Serien-Empfehlungen – Teil 2

Schlagwörter: Pushing Daysies – Elementary – Buffy

In meinem letzten Blogpost zum Thema hatte ich meine drei liebsten Serien vorgestellt, nun kommen wir zum nächsten Abschnitt der Liste.
Hinter den Titeln steht nach wie vor, wo ich mich gerade in der Serie befinde. Die Liste selbst ist nicht als absolut zu verstehen – welche Serien ich jetzt genau wie viel mehr mag als eine andere, kann ich nicht genau sagen. Ich stelle lediglich vor, was mir gefallen hat und das bedeutet, dass ich jede der genannten Sendungen aus irgendeinem Grund mochte, unabhängig von ihrem Platz in der Aufzählung.
Spoiler: Ich habe keine Namen nachgeschlagen, deswegen garantiere ich für nichts, was die Rechtschreibung angeht.

Elementary (Anfang Staffel 2) – Elementary ist die bzw. eine US-amerikanische Adaption von Sherlock Holmes. Lucy Liu spielt dabei Watson, was viele furchtbar und ich super toll fand(en). An Holmes selbst musste ich mich wegen des hohen Rosses, auf dem er sitzt (Redewendung), erst einmal gewöhnen, aber als er anfing seine eigenen Fehler einzugestehen, wurde es besser. Die Serie selbst betont weniger die Morde/Kriminalfälle, die in jeder Folge vorkommen, als das Verhältnis zwischen Holmes und Watson bzw. auch den anderen Charakteren.
Mir gefällt besonders die Ästhetik der Serie, die „komm mal runter“-Einstellung von Watson gegenüber Sherlock und generell die liebenswerten Charaktere. Und wenn ich ehrlich bin, dass im Intro ein Cello zu hören ist, spielt auch eine Rolle.
Viel mehr kann ich zu Elementary nicht sagen, weil der zeitliche Abstand zur letzten Folge zu groß ist. Ich will aber unbedingt weiterschauen.

Buffy (fertig) – Buffy, die Kult-Vampirserie aus den 90ern, aus der wahrscheinlich alle anderen Vampir-Serien hervorgingen und die uns über drei Ecken 50 Shades of Grey eingebrockt hat. Aber lassen wir das kurz beiseite, denn das ist eine Anklage, die man schwer wieder gutmachen kann.
Ich stimme zwar nicht mit der weit verbreiteten Meinung überein, dass Buffy dieses feministische Glanzstück ist (einige Aspekte ja, andere hell no), aber mit fortschreitenden Episoden war ich dann doch von der Story gefesselt (außer Staffel 6, bitte erinnert mich nicht an Staffel 6). Die Teenagerin und Ex-Cheerleaderin Buffy kommt jedenfalls an eine Highschool in Sunnydale, weil sie aus ihrer alten ‚rausgeworfen wurde. Grund: Sie hat „die Sporthalle angezündet“. Das ist zwar korrekt, aber ganz war das nicht ihre Schuld, denn die Sporthalle war voller Vampire. Da das wenig überzeugend klingt, ist sie trotzdem geflogen. Auf der neuen Schule muss sie sich dann erst mal wieder ins soziale Gefüge einfinden, aber wird vor allem gleich mit ihrer Bestimmung konfrontiert: die einzige Vampirjägerin auf der Erde zu sein und nun eine Schule zu besuchen, die direkt über dem „Höllenschlund“ liegt. Vermehrte Monster-Action ist angesagt (und ein paar Weltuntergänge). Mit ihren neu gefunden Freund/innen, ihrem „Watcher“ Giles und einer Erzfeindin macht sie sich dann (widerstrebend) daran, die ersten Vampire und anderen Monster zu töten.
Was ich an der Serie mochte, sind die unironischen 90ies-Klamotten (hehe), Figuren wie die Lehrerin (und mehr als das) Ms Calendar, die fiese (aber tolle <3) Cordelia und im Wesentlichen alle anderen Figuren, außer den Hauptfiguren. Die Monster sind abwechslungsreich, die Bösewichte häufig cool und an unterhaltsamen Wortgefechten und peinlichen bis guten Wortspielen wird nicht gespart. Weniger lustig war das Schmerzensmann-Edward-Vorbild Angel, Nice Guy Xander, der ganze schmerzhafte Rassismus, sexistische Storylines und der meiner Meinung nach recht deprimierende philosophische Unterton der Serie. Auch sollte man sich damit abfinden, dass die Regeln des Buffy-Universums sich im Verlauf der Episoden ab und zu ändern. Ich habe jedoch bis zum Ende durchgehalten und das soll wohl etwas heißen.
Weiteres Buffy-Lesefutter von mir + Die detaillierten und unterhaltsamen Buffy-Reviews von Jenny Trout – Jupp, das ist die Autorin von den 50 Shades of Grey-Reviews.

This is why I love Cordelia. It’s not that she’s oblivious to what’s going on with other people, it’s that she just doesn’t give a shit.

Ich auch, Jenny Trout, ich auch.

Pushing Daysies (fertig) – Pushing Daysies ist eine unglaublich farbenfrohe Serie mit Lee Pace als eine der Hauptfiguren, was ich erwähne, weil ich ihn super knuddelig finde (er hat auch Thranduil im Hobbit gespielt, da ist er weniger knuddelig). Die Serie ist erdacht von Brian Fuller, der auch Dead Like Me und Hannibal zu verantworten hat und gerade fällt mir auf, dass Brian Fuller darauf steht Serien mit Toten zu machen. In Pushing Daysies jedenfalls kann Lee Pace, der „Piemaker“ Nat, Ned, Nate? Gott, ich hab zu viel Six Feet Under geschaut… Es war wohl Ned. Jedenfalls Ned will zwar Kuchen in seinem Café „Pie Hole“ backen, aber kann auch tote Tiere, Früchte, Menschen wieder zum Leben erwecken. Das kleine Problem ist nur, wenn er sie nicht innerhalb der nächsten 60 Sekunden wieder berührt und zur ewigen Ruhe schickt, wird ein anderes Lebewesen etwa der gleichen Größenkategorie sterben, das sich im näheren Umkreis befindet (Insekt für Insekt, kleines Tier für kleines Tier, Mensch für Mensch). Wenn er das Lebewesen länger am Leben lässt, kann er es nie wieder berühren, sonst stirbt es und bleibt für immer tot.
Aus dieser Fähigkeit ergeben sich dann auch zwei Storylines: Der Privat-Ermittler Emerson Cod entdeckt zufällig Neds Fähigkeit und möchte mit ihm zusammenarbeiten, da es viel leichter ist Mörder zu schnappen, wenn man mit den Leichen reden kann. Eines der ersten Opfer, dessen Tod sie aufklären wollen, ist jedoch Neds Kinder- und Jugendliebe, die er ein wenig zu lange am Leben lässt. Tada, Konflikt.
Pushing Daysies ist jedenfalls eine erstaunlich fröhliche Serie dafür, dass es regelmäßig um Leichen geht. Man könnte sie auch morbid nennen. Ich finde die (wenn auch leicht überdrehte) Art der Charaktere sehr nett sowie die hellen Farben und den Humor (ihr müsst gut zuhören, sonst verpasst ihr die Hälfte). Die Geschichten der Todesfälle sind vor allem extrem kreativ, der Erzählstil ist näher an Märchen als an dem ernsthaften Ton der meisten Serien.
Leider wurde Pushing Daysies nach nicht allzu langer Zeit, zwei Staffeln müssten es sein, abgesetzt. Man erhält ein hastiges Ende, aber es lässt einen doch mit der Hoffnung auf mehr zurück. Auch wird ein bisschen zu sehr auf „Probleme kreieren, indem Leute nicht miteinander sprechen“ gesetzt, aber seien wir ehrlich, an Pushing Daysies stört mich nicht viel, außer dass die Besetzung mehrheitlich weiß ist.

Lee Pace wie er niedlich in der Ecke steht – und oh ja, all die anderen tollen Figuren (mehrere Gifs hinterm Link).

Buffy – Staffel 3 Folge 2: Die Nacht der lebenden Toten

Oder in Englisch „Dead Men’s Party“. Diese Folge ist so furchtbar und so ausführlich von Ana Mardoll kommentiert worden, dass ich mir die Mühe und den Schmerz spare.

Hier ist ihre unmittelbare Reaktion (hinter dem Link der vollständige Text):

Being the Chosen One isn’t what is going to mess up Buffy. It’s having these people as friends and family. I mean, for fuck’s sake, the actual, literal demons in this series treat each other better. Demons make better friends and family than the „good guys“! What. The. Fuck.

Hier ist ihre ausführliche Analyse.

Edit: Ich würde dem ersten Text hinzufügen, dass Cordelia, wie in vielen vorherigen Situationen auch, sich von Buffys Freund*innen am sympathischsten verhält. Wenn auch auf bissige Cordelia-Art. Nichtsdestotrotz ist sie die Einzige, die versucht sich in Buffy hineinzuversetzen und sie verteidigt, während Willow und Xander und *würg* Joyce (Buffys Mutter), nichts Besseres zu tun haben, als sie in Grund und Boden zu silencen.
Wenn die geplant „fiese“ Person deiner Gruppe die sympathischste ist, vielleicht nochmal über die Charaktere nachdenken…

Edit 2: Für die Lektüre auf Ana Mardolls Seite sollte man wissen, dass Rot13 benutzt wird, um über Spoiler zu schreiben. Einfach den nicht lesbaren Text kopieren, hier einfügen und auf „Cypher“ klicken.

Buffy – Staffel 3 Folge 1: Gefangen in der Unterwelt

Hallo miteinander. Um meine Blogging-Probleme zu brechen, hatte ich auf Twitter scherzhaft gesagt, ich bastele meine Tweets zu einem Artikel zusammen, inspiriert von Bäumchen, und das werde ich jetzt auch tatsächlich tun.

Dieser Post enthält gnadenlos Spoiler.

Ich habe vor nicht so langer Zeit begonnen Buffy zu schauen – für Uneingeweihte: Eine Serie aus den 90ern, in der die weibliche Hauptfigur Buffy „The Slayer“ ist. Das heißt ihre Aufgabe ist es Vampire zu jagen und allgemein Monster zu töten. Davon gibt es jede Menge v.a. in ihrer High School in Sunnydayle, weil ihre Highschool über dem „Hellmouth“, dem Höllenschlund liegt. Dabei helfen ihr ihre computererfahrene Freundin Willow, ihr nice guy ™ Freund Xander und die beliebte Schülerin Cordelia, die eher unabsichtlich zur Gruppe gestoßen ist.
Weiterhin gibt es Oz, den aktuellen Boyfriend von Willow, der ein Werwolf ist und Giles, Buffys Mentor, ein „Watcher“.

Da ich die Serie in Englisch schaue, werden sowohl einige Zitate als auch Begriffe Englisch sein. Ich garantiere nicht, dass deutsche Übersetzungen, die ich angebe, mit denen der deutschen Synchronisation übereinstimmen. Sie sollen nur dazu dienen klarzumachen, was mit den Begriffen gemeint ist.

An der Stelle möchte ich auch kurz sagen, dass es mir sehr wenig Spaß macht wegen Kleinigkeiten korrigiert zu werden – ihr wisst schon, auf die „DU HAST WINZIGE DETAILS NICHT 100% KORREKT WIDERGEGEBEN SHOOT HER*!!“-Art. Also bitte davon absehen.

Letzte Bemerkung bevor ich über die Folge schreibe: Ich habe v.a. angefangen diese Serie zu schauen, weil ich sie oft als ein unglaubliches feministisches Meisterwerk gelobt gesehen habe. Daher dachte ich mir, es wäre sicher cool sich die Serie mal anzusehen. Leider habe ich einerseits dagegen einige Einwände aufgrund der Folgen, die ich bereits gesehen habe (2. Hälfte 1. Staffel bis zu dieser hier). Andererseits lässt der Schaffer Joss Whedon selbst daran zweifeln, wenn er verkündet, dass wir uns nicht als „feministisch“ sondern als „genderistisch“ bezeichnen sollten. Welp.

Nun bekommt ihr eine bunte Mischung aus meinen Tweets (in den Zitaten) und ein bisschen Erläuterung/Kritik was in der Folge geschieht.

Screw this, Buffy time.

Wie wird wohl das DVD-Interface der 3. Staffel aussehen? Spannung. Electro. Ok.

Die Frage ist v.a. spannend, weil das DVD-Menü der zweiten Staffel a) unbenutzbar war, weil absolut unübersichtlich – verschnörkelte, schräg verlaufende Schrift in unterschiedlichen Größen – und b) Boob-Angel die ganze Zeit zu sehen war. Wer ist Boob-Angel? Das DVD-Menü ist so angelegt, dass es aussieht als wäre man auf einem Friedhof und wüde einen Kamera-Flug machen, bis man in einer Gruft landet. In dieser Gruft steht ein Engel. Leider nicht wie die klassischen Friedhofs-Engel, die, heraushängende Brüste oder nicht, nicht sexualisiert sind, sondern eine eindeutig sexualisierte Figur einer nackten Person mit Brüsten, an der man dann auch jede vierte Folge vorbei“fliegt“, um noch einmal eine Nahaufnahme zu sehen. Sehr nervig.
Das Menü der 3. Staffel ist immer noch schni-schna-schnörkelig, aber wenigstens nicht mehr schräg gedruckt -.-

Lol, Oz versucht n stake zu werfen. Und failt. :D

(Stakes sind die Dinger, die man Vampiren ins Herz stößt, damit sie sterben. Pfahl?)
Am Ende der letzten Staffel hat Buffys Mutter sie ‚rausgeschmissen, genau so wie Buffys Schuldirektor sie aus der Schule. Daraufhin hat sie Sunnydayle verlassen. Damit die Vampire nicht zu viel werden, haben jetzt Willow, Xander und Oz das Vampire-Jagen übernommen. Sie sind allerdings nicht so gut wie Buffy (bis auf Oz ja auch nur Normalsterbliche ohne überdurchschnittlich große Kraft und Kampferfahrung wie Buffy). Ihnen entgehen etwa 50% aller Vampire, wie man erfährt.

Buffy geht in transparenten Kleid ans Meer. o.ô Boobshot O.Ô

Ich meinte eher, dass der Fanservice mich nervt…

Eines der großen Themen dieser ach so feministischen Serie: Frauen in engen und kurzen Klamotten, allen voran Buffy. Als sie in der letzten Staffel schon die ganze Zeit Minirock getragen hatte, kam man auf eine neue Idee: geschlitzte Miniröcke! Wow.
Now don’t get me wrong: Wenn ein echter Mensch sich dafür entscheidet Miniröcke, Ausschnitte, whatever zu tragen: good for you! Nur weiter! Buffy und Cordelia (u.a.) sind aber keine echten Menschen, sondern Charaktere in einer Serie, denen eine bestimmte Kleidung verpasst wird. Einerseits fand und finde ich es cool, dass Buffy sich anscheinend sehr für shopping interessiert, sich beschwert wenn sie beim Kämpfen ein Fingernagel verloren hat usw., weil das kämpferischen Frauen* üblicherweise nicht zugestanden wird. Entweder „girly“ oder „cool“, aber beides darf selten zusammen gehen. Andererseits nervt es mich wirklich, wenn die Garderobe (und Aufnahmen) dadurch bestimmt wird, ob das heterosexuell-männliche Publikum auch ausreichend angesprochen wird.

Man sieht tatsächlich Sommersprossen auf Buffys Gesicht. Das waren auch die 90er.

Footballer: „If we not gonna have quite as many misterious deaths, Sunnydale is gonna RULE!“

Wie gesagt, die Schule liegt über dem Hellmouth und letztes Jahr sind eine ganze Menge Leute gestorben. Ich bin erstaunt, dass überhaupt noch Schüler*innen an der Schule sind und, na ja, Menschen in der Stadt.
Buffys Freund*innen, ihre Mutter und Giles fragen sich während die Schule wieder beginnt, wo sie ist. Sie hat natürlich keinen Grund an die Schule zurückzukehren, aber vielleicht zu ihrer Familie? (Die scheiße zu ihr war. Ihre Mutter hat sie in einer emotional sehr aufreibenden Situation wie gesagt ‚rausgeworfen. Mehr dazu bei Ana Mardoll.)
Die Szene am Meer war jedoch nur ein Traum, in dem Angel, ihr jetzt toter Vampir-Lover lebendig war. Als sie aufwacht, muss sie zur Arbeit in einer unbenannten Stadt. Dort jobbt sie als Kellnerin und wohnt in einer kleinen Wohnung. Auf Arbeit lernt sie auch ein Pärchen kennen.

Oh, Chanterelle/Lily is cute.

Lily, ein Teil des Pärchens, spricht sie nach der Arbeit an, ob Buffy mit ihr und ihrem Freund wohingehen wolle. Sie erinnert Buffy, dass sie sich flüchtig aus der letzten Staffel kennen (ok, sie sagt das anders), wo Buffy Lily und deren Goth-Vampir-Anbeter-Freund*innen das Leben gerettet hat. Diese Gruppe hat Lily nun hinter sich gelassen und scheint mit ihrem Freund auf der Straße zu leben.

Versteh nich, warum Buffy nich wenigstens ihre Freund*innen kontaktiert.

Es kam mir ein bisschen komisch vor, dass Buffy einfach wegfährt, in eine fremde Stadt und nicht z.B. schaut, ob ihre Mutter sich beruhigt hat. Das hätte ich intuitiv eher gemacht als anzunehmen, dass meine Mutter mich ernsthaft rausgekickt hat. Aber selbst wenn nicht, dass sie sich gar nicht bei den andern meldet, fand ich auch komisch. Zugegeben, die sind wesentlich kritischer ihr gegenüber als meiner Meinung nach Freund*innen sein sollten. (Mehr dazu auch bei Ana Mardoll.) Jedoch finde ich es intuitiv einfach keine logische Entscheidung, dass eine 16-Jährige gar nicht versuchen würde, auf die Leute zurückzugreifen, die sie – wenn schon nicht emotional, so doch mit Taten – unterstützt haben. (Das Alter erwähne ich, weil ihr dadurch ja noch größere Schwierigkeiten in den Weg gelegt werden alleine zu überleben.)
Und hier wird auch schon das große Theme der ganzen Serie deutlich: Alles ist deprimierend. Buffy erfährt von keiner der Personen, die ihr eigentlich helfen sollten, anhaltende Unterstützung. Sie wird entweder bevormundet (Typen), alle ihre Entscheidungen in Frage gestellt/abgewiesen (ihre Mutter) oder andauernd kritisiert (Freund*innen). Also natürlich nicht ausschließlich. Es gibt auch warme Worte, heart-to-hearts (vertraute Gespräche in denen man sich alles sagt) und Wiedervereinigungen, aber wenn ich eine Person nennen müsste, die Buffy immer unterstützen würde: mir fällt keine ein. (Auch das wieder deutlich bei Ana Mardoll analysiert.)

War’s in den 90ern normaler ohne BH rumzulaufen? Oder is das ne Buffy-Sache?

Es fällt auf, dass sehr viel weibliche Figuren ohne BH herumlaufen, allen voran Buffy. Ich weiß nicht, ob das ’ne Fanservice-Sache ist oder Brüste in den 90ern einfach mehr Freiheit hatten ;)

Aw man, Buffys mom, you are annoying.

Giles versucht derweil herauszubekommen, wo Buffy hinverschwunden ist. Als er von einer weiteren erfolglosen Reise zurückkommt, besucht er Buffys Mutter, um ihr davon zu berichten. Sie ist sichtlich in Sorge und wünscht sich, dass Buffy zurückkommt. Sie sagt, dass sie Buffy nicht die Schuld gibt – sondern Giles. Sie wirft ihm vor, er hätte eine viel zu enge Beziehung zu Buffy und deutet an, das sei umso schlimmer, weil sie nichts davon wusste. (Erst in der letzten Folge hat sie erfahren, dass ihre Tochter die Slayerin ist. Davor hat sie Buffy zwar dauernd gefragt, was schief läuft, aber keine sinnvolle Antwort von ihr erhalten, weil Buffy nicht verraten durfte, dass sie gegen Vampire kämpft. Dafür hat sie ihr dauernd vorgeworfen schlecht in der Schule zu sein, zu spät unterwegs zu sein oder dass sie mit Angel geschlafen hat. – Es war aus ihrer Sicht zu verstehen, dass die Situation frustrierend war. Buffy konnte sich ihr jedoch nicht anvertrauen und hat einfach immer mehr Kritik abbekommen.)
Die Sache ist, dass die Slayerin sich den Job nicht aussuchen kann und der Wächter halt die Slayerin unterstützt. Ja, Schicksal sucks, aber einer der Personen, die dem Schicksal folgt die Schuld daran zu geben, macht nicht so viel Sinn.

„Family Home“, wen das nich Sekte schreit.

Derweil in Wo-auch-immer-Buffy-ist: Sie lebt anscheinend im schlechten Teil der Stadt, viel Fixer, Obdachlose usw. Erstaunlich und unrealistisch weiß, übrigens – wie die ganze Serie. Jedenfalls läuft dort Ted, Ned? Daniel? Alex? Who cares. Also dort läuft Who cares durch die Gegend und spricht Leute an, die auf der Straße leben, dass sie in seine liebe Organisation kommen dürfen, wo er ihnen helfen und wieder Hoffnung geben wird. „Family Home“ ist allerdings meiner Meinung nach kein Vertrauen erweckender Name.

Lilys Freund ist verschwunden und sie bittet Buffy um Hilfe. Buffy lehnt ab, wird aber von Lily so lange belagert, bis sie doch hilft. Die beiden gehen zu einer Blutspende-Station, wo Lily und der Typ öfter waren, aber er soll nicht da gewesen sein in den letzten Tagen. Daraufhin teilen die beiden sich auf, um die Orte abzuklappern, an denen das Pärchen sonst war. Buffy findet in einer Fabrikhalle einen alten Mann auf dem Boden liegend, der das gleiche Tattoo trägt wie Lilys Freund. Er ist tot.
Als Lily und Buffy sich wiedertreffen, sagt Buffy, dass er tot ist. Lily möchte das nicht wahrhaben, sie streiten, Lily rennt weg.
Sie wird daraufhin von Who cares angesprochen, ob sie mit zum Family Home kommen möchte, ihr Freund sei auch schon da.
Derweil macht Buffy sich noch einmal auf die Suche nach Hinweisen.

Krankenschwester: What are you doing? Buffy: Breaking into your office and going through your private files.

Sie findet in der Blutspende-Station Unterlagen, die darauf hindeuten, dass Lilys Freund für etwas ausgewählt wurde, aber es ist unklar wofür oder warum. Buffy erfährt von der Krankenschwester, dass gesunde Spender*innen an das Family Home gemeldet wurden. Sie macht sich dorthin auf den Weg.

Lily wird derzeit „initiiert“. Ihr Freund ist weit und breit nicht zu sehen. Sie kniet vor einem Becken mit ’ner Glibberflüssigkeit. Buffy verschafft sich derweil Zutritt zum Family Home. Sie findet Lily vor und beide fallen durch den Glibber.

Wie sich herausstellt, ist Who cares der Anführer von irgendwelchen Dämonen-Heinies, die gesunde Menschen entführen, um sie dann in ihrer Paralleldimension jahrelang schuften zu lassen, bevor sie sie zu Erde hin wieder ausspucken. Da die Zeit auf der Erde viel langsamer vergeht, war Lilys Freund schon totgearbeitet, obwohl auf der Erde nur ein Tag vergangen war.
Klassischerweise versucht Buffy die Menschen zu befreien.

Buffy kämpft mit Hammer und Sichel gegen Leute, die andere versklavt haben. Hidden meaning??

Das war ziemlich lustig. Leider wird es mit der Rebellion nichts, als Who cares Lily bedroht. Er sagt völlig empört und ungläubig: „Humans don’t fight back. This is how this works!“ :D

„Let everyone know, this is the price of rebe… aaaaaah.“ Er wurde geschubst.

Von Lily. Was ziemlich cool war, weil sie bis jetzt immer von anderen Leuten geführt wurde, jetzt hat sie selbst Initiative ergriffen.
Buffy befreit natürlich alle und tötet Who cares. Sie entscheidet sich am Ende der Folge nach Sunnydayle zurückzukehren und überlässt Lily ihre Wohnung und ihren Job. In der letzten Szene steht sie bei ihrer Mutter vor der Tür, die sie in die Arme schließt.

Das Ding an dieser Serie ist, dass ich mich an sie gewöhnt habe und gespannt darauf war, weiterzuschauen. Ich fand sie im Verlauf der 2. Staffel auch nicht mehr so deprimierend wie zur ersten. Aber wo ich sie gerade auseinandernehme, ist es doch recht bedrückend.
Was Joss Whedon meiner Meinung nach nicht verstanden hat: Ein starker Frauen*charakter definiert sich nicht dadurch, dass man sie möglichst oft fertig macht und sie sich trotzdem nicht das Leben nimmt. Das ist um genau zu sein eine äußerst unfeministische Art Frauen*charaktere zu schreiben. Aber das ist das Theme, was ich in Buffy sehe.