Aktueller Stand

Zunächst einmal: Ja, ich habe dem Blog ein neues Layout gegeben. Es war an der Zeit ein simpleres Theme zu wählen. Ich finde es übersichtlicher auf diesem Wege Texte zu lesen (und zu schreiben – aber diese Ansicht wird von neuen Themes leider nicht beeinflusst).

Das heißt nicht zwingend, dass hier in Zukunft viel mehr passieren wird. Ich habe inzwischen weniger Zeit für Sachen, die ich gerne mache und auch weniger Energie, aus gesundheitlichen Gründen. Ich hoffe, die Motivation zum Schreiben wird mich wieder öfter ereilen. Eine Garantie habe ich dafür nicht.

Es haben sich inzwischen Linktips angesammelt, die mehr als ein Jahr zurückliegen. Etwa zwei Drittel davon bestehen aus Meldungen zu attackierten Geflüchteten-Unterkünften, rassistisch motivierten Übergriffen und der allgemein schlechten Versorgungslage von Geflüchteten. Wenn es eine Tendenz bei Übergriffen auf Geflüchteten-Unterkünfte gibt, dann lautet diese, dass die Angriffe häufiger und gewalttätiger geworden sind. Mit anderen Worten, dies ist ein wichtiges Thema, um das es auch nach einem Jahr nicht besser steht.

Vielleicht komme ich dazu weitere Links zu veröffentlichen, vielleicht nicht…

Zuletzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass die Vorbereitungen für die nächste Ausgabe des_r Queerulant_in laufen. Wenn euch eine Frage auf dem Herzen liegt, die ihr gerne in meiner Advice-Kolumne beantwortet sehen würdet, sendet mir eure Frage an hoc [at] riseup [Punkt] net. Noch wärt ihr ganz vorne mit dabei.

Habt ein schönes Jahr 2016, trotz widriger Umstände.

Neue_r Queerulant_in!

Zu diesem Anlass stoße ich sogar einmal die leicht angerostete Tür zu meinem Blog/Dachboden auf: Nach einer langen Schaffens- und schwierigeren Finanzierungsphase ist di:er Queerulant_in Nr. 8 erschienen. Der Schwerpunkt in diesem Thema lautet „Trans* und Elternschaft“.

Ich kann euch gleich verraten, dass der Schwerpunkt beeindruckend vielfältig behandelt wurde – allein durch die Fülle von Texten. Es finden sich Artikel von Kindern von trans Eltern, von Eltern, die selbst trans sind, Männer und nicht-binär Identifizierten, die ihre Kinder selbst ausgetragen haben und noch einiges mehr.

Natürlich kommen auch die Kolumnen, Leser*innenbriefe und Rezensionen nicht zu kurz.

In meiner Advice-Kolumne ging es diesmal um den Zusammenhang von Identitäten – nämlich GirlFag zu sein und asexuell – und die Frage, wie Poly verhandelt werden kann, wenn ein*e Partner*in eher Poly ist und di:er andere monogam. That’s right, zwei Fragen!

Also auf in den Laden eures Vertrauens oder, wenn es keinen in eurer Nähe gibt, zur PDF-Ausgabe.

Viel Spaß damit!

Edit: Und ganz vergessen – Wenn euch eine Frage auf dem Herzen liegt, die ihr gerne beantwortet hättet, schreibt an hoc [at] riseup [dot] net und seid selbst in der nächsten Ausgabe! (Falls die Veröffentlichung sehr lange dauert, sende ich meine Antwort auf Wunsch bereits vorher per Mail zu.)

Currently Watching, Queerulant_in + Filmbonus

Schlagworte: Serien – Filme – Queerulant_in

Ich habe so wichtige und schwierige Themen wie „Depression“ und „Red Flags für abusive Beziehungen“ hier herumliegen, aber fühle mich gegenwärtig nicht in der Lage über sie zu bloggen. Deswegen noch mehr Serienempfehlungen!!

Stand Queerulant_in

Vorher aber noch ein kleines Queerulant_in-Update: Ich habe für die aktuelle Ausgabe keine Frage beantwortet, sondern gleich handfeste Lebenstips verteilt. Die nächste Kolumne ist auch schon eingereicht, in der beantworte ich diesmal zwei Fragen – eine zum Thema Polyamorie und eine zum Thema Asexualität. Auf diese Kolumne werdet ihr aber noch ein bisschen warten müssen, bis die neue Ausgabe tatsächlich druckfrisch auf eurem Tisch oder in eurem Computer liegt.
Nicht warten müsst ihr auf die Queerulant_in-Lesetour. Die findet nämlich GENAU JETZT (Sa, 13.09. bis Mi 17.09.) statt! Wenn ihr in oder in der Nähe von Kassel, Marburg, Frankfurt (Main), Gießen oder Darmstadt wohnt, empfehle ich euch einen Blick auf den Link zu werfen. Mich werdet ihr auf den Veranstaltungen nicht treffen, aber ich verspreche, die anderen sind super nett und es werden sicher ein paar schöne Abende.

Serien

Nun aber wirklich zu den Serien. In der heutigen Runde werde ich vorstellen, was ich aktuell schaue sowie zwei Filme, die mir in letzter Zeit ins Augen fielen.

Bei Elementary bin ich endlich mit der ersten Staffel fertig. Das Doppelfolgen-Finale war eine emotionale Achterbahnfahrt für mich, die Auflösung hat mir aber gefallen. Elementary hatte ich bereits hier vorgestellt.

Suburgatory – Die jugendliche Hauptfigur wird von ihrem Vater in die US-amerikanische Vorstadt verschleppt. Dort lernt sie, dass auch Menschen, die keine Indie-Klamotten tragen und blonde Haare haben, ein Herz besitzen. Die Serie schaue ich ganz bestimmt nicht für die beißende soziale Kritik (gibt’s nicht) oder die tolle Repräsentation von Menschen of color (ausschließlich männliche Nebenrollen in Dienstleistungsberufen). Ich mag jedoch einige der Charaktere und den Humor und bis jetzt hat das gereicht. Die Transmisogynoir in Folge 7 war allerdings super scheiße, wie andere „edgy“ KKK-Witze auch.

Parks and Recreation – Kurz „Parks and Rec“ ist ein(e) Mockumentary, eine gestellte Dokumentarserie also (mit dem Unterschied zu deutschen gestellten Serien, dass sie witzig sein soll), für die man mit ein bisschen Fremdscham umgehen können muss. Normalerweise finde ich Fremdschämen sehr unangenehm, aber hier ist es recht schwach; vielleicht geht es anderen da anders.
Die Serie spielt in der Abteilung „Parks und Erholung“ eines kleinstädtischen Rathauses (Regierung? Regierungsgebäude??), wo die Hauptfigur Whats-her-face in der ersten Staffel versucht, gegen bürokratische Hürden eine Baugrube in einen Park zu verwandeln.
Die Serie hat tatsächlich feministische und zu einem geringeren Teil auch anti-rassistische Ansprüche, was man den Handlungssträngen anmerkt, versagt in der Hinsicht gleichzeitig oft spektakulär (v.a. beim Rassismus). Für mich ist es bis jetzt auch eine dieser Zwischendurchserien, deren Humor mir gefällt.

Orphan Black gehört technically gar nicht mehr in diese Liste, denn ich habe die beiden Staffeln bereits gesehen. Eine dritte ist in der Mache und für guck-ich-jetzt-nicht-nach angekündigt. Die Serie hat mich aber beeindruckt und sehr für die Charaktere eingenommen, deswegen spreche ich, nach allen anderen, auch mal diesen „Geheimtip“ an.
Die Handlung beginnt damit, wie die Hauptfigur beobachtet, wie eine Frau, die aussieht als wäre sie ihr Zwilling, sich vor ihren Augen vor die Bahn wirft. Sie kennt diese Frau nicht (noch wusste sie von Zwillingen) und beschäftigt sich erst einmal weiter mit ihren eigenen Problemen, bis sie von ganz anderen Problemen überwältigt wird.
Tatiana Maslany spielt in der Serie ~15 verschiedene Charaktere und jeder ist einzigartig. Nach sehr kurzer Zeit vergisst man, dass sie sich mit Luft oder Ersatzschauspieler*innen unterhalten haben muss, bevor die Szenen zusammengebastelt wurden. Das Genre ist irgendwo zwischen Drama, Polizeiserie, Action, Verschwörung, Thriller und Science Fiction angesiedelt. Vor allem beeindruckt war ich aber auch davon, wie viele Themen behandelt werden, wovon man in anderen Serien wenn überhaupt nur einzelne sieht: Adoption, alleinerziehende Mütter, Homosexualität, Transidentität, Drogen, Alkoholabhängigkeit, Heimerziehung, religiöser (christl.) Fundamentalismus, Ethik in der Forschung usw.
Ich habe es nicht so mit Science Fiction oder Storys, in denen lange alles schief geht, aber die Serie war einfach zu spannend, um in der Mitte aufzuhören.

Ich schaue auch noch Supernatural und Merlin, welche ich kurz zusammenfassen werde als: weiße Typen, dich sich gegenseitig an-emotionalisieren, auch Magie. Ja, da gebe es noch mehr zu sagen, aber ich hab ja noch die Filme!!

Filme

Dido Elizabeth Belle (Belle)
In Film Nr. 1 geht es nicht um Disneys Belle (hat jemand das geglaubt? NIEMAND HAT DAS GEGLAUBT), sondern eine historische Schwarze Figur, die in Großbritannien zur Zeit der Sklaverei in die weiße „gehobene Gesellschaft“ geworfen wird. Ihr Vater, ein weißer Kapitän, gibt sie in die Obhut seiner Familie, bevor er wieder zur See fährt. Als er stirbt, stellt sich die Frage des Heiratens, die natürlich durch race verkompliziert, wenn nicht unmöglich gemacht wird. Das ist aber nur der Jane Austen-Teil der Handlung.
Hinzu kommt die Geschichte der Zong, eines Schiffes beladen voll mit Sklaven, die kurz vor der Ankunft ertränkt wurden. Im Einklang mit der entmenschlichenden Sicht auf Schwarzes Leben wurden die Sklaven als Fracht versichert. Angeblich herrschte Wasserknappheit an Bord des Schiffes, aber Belles Ziehvater, der höchste Richter, muss entscheiden, ob die Versicherer tatsächlich zahlen müssen oder es sich um Versicherungsbetrug handelt.
Entstanden ist ein sehenswertes period drama plus race, das nicht nur die Regeln der Heirat für weiße Frauen beleuchtet, sondern eben auch die für eine Schwarze Frau in der oberen Mittelschicht (glaube ich, keine Ahnung von Schichten). Zusätzlich werden bedeutende Ereignisse behandelt, die der Abschaffung der Sklaverei vorausgingen.
Urteil: Kostüme very pretty, Dialog subtil und im Original teils lustig, gesellschaftliche Verhältnisse recht gut beleuchtet, historisch wissenswert.
Hier ist eine Rezension von @gradientlair. Ich möchte noch empfehlen, den Film im Original zu schauen, allgemein aber auf N-Wörter gefasst zu sein. Und Trigger Warnung für einen sexualisierten Übergriff.

Sag nicht wer du bist (Tom à la ferme)
Zu guter letzt noch Sag nicht wer du bist. Der schwule Frankokanadier Tom besucht die Familie seines verstorbenen boyfriends auf deren Bauernhof. Gleich am ersten Abend aber gibt ihm der Bruder des Verstorbenen zu verstehen, dass er auf keinen Fall verraten darf, dass der Tote sein Freund war. Im Verlauf des Filmes verfolgt man, wie die Familie sich als zunehmend bedrohlich entpuppt, während Tom von dem lebenden Sohn in eine abusive Nicht-Beziehung gezogen wird.
Ich bin dem Film mit einer gewissen Zurückhaltung begegnet, weil solche Thematiken mich normalerweise sehr runterziehen. Erstaunlicherweise ging ich recht guter Dinge aus dem Film, was nicht zuletzt seiner Erzählweise geschuldet ist. Dafür, dass es sich um ein Drama handelt, gibt es auch erstaunlich viele lustige/absurde Momente. Trotzdem ist emotionale/psychische Gewalt und Manipulation ein sehr großes Thema, zu geringeren Teilen auch physische und emotionale. Wie Tom eingewickelt und in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt wird, fand ich sehr gut dargestellt. Es war ein wenig unrealistisch, wie schnell es geschah, aber die Taktiken stimmen zu hundert Prozent (sagt die Person, die viele Bücher las). Auch die Art der Aufnahmen, der Beleuchtung, des In-Szene-Setzens fand ich großartig. Nicht umsonst wird der Regisseur, der auch die Hauptrolle spielte, hoch gehandelt. Wenn die Thematik euch nicht abschreckt, kann ich Sag nicht wer du bist zu 100% empfehlen. Gewarnt sei noch, dass tote Tiere im Film vorkommen.

So viel von meinem aktuellen Serienrundgang. Was hat euch in letzter Zeit mitgerissen? (Filme, Serien, Bücher, …)

Queerulant_in: Fragen Fragen Fragen

Di:er letzte Queerulant_in ist nun schon vor einer Weile erschienen und die nächste Ausgabe ist bereits in der Mache. Die Deadline für den neuen Text war dabei an mir vorbei gerauscht und deswegen kam ich gar nicht mehr dazu noch einen Aufruf für neue Fragen zu posten. In der nächsten Ausgabe wird es also einen „Original“-Text geben.
Ich möchte aber jetzt die Gelegenheit ergreifen, um daran zu erinnern, dass ihr mir Fragen für die übernächste Ausgabe einsenden könnt an hoc [at] riseup [Punkt] net. Die Bedingungen könnt ihr noch einmal hier nachlesen (Deadline kann natürlich ignoriert werden), die Beantwortung ist euch sicher. Sollten tatsächlich mehrere Fragen eintrudeln, werde ich online die Fragen beantworten, die nicht in die Zeitschrift gepasst haben.

Also schreibt mir fleißig und teilt diesen Aufruf!

Neue_r Queerulant_in!

Hallo zusammen, es ist wieder so weit und die neue Ausgabe der_des Queerulant_in ist da. Warum das wichtig ist? Weil viele wunderbare Menschen dazu Inhalte produzieren, inklusive mir!
Dieses Mal habe ich in der Advice-Kolumne beantwortet, wie man als trans* Mensch weniger auf Blicke von Leuten auf der Straße achten kann.
Das ist aber natürlich nicht das einzige Thema. In verschiedenen Wortbeiträgen, weiteren Kolumnen, Interviews und sogar Comics geht es um viel mehr rund um trans*, inter*, queer – und es gibt sogar Sachen zu gewinnen.

Wie krieg ich so ein wunderschönes Heft in die Hände?

Di:er Queerulant_in liegt wieder an vielen Orten in Österreich, Deutschland und der Schweiz aus, genauer auf dieser Karte zu sehen.
Wenn si:er nicht in eurer Nähe zu bekommen ist, könnt ihr si:hn auch online herunterladen.

Kann ich das Projekt unterstützen?

Das ist sehr wohl möglich! Mehr dazu in der Einleitung des neuen Heftes und in den Leser_innenbriefen auf S.36.

Ich möchte auch eine Frage stellen

Immer her damit, ich bin noch völlig frei für die nächste Ausgabe. Fragen können (mit Name, anonym oder auch mit Anonymisierungswunsch) an hoc [at] riseup [punkt] net gesendet werden.

Links 36

Schlagwörter: Aktivismus – Selfies – Muttertag – White supremacy – self care – Selbstpflege – Kopftuch – Muslimas – Femen – Rassismus – Queerulant_in – Pille danach – Advice Kolumne – Cis-Sexismus – Ableismus – Hilfe

Femen und die „Befreiung“ der muslimischen Frau*
[Deutsch]

Selbstpflege-Tips für Aktivist*innen
via @hanhaiwen [Englisch]

Die_der neue Queerulant_in ist draußen, als PDF-Download verfügbar oder kostenlos in eurer Nähe ausliegend – hier geht’s zur Karte – und auf S. 32 ein Text von mir! Er verrät euch, wie ihr mit scheiß Menschen umgehen könnt, die ihr regelmäßig sehen müsst. *Freude*
[Deutsch]

Warum Selfies? (Bilder von sich selbst schießen)
[Englisch]

How to write about Africa
via cosas que no se rompen [Englisch]

Eine Karte über Erfahrungen mit der Pille danach in und um Deutschland Ihr könnt eigene Erfahrungen beitragen.
[Deutsch]

„How to Muttertag innerhalb deutscher rassistischer Gesamtscheiße.“
[Deutsch]

Bisher weltweit mindestens 78 Morde von trans* Personen im Jahre 2013
via @dressedasahuman @hrstl [Englisch]

Petitionen

Aufforderung an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Transsexualität nicht mehr als Krankheit zu listen
[Deutsch]
Für eine Aufhebung des Verbots der Vermögensbildung für Menschen mit Behinderung
[Deutsch]

Hilfe

Es gibt nun auch die Möglichkeit für syrische Flüchtlinge zu spenden (via @antonierosa)
Aktionsbündnis Katastrophenhilfe
Spenden-Telefon: 0137-36 36 36 (14 ct/Minute aus dem Festnetz, Mobilfunk mglw. abweichend)

Weiterführende Informationen und Spendenkonten Danke @KhaosKobold.

News

Ich habe einige neue Blogs in der rechten Spalte verlinkt. Schaut euch an, was ihr noch nicht kennt, es lohnt sich :3

Irgendwann komme ich wieder

Schlagwörter: Lebenszeichen – Flachwitze

Ich habe gerade einen Schlager zitiert. Ich bin froh, dass den meisten von euch wenigstens nicht die Melodie durch den Kopf gehen wird. Ich hatte eine harte Kindheit.

ANYWAY. Ich dachte, ich gebe mal ein Lebenszeichen von mir (RW=Redewendung). Prüfungen sind überstanden. Erholung von der Prüfungszeit ist beinahe abgeschlossen. Ich war sogar produktiv: habe meinen Text für die_den Queerulant_in fertiggestellt, den ihr hoffentlich ganz bald bewundern könnt. GEDRUCKT!!!
Ihr seht vielleicht, dass ich schon ganz hibbelig bin. Ich habe auch tolle Bilder dazu rausgesucht. Ich hoffe, ihr werdet die Witze nicht zu flach finden.

Dieser Blog war ja jetzt eher … tot. Das soll sich ändern. Ich habe zwar gerade so etwas wie eine Schreibblockade, aber ich hoffe die irgendwie zu überwinden. Denn ich habe viele tolle Themen auf Lager, die neuesten Vorschläge, die ich bekommen habe: Wie weit ist eine Person für ihre Gefühle verantwortlich? und Wie sich von anderen abgrenzen (wenn es für die eigene Gesundheit wichtig ist – und ich meine nicht wegen der Grippe)? Aber auch in die aktivistische andere-haben-das-eh-schon-gesagt-aber-auch-ich-geb-meinen-Senf-dazu-(RW)-Richtung.

Also ähm, ich hoffe wir können bald wieder virtuell Gruppenkuscheln (nur welche*r mitmachen will!) und ihr habt nen schönen Frühlingsanfang (Ha.Ha.).

Ob alltäglich oder ganz besonders

Schlagwörter: Queerulant_in – Ratschlagkolumne – Fragen

Vor genau einem Monat (welch Zufall) hatte ich dazu aufgerufen, mir Fragen zu schicken, die ich in der nächsten Ausgabe des_der Queerulant_in beantworten werde. Da ich mein Leben vorerst zurückhabe, habe ich nun Zeit zu erklären, worum es sich bei diesen Fragen handeln könnte. Es folgt ein kleines FAQ¹, dessen Fragen meiner blühenden Phantasie entspringen.

FAQ

(1) Kann ich die Hintergründe erklären oder muss meine Frage kurz sein?
Die Frage muss nicht kurz sein. In den meisten Fällen kann ich eine Frage besser beantworten, je mehr Hintergrund-Informationen ich habe. „Mehr Informationen“ heißt natürlich nicht „alle“ (z.B. Wie heißt dein Hund? Und magst du Snickers oder Mars mehr?). Wenn du das Gefühl hast, deine Frage wird ein Roman, schau vor dem Absenden nochmal drüber, ob sie sich kürzer zusammenfassen lässt. Es kann passieren, dass ich eine Frage bei der Veröffentlichung kürzen muss, wenn sie wirklich lang ist, aber ich arbeite trotzdem mit allen Informationen, die ich habe.

(2) Mein Problem ist eher unspektakulär. Du möchtest sicher eher flippige und coole Fragen für die Kolumne?
Nein. Eine Frage muss nicht besonders ausgefallen sein, um wichtig oder interessant zu sein. Viele Probleme haben einen gemeinsamen Kern. Zum Beispiel „Wie navigiere ich zwischenmenschliche Beziehungen?“ oder „Wie kümmere ich mich um das, was ich brauche, ohne andere zu verletzen?“ oder „Wie kümmere ich mich gut um mich?“ (Übrigens so ziemlich meine Lieblingsthemen.)
Zum Beispiel habe ich schon mal beantwortet: Ich habe meiner*m Partner*in zugesagt, dass wir zusammenziehen, aber jetzt möchte ich nicht mehr. Ist das in Ordnung? Und Meine Mitbewohnerin belagert mich, wenn ich Ruhezeit zu Hause brauche. Wie sage ich ihr auf nette Art, dass sie mich in Ruhe lassen soll?

(3) Ich identifiziere mich nicht-cis und oder nicht-hetero, aber meine Frage hat damit nicht viel zu tun. Kann ich sie trotzdem stellen? Muss ich erwähnen, wie genau ich mich identifiziere?
Ja, du kannst sie trotzdem stellen. Nein, das musst du nicht erwähnen.
Ich beantworte zwar keine Fragen von Menschen, die cis und hetero sind in dieser Kolumne, aber wenn deine Frage nichts mit deiner Identität zu tun hast, musst du sie auch nicht erwähnen. Ich erwarte also keine Einleitung wie folgt: „Ich identifiziere mich als genderqueer und würde gerne wissen, wie ich mich in der Prüfungszeit gut um mich kümmern kann“. Ich gehe einfach davon aus, dass Menschen, die cis und hetero sind die Bedingungen respektieren und keine Fragen einsenden.

(4) Kann ich mir sicher sein, dass meine Anonymität gewahrt wird?
Ja. Stell deine Frage am besten so, wie du sie auch veröffentlicht sehen willst. Du kannst mit einem Spitznamen unterschreiben oder gar nicht. Den Spitznamen benutze ich dann, um dich in meiner Antwort anzusprechen.
Deine E-Mail-Adresse werde nur ich zu Gesicht bekommen, niemand sonst. Sie wird erst recht nicht veröffentlicht oder weiterverkauft oder für andere Zwecke benutzt.
Wenn du nach dem Absenden deiner Frage bemerkst, dass du deine Frage gerne anders gestellt hättest, kannst du ruhig noch eine Mail zur Korrektur schicken.

(5) Meine Frage klingt so lächerlich / Ich will niemandem Zeit stehlen (Redewendung) / Mir wurde schon gesagt, ich soll mich einfach zusammenreißen / Ich trau mich nicht.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es keine Frage gibt, die zu unwichtig ist (siehe Punkt 2: es gibt einen gemeinsamen Kern). Wenn du dich nicht traust, ist das in Ordnung. Aber wenn ich irgendwas tun kann, das dir helfen würde deine Frage zu stellen, lass es mich wissen. Wenn dir deine Frage zu klein und unwichtig vorkommt, kannst du auch gerne mit mir Rücksprache halten, ob ich sowas denn auch beantworten will.

So viel zu meinem kleinen FAQ. Wie immer gehe ich auf weitere Unklarheiten gerne in den Kommentaren oder per Mail ein.

Jetzt wann und wo?

Bis zum 21.3.2013 ist noch Zeit mir Fragen zu schicken. An die E-Mail-Adresse: zweisatz [at] takeoverbeta [Punkt] de. Die Antwort(en) werden dann in der_dem Queerulant_in stehen, die_der im April/Mai erscheint.

Seid versichert: ich freue mich wie ein Obst (d.h. sehr doll) über jede Frage. Es gibt keine schlechten Fragen.

1 Frequently Asked Questions = häufig gestellte Fragen

Du und ich, gemeinsam in der_dem Queerulant_in

Is it a bird? Is it a plane? Nein, es ist eine Zeitschrift!

Queerulant_in ist eine Zeitschrift, welche sich mit sexuellen Identitäten, Geschlechtsidentitäten und allerlei anderer politischer Dinge, Machtstrukturen und so weiter auseinandersetzt. Das Magazin entsteht mit viel ehrenamtlicher Arbeit, viel Schweiß und kann durch die finanzielle Hilfe unserer Unterstützer_innen gedruckt werden.

Um euch ein genauers Bild zu machen, klickt auf die Website oder ladet euch die bisher erschienenen Ausgaben im PDF-Format herunter:
Ausgabe 1, (4,6 MB, April 2012)
Ausgabe 2 (16,4 MB , August 2012)
Ausgabe 3 (7,0 MB, Dezember 2012)

Die Rede ist aber nicht umsonst von einer „Zeitschrift“, denn wenn man schnell genug ist, kann man sie_ihn an diesen Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz kostenlos erhalten (zur Karte scrollen).

@schokopflaster hat mich nun gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, dafür eine Advice Column (Ratschlag…Kolumne?) zu schreiben. Nachdem ich aufgehört hatte zu quietschen, habe ich zugesagt.

Aber für eine solche Kolumne fehlt natürlich eine entscheidende Zutat: eine Frage.

Deswegen rufe ich euch hiermit auf, eure Frage zu Themen des (queeren? trans*? lesbischen? agender? pansexuellen? questioning? usw. usf.) Lebens zu stellen.

Zu beachten: Die_der Queerulant_in erscheint vierteljährlich, entsprechend müsst ihr für die Antwort ein wenig Geduld aufbringen. Ich plane überschüssige Fragen ab dem Erscheinungsdatum der nächsten Ausgabe auf meinem Blog (oder vielleicht „drüben“) zu beantworten.

Ob ihr mir mit einer solchen Frage vertraut, könnt ihr vielleicht anhand meines Ratschlag-Tumblrs [Englisch] abschätzen. Meine Begeisterung fürs Thema kommt von Captain Awkward [Englisch].
Eure Fragen und meine Antworten werden auf Deutsch besprochen (und bitte gestellt), da die_der Queerulant_in sich an eine deutschsprachige Leser*innenschaft richtet.

Eure Frage bitte an: zweisatz [AT] takeoverbeta [Punkt] de.
Betreff: Queerulant_in

Es werden keine privaten Daten wie die E-Mail-Adresse veröffentlicht. Ich zitiere lediglich (möglicherweise etwas gekürzt) euren Fragen-Text. Ihr müsst keinen Realnamen aufführen bzw. könnt mir sagen, mit welchem Spitznamen ihr am liebsten angesprochen werden möchtet.

Wenn ihr Freund*innen kennt, die das interessieren könnte, gerne weiterverbreiten!

Weitere Unklarheiten können in den Kommentaren oder per Mail beseitigt werden. :)

Hier geht es zu häufig gestellten Fragen zum Thema