verlinken, selbsterklärend kommentiert. Ein Äquivalent zur Frauen*quote kann für solche Links als Maßstab genutzt werden: wenn es zum gleichen Thema den Text einer marginalisierten Person und den einer*s Allys gibt, ist ersterer immer vorzuziehen.
  • Edit zu Punkt 1: das bedeutet absichtlich nach Texten von Marginalisierten zu suchen! „Ich lese halt keine Texte von Betroffenen, nur über Betroffene – wer weiß ob die überhaupt bloggen“ ist eine furchtbar schlechte Entschuldigung.
  • Zitate, Zitate, Zitate mit Quelle und Erwähnung der Person, von der sie stammen.
  • Ablehnen an öffentlichen Diskussionen teilzunehmen, die nur aus nicht-Marginalisierten besteht. (via accalmie)
  • Bei Anfragen für Vorträge, Artikel usf. schamlos Blogger*innen o.a. promoten, die von der Diskriminierung betroffen sind.
  • In Artikeln und Diskussionen mitdenken, wo man gelernt hat, was man gerade wiedergibt. Die entsprechenden Namen konsequent nennen.
  • In Gremien und Diskussionen allgemein die eigene Redezeit selbstständig (d.h. unaufgefordert!) beschränken, wenn man z.B. cis-männlich ist oder Betroffene der Diskriminierung, die gerade diskutiert wird, anwesend sind – um ihnen den Diskussionsball zuzuspielen, versteht sich.

Versteht mich nicht falsch, mindestens die Hälfte dieser Liste muss ich selber noch besser angehen. Aber eine Erinnerung kann nicht schaden.

Drei weiterführende grandiose Links zum Ally-Sein und arbeiten mit Allies
When Allies Fail, Part I
When allies fail – Pt. 2
I’m An Ally But

Weitere Links zum Thema in den Kommentaren gerne willkommen.

1 „marginalisiert“ – wörtlich: an den Rand gedrängt

Crossposted auf takeover.beta

Edit: “öffentlich” in den vierten Anstrich eingefügt