Von Limbo bis Dead Space 2 [—-o]

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Schlagwörter: Aliens – Indie – Tower Defence – Revenge of the Titans – Podcast – Videospiele

Das letzte Spiel stelle ich in der Form eines Podcasts vor. Es handelt sich um

Revenge of the Titans

Leider hat die Aufnahme noch nicht die Qualität, die ich mir wünschen würde. @MadMalik war so nett das Brummen wenigstens zu reduzieren, wenn es auch nicht entfernt werden konnte. Danke dafür. Ich hoffe, ihr mögt den Podcast trotzdem.
Unter dem Link folgt die Textform dessen, was ich im Podcast sage (Transkript). (Ich habe mir die „ähm“s gespart.)

Podcast herunterladen (mp3 / 8,3 MB / 9 min)

[Beginn des Transkripts]

Nach einigen Einstellungsschwierigkeiten mit Audacity, mit dem ich zwar schon gearbeitet habe, aber es nie Leuten antun wollte, was dabei herauskam, unternehme ich nun den ersten Versuch einen Podcast aufzunehmen. Hallo und herzlich willkommen alle zusammen, die sich dies hier antun.
Ich dachte mir, der Einfachkeit halber geht es im ersten Podcast auf keinen Fall um etwas Feministisches, denn das ist nur anstrengend, sondern um den letzten Teil meiner Spiele-Vorstell-Reihe, deren Namen ich spontan vergessen habe. Dabei gibt es allerdings eine Änderung, denn ich möchte doch nicht Achievement Unlocked 3 vorstellen, was einfach nur ein Flash-Browsergame ist, dessen Vorgänger ganz interessant war, aber halt immer noch ein relativ einfaches Flash-Browsergame. Nein. Stattdessen möchte ich das Indie-Game Revenge of the Titans vorstellen – das ich natürlich auch in meiner ewigwährenden Quest meine Ferien produktiv mit Computerspielen zu verbringen, gespielt habe.

Was ist Revenge of the Titans? Dabei handelt es sich um ein Tower Defence-Game. Ich habe ehrlich gesagt vorher noch kein einziges Tower Defence-Game gespielt, außer Starcraft II ist ein solches, aber ähm … nein, nein ich denke nicht und deswegen werde ich kurz darauf eingehen, wie das aussieht.
Man hat da eine Karte in Draufsicht, in 3D, und man hat eine Basis. Diese Basis sollte nicht tot gehen. Denn wenn diese Basis verschwindet, ist das Spiel verloren. Um die Basis zu verteidigen, hat man verschieden Waffen zur Verfügung, unter anderem Geschütztürme. Das sind die grundlegenden Verteidigungselemente. Davon gibt es 6 insgesamt, die verschiedene Gegner angreifen können, natürlich Stück für Stück stärker werden bzw. schneller schießen können oder … haben sie besondere Fähigkeiten? Nein, die muss man sich kaufen. Und diese Türme baut man dann entlang von Wegen, wenn man Glück hat – anchmal gibt es auch keine Wege – um die Aliens umzubringen, die die Basis tot machen möchten. Diese Wege gibt es zu Beginn sehr zuverlässig, was vorteilfhaft ist, weil die Aliens bevorzugt auf Wegen entlang gehen und wenn man die Türme nicht direkt in ihren Weg stellt, dann greifen sie sie, zumindest am Anfang, auch nicht an. Je nach Karte gibt es aber weniger Wege bis gar keine Wege und dann muss man sich strategische Punkte suchen, die möglicherweise dazu beitragen könnten, dass man die Aliens unbehelligt abknallen kann.

Ich habe dieses Spiel auf der Schwierigkeitsstufe schwer gespielt, was keine Absicht war, aber das habe ich jetzt natürlich durchgezogen und deswegen hänge ich auch auf dem letzten Planeten fest und komme nicht mehr weiter.

Was wichtig wäre zu wissen … die … Es gibt ein interessantes Upgrade-System. Also man hat sehr sehr viele Erweiterungen zur Verfügung. Man kann Forschung in verschiedenste Richtungen betreiben, man kann Kaffee-Reserven anfordern, man kann Geld anfordern – selten, aber man kann.
Es ist nicht immer gleich ersichtlich bei der Entwicklung welcher Waffen bestimmte Forschungsthemen weiterhelfen werden, aber man kann sie auch anklicken, sich es erzählen lassen und dann wieder zurückgehen. Hab‘ ich erst später festgestellt und meistens ignoriert.
Wichtig zu wissen ist: man kann zwischen einem jeden Level kann man einmal forschen bzw. eine weitere Waffe entwickeln. Man kann aber wie gesagt nur eine weitere Forschung oder Waffe oder … usw. anklicken, was bedeutet, dass man ein wenig strategisch vorgehen muss. Ich musste zum Beispiel drei Level vorher irgendwann nochmal anfangen, weil mir eine gewisse Waffe gefehlt hat, ohne die ein gewisses Level zu schaffen nahezu unmöglich war.
Man kann sich anzeigen lassen, welche Forschungen oder Waffen oder usw. man entwickelt haben muss, bevor man eine bestimmte neue Waffe entwickeln kann. Da man aber nur einmal pro Level etwas erforschen kann, ist das mitunter sehr langwierig bis man die Waffe erhält, die man haben möchte. Vor allem ist das deswegen sehr schmerzhaft, weil man dann in der entsprechenden Mission wahrscheinlich oft stirbt, weil man die Waffe eigentlich schon bräuchte.

Ein Spiel läuft so ab, dass man erst die Türme aufstellen kann, bzw. andere Hilfsgegenstände. Darunter gibt es Mienen, es gibt Barrikaden, die man auf oder neben die Straße stellen kann, um die Aliens aufzuhalten, bzw. um eigene Türme zu schützen. Man kann sogenannte „Decoys“ entwickeln, die dafür sorgen, dass die Aliens in die falsche Richtung gehen. Man kann auch dafür sorgen… Man kann auch „Scarecrows“ entwickeln, die Aliens von einem gewissen Gebiet fernhalten sollen, was bei mir nur bedingt geklappt hat. Man kann Stacheldraht entwickeln, der dafür sorgt, dass die Aliens langsamer werden. Der war recht praktisch. Der wird meines Wissens nach auch nicht aufgegessen, im Gegensatz zu den Barrikaden … usw. Den Rest könnt ihr euch anschau’n.
Auf jeden Fall stellt man zu Beginn eines Levels die Türme hin, man bereitet sich vor. Das geht immer nur so lange bis man kein Geld mehr hat bzw. sollte man das ganze Geld gar nicht ausgeben, weil man, um weiteres Geld zu verdienen oder eine Einheit … Währung zu erhalten, immer Kristalle abbauen muss. Das wird euch vielleicht bekannt vorkommen aus Starcraft.
Für diese Raffinerien braucht man natürlich auch noch Geld und das sollte man auch dringend immer übrig lassen beim Turmbauen, weil viele Raffinerien bedeuten, dass das, äh, dass die Kristalle schneller abgebaut werden und wenn man gerade von Aliens überrannt wird, möchte man auch genug Geld haben.
Wichtig zu wissen ist, sobald man eine Roboterfabrik hinstellt – die kann man im Verlaufe des Spieles entwickeln – oder eben Raffinerien … also alle Gebäude, die schon etwas tun, bevor Aliens angreifen … dann wird quasi der Alien-Angriff ausgelöst. Türme kann man beliebig lange hinstellen, aber Raffinerien oder Roboterfabriken sorgen dafür, dass jetzt der Alien-Angriff startet.
Und dann versucht man, nicht die Basis überrennen zu lassen. Und genug Geld zu verdienen. Und nicht alle Gebäude auffressen zu lassen. Und das ist auf der Schwierigkeitsstufe schwer auch definitiv anspruchsvoll. Durch die ersten … vierzig Level bin ich gut gekommen. Jetzt bin ich auf dem letzten Planeten.

Die Aliens werden natürlich stärker. Zu Beginn sind sie sehr schnell abzuschießen. Sie sind relativ langsam. Sie greifen zu Beginn auch gar nicht deine Gebäude an. Dann werden sie schneller. Später können einige nur von bestimmten Waffen abgeschossen werden. Es gibt auch ein paar, die fliegen können. Es gibt ein paar, die sehr ungut explodieren. Es gibt Geister, die einfach unglaublich nervig sind und sehr lange deine Gebäude auffressen, wenn du dir eine bestimmte Erweiterung nicht holst.
Spätestens auf dem vorletzten Planeten wird es sehr sehr ungemütlich, weil sie dann viel viel viel zu schlau sind, alle deine Gebäude angreifen und auffressen und auch schnell sind und relativ weit schießen können. Deswegen hänge ich wie gesagt im letzten Kapitel fest.

Aber ich kann abschließend sagen, dass mir dieses Spiel sehr gefallen hat.
Es wird sehr anstrengend für die Augen, in den letzten Kapiteln, weil die Farben doch sehr eigenwillig sind.

Und was mir auf jeden Fall sehr gefallen hat, ist der Humor, weil zwischendurch immer ein Forscher oder ein General auf dich einreden (die natürlich weiß, männlich und alt sind, das ähm … hm). Und das ist recht humoristisch angelegt. Später wird sogar ein Alien verhört Ach ja, netterweise sagen die die ganze Zeit auch immer nur „Blablablabla“ und erst in den Untertiteln wird dir erklärt, was sie sagen.

Deswegen kann ich sagen, wer einen langsamen, leistungsschwachen Computer hat wie ich und sich ein „Humble Bundle“ oder ein „Indie Bundle“ – es ist auf jeden Fall ein Indie-Spiel – besorgen möchte, kann das mit Revenge of the Titans tun. Das kann ich auf jeden Fall empfehlen.

Und jetzt auf Wiederhören, bis zum nächsten Mal. Tschüss.

[Ende Transkript]

Von Limbo bis Dead Space 2 [–o–]

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Schlagwörter: Rätsel – Videospiele – Leichen – Indie

In Teil 3 dieser die Gamer*innen-Seele hoffentlich erfreuenden Serie, geht es um

Limbo

Nun habe ich es versäumt, in den letzten beiden Artikeln zu erwähnen, um welche Art von Spielen es sich eigentlich handelt. Das liegt wohl daran, dass das fast die einzige Art von Spielen ist, die ich spiele: Third-person-Shooter. Hätten wir das geklärt.

Den gleichen Fehler möchte ich bei Limbo nicht machen, also kann ich gleich eröffnen, dass es sich nicht um einen Third-person-Shoother handelt. Es gibt sicher einen cleveren Namen für das Genre, ich werde Limbo jedoch einfach beschreiben.

In einer Welt aus meist sehr dunklen Grauwerten läuft man in Super-Mario-Manier der Unendlichkeit (na ja, dem Spielende) entgegen. Mit dem Unterschied, dass man auch nach links zurücklaufen kann, falls man eine komplexere „Szene“ noch nicht verlassen hat. Hauptziel des Spieles sollte es sein, die gegebenen Rätsel zu lösen, damit man weiterkommt. Aber es ist korrekter zu sagen: Rätsel lösen, damit man nicht schon wieder grausam krepiert.
Obwohl nicht einmal rot für Blut zur Verfügung steht, sind die diversen Todesfälle sehr, ähm, liebevoll gestaltet.
Hinterhältigerweise muss man mitunter sterben, um überhaupt herauszubekommen, wie man eben nicht stirbt.

Die Steuerung ist sehr minimalistisch und lenkt nicht ab, weil sie keiner großen Einarbeitung bedarf. Die Pfeiltasten dienen zum bewegen, auch springen, die Strg-Taste ermöglicht Aktionen. Das war’s. Da besonders im späteren Verlauf Timing oft wichtig ist, halte ich diese Steuerung für gelungen.

Die Schwere und Komplexität der Rätsel nimmt mit der Zeit natürlich zu, wobei einige Elemente sich wiederholen, andere hinzukommen und manche dich nur reinlegen, weil sie gleich aussehen, aber eine neue Funktion erhalten. Ich fand die notwendige Lernkurve in Ordnung, wobei ich ein wichtiges Detail nicht bemerkt habe, sondern mir habe flüstern lassen.

Die Optik ist sehr schön, wenn teils fast scherenschnittartig. Für mich gab es keine Probleme mich zu orientieren. In Verbindung mit der stark reduzierten, teils plötzlichen, musikalischen Untermalung, ergibt sich eine nette (das heißt je nach Gemütslage gruselige, bedrückende oder postapokalyptische) Atmosphäre.

Eine Geschichte kann man sich nur mithilfe von Interpretation zusammenreimen, selbst durch das Ende wird sie nicht sehr klar. In der Hinsicht würde mich interessieren, ob die Macher*innen etwas Bestimmtes aussagen wollten oder sich eher haben treiben lassen.

Finally ist zu sagen, dass das Spiel wahrscheinlich nichts für Arachnophobiker*innen ist. Auch nichts für Leute, die weniger gerne Menschen sterben sehen. Man sieht zwar wie gesagt kein Blut (bzw. ist es weiß in einer grau-in-grauen Welt) und Details lassen sich auch schwer erkennen, wenn deine Figur einfach schwarz ist, aber die Tode wurden definitiv mit … Liebe animiert und mit entsprechenden Geräuschen unterlegt. Man sollte auch kein Problem mit stilisierten (Kinder-) Leichen haben.

Alles in Allem ein entspannendes, aber geistig forderndes Spiel für Zwischendurch (wenn man auf sowas steht).

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