Currently Watching, Queerulant_in + Filmbonus

Schlagworte: Serien – Filme – Queerulant_in

Ich habe so wichtige und schwierige Themen wie „Depression“ und „Red Flags für abusive Beziehungen“ hier herumliegen, aber fühle mich gegenwärtig nicht in der Lage über sie zu bloggen. Deswegen noch mehr Serienempfehlungen!!

Stand Queerulant_in

Vorher aber noch ein kleines Queerulant_in-Update: Ich habe für die aktuelle Ausgabe keine Frage beantwortet, sondern gleich handfeste Lebenstips verteilt. Die nächste Kolumne ist auch schon eingereicht, in der beantworte ich diesmal zwei Fragen – eine zum Thema Polyamorie und eine zum Thema Asexualität. Auf diese Kolumne werdet ihr aber noch ein bisschen warten müssen, bis die neue Ausgabe tatsächlich druckfrisch auf eurem Tisch oder in eurem Computer liegt.
Nicht warten müsst ihr auf die Queerulant_in-Lesetour. Die findet nämlich GENAU JETZT (Sa, 13.09. bis Mi 17.09.) statt! Wenn ihr in oder in der Nähe von Kassel, Marburg, Frankfurt (Main), Gießen oder Darmstadt wohnt, empfehle ich euch einen Blick auf den Link zu werfen. Mich werdet ihr auf den Veranstaltungen nicht treffen, aber ich verspreche, die anderen sind super nett und es werden sicher ein paar schöne Abende.

Serien

Nun aber wirklich zu den Serien. In der heutigen Runde werde ich vorstellen, was ich aktuell schaue sowie zwei Filme, die mir in letzter Zeit ins Augen fielen.

Bei Elementary bin ich endlich mit der ersten Staffel fertig. Das Doppelfolgen-Finale war eine emotionale Achterbahnfahrt für mich, die Auflösung hat mir aber gefallen. Elementary hatte ich bereits hier vorgestellt.

Suburgatory – Die jugendliche Hauptfigur wird von ihrem Vater in die US-amerikanische Vorstadt verschleppt. Dort lernt sie, dass auch Menschen, die keine Indie-Klamotten tragen und blonde Haare haben, ein Herz besitzen. Die Serie schaue ich ganz bestimmt nicht für die beißende soziale Kritik (gibt’s nicht) oder die tolle Repräsentation von Menschen of color (ausschließlich männliche Nebenrollen in Dienstleistungsberufen). Ich mag jedoch einige der Charaktere und den Humor und bis jetzt hat das gereicht. Die Transmisogynoir in Folge 7 war allerdings super scheiße, wie andere „edgy“ KKK-Witze auch.

Parks and Recreation – Kurz „Parks and Rec“ ist ein(e) Mockumentary, eine gestellte Dokumentarserie also (mit dem Unterschied zu deutschen gestellten Serien, dass sie witzig sein soll), für die man mit ein bisschen Fremdscham umgehen können muss. Normalerweise finde ich Fremdschämen sehr unangenehm, aber hier ist es recht schwach; vielleicht geht es anderen da anders.
Die Serie spielt in der Abteilung „Parks und Erholung“ eines kleinstädtischen Rathauses (Regierung? Regierungsgebäude??), wo die Hauptfigur Whats-her-face in der ersten Staffel versucht, gegen bürokratische Hürden eine Baugrube in einen Park zu verwandeln.
Die Serie hat tatsächlich feministische und zu einem geringeren Teil auch anti-rassistische Ansprüche, was man den Handlungssträngen anmerkt, versagt in der Hinsicht gleichzeitig oft spektakulär (v.a. beim Rassismus). Für mich ist es bis jetzt auch eine dieser Zwischendurchserien, deren Humor mir gefällt.

Orphan Black gehört technically gar nicht mehr in diese Liste, denn ich habe die beiden Staffeln bereits gesehen. Eine dritte ist in der Mache und für guck-ich-jetzt-nicht-nach angekündigt. Die Serie hat mich aber beeindruckt und sehr für die Charaktere eingenommen, deswegen spreche ich, nach allen anderen, auch mal diesen „Geheimtip“ an.
Die Handlung beginnt damit, wie die Hauptfigur beobachtet, wie eine Frau, die aussieht als wäre sie ihr Zwilling, sich vor ihren Augen vor die Bahn wirft. Sie kennt diese Frau nicht (noch wusste sie von Zwillingen) und beschäftigt sich erst einmal weiter mit ihren eigenen Problemen, bis sie von ganz anderen Problemen überwältigt wird.
Tatiana Maslany spielt in der Serie ~15 verschiedene Charaktere und jeder ist einzigartig. Nach sehr kurzer Zeit vergisst man, dass sie sich mit Luft oder Ersatzschauspieler*innen unterhalten haben muss, bevor die Szenen zusammengebastelt wurden. Das Genre ist irgendwo zwischen Drama, Polizeiserie, Action, Verschwörung, Thriller und Science Fiction angesiedelt. Vor allem beeindruckt war ich aber auch davon, wie viele Themen behandelt werden, wovon man in anderen Serien wenn überhaupt nur einzelne sieht: Adoption, alleinerziehende Mütter, Homosexualität, Transidentität, Drogen, Alkoholabhängigkeit, Heimerziehung, religiöser (christl.) Fundamentalismus, Ethik in der Forschung usw.
Ich habe es nicht so mit Science Fiction oder Storys, in denen lange alles schief geht, aber die Serie war einfach zu spannend, um in der Mitte aufzuhören.

Ich schaue auch noch Supernatural und Merlin, welche ich kurz zusammenfassen werde als: weiße Typen, dich sich gegenseitig an-emotionalisieren, auch Magie. Ja, da gebe es noch mehr zu sagen, aber ich hab ja noch die Filme!!

Filme

Dido Elizabeth Belle (Belle)
In Film Nr. 1 geht es nicht um Disneys Belle (hat jemand das geglaubt? NIEMAND HAT DAS GEGLAUBT), sondern eine historische Schwarze Figur, die in Großbritannien zur Zeit der Sklaverei in die weiße „gehobene Gesellschaft“ geworfen wird. Ihr Vater, ein weißer Kapitän, gibt sie in die Obhut seiner Familie, bevor er wieder zur See fährt. Als er stirbt, stellt sich die Frage des Heiratens, die natürlich durch race verkompliziert, wenn nicht unmöglich gemacht wird. Das ist aber nur der Jane Austen-Teil der Handlung.
Hinzu kommt die Geschichte der Zong, eines Schiffes beladen voll mit Sklaven, die kurz vor der Ankunft ertränkt wurden. Im Einklang mit der entmenschlichenden Sicht auf Schwarzes Leben wurden die Sklaven als Fracht versichert. Angeblich herrschte Wasserknappheit an Bord des Schiffes, aber Belles Ziehvater, der höchste Richter, muss entscheiden, ob die Versicherer tatsächlich zahlen müssen oder es sich um Versicherungsbetrug handelt.
Entstanden ist ein sehenswertes period drama plus race, das nicht nur die Regeln der Heirat für weiße Frauen beleuchtet, sondern eben auch die für eine Schwarze Frau in der oberen Mittelschicht (glaube ich, keine Ahnung von Schichten). Zusätzlich werden bedeutende Ereignisse behandelt, die der Abschaffung der Sklaverei vorausgingen.
Urteil: Kostüme very pretty, Dialog subtil und im Original teils lustig, gesellschaftliche Verhältnisse recht gut beleuchtet, historisch wissenswert.
Hier ist eine Rezension von @gradientlair. Ich möchte noch empfehlen, den Film im Original zu schauen, allgemein aber auf N-Wörter gefasst zu sein. Und Trigger Warnung für einen sexualisierten Übergriff.

Sag nicht wer du bist (Tom à la ferme)
Zu guter letzt noch Sag nicht wer du bist. Der schwule Frankokanadier Tom besucht die Familie seines verstorbenen boyfriends auf deren Bauernhof. Gleich am ersten Abend aber gibt ihm der Bruder des Verstorbenen zu verstehen, dass er auf keinen Fall verraten darf, dass der Tote sein Freund war. Im Verlauf des Filmes verfolgt man, wie die Familie sich als zunehmend bedrohlich entpuppt, während Tom von dem lebenden Sohn in eine abusive Nicht-Beziehung gezogen wird.
Ich bin dem Film mit einer gewissen Zurückhaltung begegnet, weil solche Thematiken mich normalerweise sehr runterziehen. Erstaunlicherweise ging ich recht guter Dinge aus dem Film, was nicht zuletzt seiner Erzählweise geschuldet ist. Dafür, dass es sich um ein Drama handelt, gibt es auch erstaunlich viele lustige/absurde Momente. Trotzdem ist emotionale/psychische Gewalt und Manipulation ein sehr großes Thema, zu geringeren Teilen auch physische und emotionale. Wie Tom eingewickelt und in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt wird, fand ich sehr gut dargestellt. Es war ein wenig unrealistisch, wie schnell es geschah, aber die Taktiken stimmen zu hundert Prozent (sagt die Person, die viele Bücher las). Auch die Art der Aufnahmen, der Beleuchtung, des In-Szene-Setzens fand ich großartig. Nicht umsonst wird der Regisseur, der auch die Hauptrolle spielte, hoch gehandelt. Wenn die Thematik euch nicht abschreckt, kann ich Sag nicht wer du bist zu 100% empfehlen. Gewarnt sei noch, dass tote Tiere im Film vorkommen.

So viel von meinem aktuellen Serienrundgang. Was hat euch in letzter Zeit mitgerissen? (Filme, Serien, Bücher, …)

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Links 44

Schlagwörter: Sexismus – Drohnen – Gebärdensprache – Fußball – Orange is the new black – Armut – Kritik – fat shaming – Sterbehilfe – Behinderung – Ableismus – Twilight – abuse – Polizei

Zeit für eine neue Linksammlung, denn es sind einige Artikel zusammengekommen. Heute gibt es ein ungewöhnlich breites Themenspektrum.

Über die Lebensrealität von LSBTTIQ in Baden-Württemberg
[Deutsch] von @Nele_Tabler via @iwedan

Berliner Polizei nutzt Drohnen im Einsatz
[Deutsch] via @BagaGam

Klarstellung: Fußballergebärden mussten auch zu dieser WM nicht neu erfunden werden
[Deutsch] von @EinAugenschmaus

Es finden sich nicht so viele Männer in Orange is the new Black – und das ist gut so
[Englisch] von @mister_goldfish via @goldfish

Angewohnheiten, die man entwickelt, wenn man arm aufwächst
[Englisch] via @kopfrechner_in

Captain Awkward zum Thema: Wie akzeptiere ich Kritik besser?
[Englisch]

„Geschichte von Fitness und Fatness in den USA“
[Deutsch] via @moder_dragon

Gegenargumente zur Sterbehilfe aus der Sicht von Menschen mit Behinderung
[Englisch] via @goldfish

1A-Erklärung: Worin liegt die Anziehungskraft von Twilight für Frauen*?
[Englisch] von @anamardoll
(CN r*pe wird erwähnt, allg. Thema abuse)

Warum es eine deutschstämmige Professorin wieder in die USA zurückzieht
[Deutsch] via @_tillwe_

50 Shades of Grey – Die Abrechnung (2)

Schlagworte: Gewalt in Beziehungen – sexualisierte Gewalt

Im ersten Teil meiner Abrechnung sprach ich über den Schreibstil, Sexismus, die Hauptfiguren und den Plot von 50 Shades of Grey (50SoG). All dies sind ausgezeichnete Gründe das Buch zu hassen. Im zweiten Teil möchte ich allerdings auf einen Punkt eingehen, der nicht auf harmlose Art schlecht ist, sondern schlicht besorgniserregend: die Beschreibung einer emotional, sexualisiert und physisch gewalttätigen Beziehung (im Text kurz: abusive) als sexy romance!story unserer Zeit.

Jenny Trout, deren Zusammenfassungen des Buches ich gelesen hatte, hat Folgendes dazu zu sagen (Übersetzung wie immer gern auf Anfrage):

I’m not exaggerating when I say that I fear for women. I fear for the women who embrace this book. I fear for the women who will raise their Greybies to be “gentlemen” like Christian and “strong women” like Ana. I fear for the lives of domestic violence victims to be, the woman who seek out their own Christian Grey and find him. I fear for the women who see their abuse experience reflected in this book, and who find no solace from people they used to trust, because they know that they’ll never be understood so long as 50 Shades is the greatest romance of our time. I fear for the children who will be born to dangerously flawed fathers because their mothers believe, from the example set in these books, that abusive men can change through the shared miracle of unwanted pregnancy.

Und dem kann ich nicht wirklich widersprechen. Es ist nämlich so: Es gibt Bücher, Serien und Filme, an denen ich Dinge auszusetzen habe. Oft sind es Sachen, die mit „-ismus“ enden, teils auch manipulatives Verhalten der Charaktere untereinander, das in dem Medium nicht wirklich kritisch angesprochen wird. Aber selten habe ich eine derart detaillierte und konsistente (schlüssige, anhaltende) Beschreibung von abusive Verhalten gelesen. Dieses Buch kann in zwei Richtungen gelesen werden: Eine umfassende Sammlung von red flags¹, das heißt Anzeichen für eine abusive Beziehung. Oder als Anleitung für Gewalt in Beziehungen. Was es angeblich sein soll: Die romantische (und sexy) Idealbeziehung unserer Zeit. Ich kann nicht ausdrücken, wie gefährlich das ist.
Und nein, ich rede hier nicht von dem BDSM-Teil, der so unglaublich naughty sein soll (obwohl da auch sexualisierte, emotionale und physische Gewalt vorkommt, weil Consent fehlt – nicht gespielt, sondern in echt). Ich rede von fast jeder einzelnen Interaktion zwischen den Hauptcharakteren.

Im folgenden werde ich einige red flags für Beziehungen aufzählen, die wiederholt im Buch abgehakt werden. Wenn ich mich noch erinnern kann, füge ich Beispiele hinzu.

■ Dein*e Partner*in versucht dich von Freund*innen und Familie zu isolieren

Einmal möchte Ana mit ihren Freundinnen ausgehen, während Christian nicht in der Stadt ist. Er kommt zurückgeflogen (!) und bestraft sie dann dafür, dass sie ausgegangen ist (nicht Teil der BDSM-Beziehung).

■ Eifersucht und Besitzdenken

Ana kann einen Typen nicht einmal mit dem Zehennagel ansehen, ohne dass Christian herbeigewetzt kommt und eifersüchtig wird. Von ihrem besten Freund hält er sie fern oder ist eifersüchtig, wenn die beiden miteinander reden, ihren Chef feuert er (in beiden Fällen ist auch ~Zeug~ passiert, aber ändert nichts an seiner ekligen Art) und als Ana sich einmal oben ohne auf ihrer eigenen Yacht sonnt, lässt er jede Zurückhaltung fallen, weil die (männlichen) Bodyguards!!!

■ Wenn du in der Gegenwart von Partner*in bist, weißt du nicht, wo dir der Kopf steht. Du bist dauernd emotional aufgewühlt, aufgebracht, unsicher

Selbsterklärend. Ana hat unendlich viele Monologe, in denen sie darüber nachsinnt, wie schlecht und kopflos sie sich fühlt.

■ Die Beziehungsstadien werden unglaublich schnell durchlaufen

Christian sieht sie, lädt sie zum Essen ein, fängt an krass besitzergreifend zu werden, macht sexuelle Anspielungen. Nach wenigen (3-5) Wochen ziehen sie zusammen, verloben sich, sie arbeitet (ohne es zu wissen) indirekt für ihn, Schwangerschaft usw.

■ Dein*e Partner*in kontrolliert dein Leben

Well. Christian nervt einfach so lange rum, bis er seinen Willen hat. Das erstreckt sich auch darauf, ob Ana ihr altes Auto behalten darf (nein), ihr neues von ihm gegen ihren Willen gekauftes Auto fahren darf (nein), kurze Sachen tragen darf, wenn sie rausgeht (nein) und entscheiden darf, dass sie gerade keinen Hunger hat (nein). Das, wohlgemerkt, wird alles im Buch nicht als Teil der BDSM-Beziehung dargestellt, so dass man mit „power exchange“ oder ähnlichem argumentieren könnte.
Nachtrag [04.08.14]: Da hab ich doch glatt eine riesige Sache vergessen; Christian kauft Anas Job. Sie betont, dass sie es alleine schaffen will, aber kurz nachdem sie eine Anstellung findet, stellt sich heraus, dass Christian die gesamte Firma gekauft hat. Weswegen er später in der Lage ist ihren Chef zu feuern.

■ Stalking

Schon ganz zu Beginn findet Christian erstaunlich viel Zeug über sie heraus, inklusive ihrer GPS-Daten als sie tanzen geht, um dort dann aufzutauchen.

■ Dein*e Partner*in tut sexuelle Dinge, die du nicht möchtest

Es passiert, mindestens zwei Mal, teils mit „dubious consent“, wo man im Nachhinein davon ausgehen soll, dass Ana es mochte. Sehr abgefuckt.

■ Manipulation

Ana erhält dauernd Geschenke mit Hintergedanken von Christian, die sie nicht ablehnen kann (weil er sie nicht lässt). Sie kriegt ein Notebook, damit sie erreichbar ist. Sie kriegt ein neues Auto, weil ihr altes zu unsicher sei – dass sie dann nicht fahren darf, weil das auch zu unsicher ist.

■ Emotionale Manipulation

Christian schmollt unzählige Male, bis er seinen Willen bekommt. Wiederholt weigert er sich auch mit ihr zu schlafen als Strafe (kein Teil der BDSM-Beziehung und es ist klar, dass das der einzige Grund ist – nicht dass er keine Lust hat).

■ Partner*in übernimmt keine Verantwortung für eigene Taten
■ Am Ende scheinst du immer das zu machen, was Partner*in will/zuzustimmen, weil es einfacher ist als dauernd zu streiten

Das sind die gesamten Bücher 2 und 3. Ana will irgendetwas, Christian will das nicht. Sie streiten ewig, bis Christian seinen Willen bekommt (wenn er die Situation nicht schon so manipuliert hat, dass es ohnehin geschieht). Im 3. Buch scheint Anas Wille einfach nur noch gebrochen und sie wendet teils nichts mehr ein, weil es ohnehin nichts bringt.

Eine weitere Liste mit konkreten red flags und Bezügen zum (1. Teil des 1.) Buch, könnt ihr hier auf Englisch nachlesen.

Ich kann nicht wirklich in Worte fassen, wie schlimm, gefährlich und verachtenswert ich diese Buchreihe finde. Ich kann nur sagen, dass es ab der Hälfte aufhörte Spaß zu machen zu lesen (obwohl ich eine lustige Review mit vielen Witzen gelesen habe!) und ich ohne Pausen nicht mehr weiterkam.

1 Wörtlich: rote Fahnen/Flaggen
2: BDSM: Ein Sammelbegriff für sexuelle Vorlieben, laut Wikipedia zusammengesetzt aus den Anfangsbuchstaben von „Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism“.

Serien-Empfehlungen – Teil 3

Schlagwörter: Hannibal – My Name is Earl – Adventure Time – Six Feet Under

Heute soll es den dritten Teil meiner Serienempfehlungen geben. Im ersten und zweiten Artikel stellte ich bereits insgesamt 6 Serien vor, es folgen weitere vier.
Hinter dem Seriennamen steht wieder, wo ich mich gerade befinde.

My Name is Earl (fertig) – Da ich über die Serie schon einmal geschrieben habe, zitiere ich mich selbst:

Earl ist ein Kleinkrimineller, klaut viel und bringt Leute anderweitig um ihr Geld, bis er im Lotto gewinnt. Er wird allerdings prompt von einem Auto angefahren und verliert das Los, was ihn glauben lässt, das Karma wolle von ihm, dass er all seine schlechten Taten wieder richte. Als er seine erste Tat wieder gutmacht, fliegt ihm sein Los zu. Dies überzeugt ihn gänzlich. Mit Hilfe des Geldes macht er sich im weiteren Verlauf der Serie an die Wiedergutmachung der gesamten Liste von schlechten Taten.

Was ich auszusetzen habe, steht recht ausführlich in dem verlinkten Artikel. Was ich mochte ist die Herzigkeit fast aller Charaktere und die teils absurden Storys. Es ist spannend in jeder Folge eine neue Geschichte zu hören, wie Earl jemanden übers Ohr gehauen hat und zu verfolgen, wie er es wieder gut macht. Aber Kritikpunkte gibt es auch eine Menge, deswegen stelle ich die Serie erst an dieser Stelle vor. Dazu wie gesagt mehr hinterm angegebenen Link. Eine Sache, die dort nicht steht: My Name is Earl wurde plötzlich abgesetzt und man bleibt mit einem Cliffhanger zurück. Nicht nett. Es lohnt sich aber trotzdem reinzuschauen.

Adventure Time (Anfang Staffel 5) – Adventure Time ist eine Zeichentrickserie über den letzten Menschen Finn und seinen dehnbaren sprechenden Hundefreund Jake, die wissenschaftlich gebildete Prinzessin Bubblegum uvm.
Wie der Name schon sagt, erleben Finn und Jake viele Abenteuer und lernen sowohl immer mehr Bewohner ihrer Welt kennen, als auch mehr über die Vergangenheit. Das sind teils Stellen, an denen es nachdenklich bis traurig wird und man sich die Frage stellt, ob man hier eine Kinderserie schaut (meine Einschätzung: Irgendwie nicht). Auch hat Adventure Time ein Händchen (Redewendung) für absurde bis gruselige/eklige Situationen.
Ich weiß, dass einige Leser*innen ganz und gar nicht mit dem „Ranking“ einverstanden sein werden, aber irgendwas hat mir gefehlt. Ich mag die Serie, aber die Frauenrollen waren mir dann doch zu zweitrangig. Wer es lustig, absurd und nachdenklich mit ein paar Lebensweisheiten mag, ist bei Adventure Time aber richtig.

Hannibal (Anfang Staffel 3) – Ach Hannibal. Kommen wir von den lustigen Serien zum Gemetzel. Bei Hannibal bin ich ausnahmsweise völlig up-to-date, was wahrscheinlich meine Bewertung verschlechtert. Denn die Devise lautet: all your faves are gonna die (alle deine Lieblinge werden sterben). Während man sich natürlich nicht beliebig vom Originalmaterial entfernen kann, ist es doch schwer anzusehen, wie all die sympathischen Charaktere sich Stück für Stück verabschieden. Und übrig bleiben mehrheitlich weiße Typen. Erstaunlich, wie das immer klappt.
Toll finde ich: das guuute Eeesssen, die Ästhetik der Serie (dunkle Farben, schön arrangierte Szenen, selbst wenn ein toter Mensch mittendrin liegt), die Kreativität der Mordfälle, die teils sehr feine Performance, Will Graham in Unterwäsche (ich vermisse dich, Staffel 1). Nicht (mehr) so toll finde ich das gestelzte, manchmal echt schwer zu verfolgende metaphorische Gerede der Protagonist*innen, das gen Ende gefühlt gar nichts mehr bedeutet.
Ich empfehle die Serie mit ein paar guten Freund*innen zu konsumieren, die einen starken Magen und ausgewählten Humor besitzen (denn Staffel 1 zieht runter, yo).

Six Feet Under (Anfang Staffel 5) – Ach ja, Six Feet Under. Meine Nemesis. In dem Drama Six Feet Under geht es um die Familie Fisher. Fisher Senior betreibt das Familien-Bestattungsinstitut bis zu seinem Tod, der den Beginn der Serie einleitet. Man verfolgt seine drei Kinder, seine Frau und seinen Angestellten Federico wie sie mit seinem Tod, ihren neuen Aufgaben (oder Freiheiten) und diversen Beziehungen fertig werden.
Das Hauptproblem dieser Serie ist Nate, Fisher Seniors erster Sohn. Nur ungern lässt er sich einspannen, um in seine Heimatstadt zurückzuziehen und im Familienunternehmen zu helfen (so weit so verständlich). Leider ist er der ich-bezogenste, weinerlichste Sack, der mir in all meinen Serien untergekommen ist. Er ist so schlimm, ich hasse ihn mehr als Xander (Buffy). In der letzten Staffel bin ich dazu übergegangen, jede Szene mit ihm zu überspringen, weil es mir andernfalls schwer fällt meine Wut zu kontrollieren.
Natürlich gibt es noch andere Figuren und die werden tatsächlich nicht von einem Stück Brot gespielt. Die Mutter Ruth, die sich langsam zu einem selbstbestimmteren Leben arbeitet, Sohn David, der seine und anderer Leute Probleme mit seiner Homosexualität konfrontiert, Angestellter Federico, der seine Ehe verkackt und Tochter Claire, die in ihrer Kunstschule auch eine Menge Drogen konsumiert, all sie haben ihre eigenen vielschichtigen Handlungsstränge. Ebenso Nates Freundin/Exfreundin/Freundin Brenda mit ihrer furchtbar aufdringlichen Psychologinnen-Mutter Margaret.
Was ist gut an dieser Serie? Bis auf Nate können die Leute wirklich schauspielern, die Leichen sind gut gemacht, es gibt im Vergleich mit andern Serien echt viele Frauenrollen, Themen wie Drogen-Abhängigkeit, gewalttätige Übergriffe, Traumata und psychische Krankheit werden angegangen. Mit Brenda und ihren Eltern sieht man auch ein unglaublich akkurates Bild einer dysfunktionalen Familie.
Leider liegen in der Behandlung dieser Themen auch die Schwächen der Serie, denn es folgt recht unnötige und gleichzeitig brutale heterosexistische Gewalt, es gibt einigen (nicht-kritisierten) Ableismus und letztendlich muss man auf Dramen stehen, um all die Schicksalsschläge und schlechten Entscheidungen der Familie Fisher zu verkraften. Was man Six Feet Under allerdings nicht vorwerfen kann, ist Eindimensionalität sowohl der Handlungsstränge als auch der Figuren.

Derzeit schaue ich noch:

  • Merlin
  • Supernatural
  • Dead Like Me
  • Friends
  • Game of Thrones (halbherzig)

Auf meiner Liste stehen:

  • Broad City
  • Brooklyn 99
  • Die Serie mit den Sanitäter*innen da, deren Namen ich vergessen habe
  • Girlmore Girls – nochmal schauen

So viel zu meinen Serienempfehlungen für diese Runde. Ich freue mich sowohl über eure Einschätzungen der vorgestellten Serien als auch Empfehlungen neuer Serien.

Serien-Empfehlungen – Teil 2

Schlagwörter: Pushing Daysies – Elementary – Buffy

In meinem letzten Blogpost zum Thema hatte ich meine drei liebsten Serien vorgestellt, nun kommen wir zum nächsten Abschnitt der Liste.
Hinter den Titeln steht nach wie vor, wo ich mich gerade in der Serie befinde. Die Liste selbst ist nicht als absolut zu verstehen – welche Serien ich jetzt genau wie viel mehr mag als eine andere, kann ich nicht genau sagen. Ich stelle lediglich vor, was mir gefallen hat und das bedeutet, dass ich jede der genannten Sendungen aus irgendeinem Grund mochte, unabhängig von ihrem Platz in der Aufzählung.
Spoiler: Ich habe keine Namen nachgeschlagen, deswegen garantiere ich für nichts, was die Rechtschreibung angeht.

Elementary (Anfang Staffel 2) – Elementary ist die bzw. eine US-amerikanische Adaption von Sherlock Holmes. Lucy Liu spielt dabei Watson, was viele furchtbar und ich super toll fand(en). An Holmes selbst musste ich mich wegen des hohen Rosses, auf dem er sitzt (Redewendung), erst einmal gewöhnen, aber als er anfing seine eigenen Fehler einzugestehen, wurde es besser. Die Serie selbst betont weniger die Morde/Kriminalfälle, die in jeder Folge vorkommen, als das Verhältnis zwischen Holmes und Watson bzw. auch den anderen Charakteren.
Mir gefällt besonders die Ästhetik der Serie, die „komm mal runter“-Einstellung von Watson gegenüber Sherlock und generell die liebenswerten Charaktere. Und wenn ich ehrlich bin, dass im Intro ein Cello zu hören ist, spielt auch eine Rolle.
Viel mehr kann ich zu Elementary nicht sagen, weil der zeitliche Abstand zur letzten Folge zu groß ist. Ich will aber unbedingt weiterschauen.

Buffy (fertig) – Buffy, die Kult-Vampirserie aus den 90ern, aus der wahrscheinlich alle anderen Vampir-Serien hervorgingen und die uns über drei Ecken 50 Shades of Grey eingebrockt hat. Aber lassen wir das kurz beiseite, denn das ist eine Anklage, die man schwer wieder gutmachen kann.
Ich stimme zwar nicht mit der weit verbreiteten Meinung überein, dass Buffy dieses feministische Glanzstück ist (einige Aspekte ja, andere hell no), aber mit fortschreitenden Episoden war ich dann doch von der Story gefesselt (außer Staffel 6, bitte erinnert mich nicht an Staffel 6). Die Teenagerin und Ex-Cheerleaderin Buffy kommt jedenfalls an eine Highschool in Sunnydale, weil sie aus ihrer alten ‚rausgeworfen wurde. Grund: Sie hat „die Sporthalle angezündet“. Das ist zwar korrekt, aber ganz war das nicht ihre Schuld, denn die Sporthalle war voller Vampire. Da das wenig überzeugend klingt, ist sie trotzdem geflogen. Auf der neuen Schule muss sie sich dann erst mal wieder ins soziale Gefüge einfinden, aber wird vor allem gleich mit ihrer Bestimmung konfrontiert: die einzige Vampirjägerin auf der Erde zu sein und nun eine Schule zu besuchen, die direkt über dem „Höllenschlund“ liegt. Vermehrte Monster-Action ist angesagt (und ein paar Weltuntergänge). Mit ihren neu gefunden Freund/innen, ihrem „Watcher“ Giles und einer Erzfeindin macht sie sich dann (widerstrebend) daran, die ersten Vampire und anderen Monster zu töten.
Was ich an der Serie mochte, sind die unironischen 90ies-Klamotten (hehe), Figuren wie die Lehrerin (und mehr als das) Ms Calendar, die fiese (aber tolle <3) Cordelia und im Wesentlichen alle anderen Figuren, außer den Hauptfiguren. Die Monster sind abwechslungsreich, die Bösewichte häufig cool und an unterhaltsamen Wortgefechten und peinlichen bis guten Wortspielen wird nicht gespart. Weniger lustig war das Schmerzensmann-Edward-Vorbild Angel, Nice Guy Xander, der ganze schmerzhafte Rassismus, sexistische Storylines und der meiner Meinung nach recht deprimierende philosophische Unterton der Serie. Auch sollte man sich damit abfinden, dass die Regeln des Buffy-Universums sich im Verlauf der Episoden ab und zu ändern. Ich habe jedoch bis zum Ende durchgehalten und das soll wohl etwas heißen.
Weiteres Buffy-Lesefutter von mir + Die detaillierten und unterhaltsamen Buffy-Reviews von Jenny Trout – Jupp, das ist die Autorin von den 50 Shades of Grey-Reviews.

This is why I love Cordelia. It’s not that she’s oblivious to what’s going on with other people, it’s that she just doesn’t give a shit.

Ich auch, Jenny Trout, ich auch.

Pushing Daysies (fertig) – Pushing Daysies ist eine unglaublich farbenfrohe Serie mit Lee Pace als eine der Hauptfiguren, was ich erwähne, weil ich ihn super knuddelig finde (er hat auch Thranduil im Hobbit gespielt, da ist er weniger knuddelig). Die Serie ist erdacht von Brian Fuller, der auch Dead Like Me und Hannibal zu verantworten hat und gerade fällt mir auf, dass Brian Fuller darauf steht Serien mit Toten zu machen. In Pushing Daysies jedenfalls kann Lee Pace, der „Piemaker“ Nat, Ned, Nate? Gott, ich hab zu viel Six Feet Under geschaut… Es war wohl Ned. Jedenfalls Ned will zwar Kuchen in seinem Café „Pie Hole“ backen, aber kann auch tote Tiere, Früchte, Menschen wieder zum Leben erwecken. Das kleine Problem ist nur, wenn er sie nicht innerhalb der nächsten 60 Sekunden wieder berührt und zur ewigen Ruhe schickt, wird ein anderes Lebewesen etwa der gleichen Größenkategorie sterben, das sich im näheren Umkreis befindet (Insekt für Insekt, kleines Tier für kleines Tier, Mensch für Mensch). Wenn er das Lebewesen länger am Leben lässt, kann er es nie wieder berühren, sonst stirbt es und bleibt für immer tot.
Aus dieser Fähigkeit ergeben sich dann auch zwei Storylines: Der Privat-Ermittler Emerson Cod entdeckt zufällig Neds Fähigkeit und möchte mit ihm zusammenarbeiten, da es viel leichter ist Mörder zu schnappen, wenn man mit den Leichen reden kann. Eines der ersten Opfer, dessen Tod sie aufklären wollen, ist jedoch Neds Kinder- und Jugendliebe, die er ein wenig zu lange am Leben lässt. Tada, Konflikt.
Pushing Daysies ist jedenfalls eine erstaunlich fröhliche Serie dafür, dass es regelmäßig um Leichen geht. Man könnte sie auch morbid nennen. Ich finde die (wenn auch leicht überdrehte) Art der Charaktere sehr nett sowie die hellen Farben und den Humor (ihr müsst gut zuhören, sonst verpasst ihr die Hälfte). Die Geschichten der Todesfälle sind vor allem extrem kreativ, der Erzählstil ist näher an Märchen als an dem ernsthaften Ton der meisten Serien.
Leider wurde Pushing Daysies nach nicht allzu langer Zeit, zwei Staffeln müssten es sein, abgesetzt. Man erhält ein hastiges Ende, aber es lässt einen doch mit der Hoffnung auf mehr zurück. Auch wird ein bisschen zu sehr auf „Probleme kreieren, indem Leute nicht miteinander sprechen“ gesetzt, aber seien wir ehrlich, an Pushing Daysies stört mich nicht viel, außer dass die Besetzung mehrheitlich weiß ist.

Lee Pace wie er niedlich in der Ecke steht – und oh ja, all die anderen tollen Figuren (mehrere Gifs hinterm Link).

50 Shades of Grey – Die Abrechnung (1)

In den letzten wahrscheinlich zwei Monaten habe ich die Zusammenfassung des „Buches“ 50 Shades of Grey (50SoG) durch Jenny Trout gelesen. Um genau zu sein, handelt es sich um eine „Trilogie“. Um noch genauer zu sein, handelt es sich um eine Twilight-Fanfiction, die wahllos in drei Teile zerschnitten wurde, damit die Autorin E.L. James mehr Geld scheffeln kann.

Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Fanfiction. Jedoch ist das erste kleine Problem von 50SoG, dass es schlicht und ergreifend das Plagiat eines anderen Buches darstellt, denn E.L. James hat jede einzelne Wendung und jeden einzelnen Charakter von Twilight verwurstet. Dass Edward in der Druckversion „Christian“, Bella „Ana“ und Jakob „José“ (subtiiil) heißen, macht da auch keinen großen Unterschied mehr.

Aber das ist erst der Anfang. Wenn ich aufgefordert würde zu beschreiben, was ich an diesem Buch hasse, würde ich der Einfachheit halber damit beginnen, was ich nicht hasse. Moment, ich muss überlegen. Oh ja, es gab da zwei Nebencharaktere: Der Bodyguard Taylor und die Haushälterin Ms. Jones, die Christians gebrauchte Kondome vom Boden aufheben und seine benutzten Buttplugs reinigen muss. Die beiden jedenfalls kommen zusammen. Die armen.¹

Also kommen wir dazu, was ich an 50SoG hasse, denn dafür sind wir ja hier. Wie gesagt, ich habe von den Büchern nichts gelesen, bis auf die Ausschnitte, die Jenny Trout regelmäßig in die Zusammenfassungen eingefügt hat. Ich fühle mich trotzdem ausgezeichnet in der Lage meine Einschätzung zu liefern. Vielen Dank.

Der Schreibstil

Den Schreibstil als „schlecht“ zu bezeichnen, wäre eine Beleidigung des Wortes „schlecht“. Und meine Ansprüche sind da eigentlich nicht so hoch – ich erwarte keine kunstvoll geschwungenen Phrasen, es würde mir schon reichen, nicht 10 Mal davon zu lesen, wie Ana (die das Buch in der 1. Person Präsens erzählt) rot wird. Bzw. lasse ich das kurz Cliff von Pervocracy zusammenfassen:

Okay, I searched the book, and there are:

  • 30 „holy crap“s
  • 39 „holy shit“s
  • 16 „holy cow“s
  • 7 „holy Moses“s

Also:

  • 100 „flush“es
  • 7 „double crap“s
  • 6 times C[hristian]G[rey] is „tousled“, 6 times he is „sculptured,“ and 11 times his eyes „blaze“

WRITING!

Hier ist also aufgezählt, wie oft die Ausdrücke im Buch wiederholt werden – Cliff redet, wohlgemerkt, vom ersten Buch, nicht der gesamten Trilogie. Was diese Aufzählung auch sehr gut illustriert, ist die unterirdische Ausdrucksweise von Ana. Welche 22-jährige (?) benutzt Flüche wie „holy cow“ oder noch schlimmer „double crap“? Vor allem denkt sie diese „Flüche“ in den unangemessensten Situationen. Sieht Ana Christians gigantisches Gemächt oder bekommt von seiner traumatischen Kindheit erzählt, denkt sie „Jeez“. Was zum…

Der Sexismus

Ana hasst alle Frauen. Alle. Frauen. Außer alte Frauen (>30), denn die sind zu vertrocknet, um ihr ihren Super-Ehemann wegzunehmen. Und die eine Schwarze Rezeptionistin. Ihr wisst schon, weil es „ich bin nicht rassistisch“ schreit, wenn man eine einzige Schwarze Frau einführt und die Protagonistin sich dann denkt, dass sie mit der sicher befreundet sein könne – ohne mit ihr mal geredet zu haben.
Ana hasst auch bzw. besonders Europäerinnen.² Und Blondinen. Also Naturblondinen, gefärbte Blondinen scheinen auf der Hassliste weiter unten zu stehen. Und dann hasst sie all die Frauen, die sich an ihren heißen Kontrollfreak ranmachen. Also alle Frauen unter 30, denen sie begegnen (die Frauen über 30 stehn auch auf ihn, sind aber nicht erwähnenswert, sh. „vertrocknet“). Und natürlich hasst sie auch Kate, ihre beste Freundin und den Alice(?)-Abklatsch, Christians Schwester – mit der Bella in Twilight sich eigentlich super gut versteht. Also ich hoffe, ihr habt verstanden, dass Ana alle Frauen hasst.

Die Hauptfiguren

Ich H.A.S.S.E Ana und Christian. Ich verabscheue sie, ich wünschte nur für sie würde eine Möglichkeit erfunden fiktionale Figuren zu würgen. Ich hasse Christian mehr. Aber ich hasse auch Ana. Ich hasse wie sie jedes Mal von der „Kate [Nachname] inquisition“ spricht, wenn ihre beste Freundin (!) ihr eine Frage nach ihrem Leben stellt. Ich hasse wie die beiden sich nach ihrer Heirat mit „Mr.“ und „Mrs. Grey“ ansprechen (nicht gelogen und es ist so. furchtbar). Und ich hasse alles an Christian. Alles. Aaaaalles. All-es. (Übrigens der Mann eurer Träume, falls ihr den Hype noch nicht mitgekriegt habt.) Zu den Gründen komme ich beim nächsten Mal.

Den Plot

Man sollte meinen, wenn man ein Buch plagiiert, das es immerhin schafft eine Geschichte zu erzählen, dass es eine Handlung geben sollte. Uhm. Nope. Also klar „kriegen sie sich oder nicht, Heiiiirat, Baaaabies“, aber das ist keine Handlung. Was stattdessen passiert, ist, dass E.L. James über die langweiligsten Sachen stundenlang fabuliert und dann bei den Szenen, wo normale Menschen einen Spannungsbogen aufbauen, einfach drüber hinwegfliegt oder – noch besser – gar nicht beschreibt, was dort geschieht. Dieses Buch ist spannungsmäßig wie eine niemals endende Fahrt mit einer Person, die nicht mit Gaspedal, Kupplung und Bremse umgehen kann, nur dass das Geschehen im Auto nicht erlebt, sondern erzählt wird. „Wir stoppten, nein wir rollten einige Zentimeter, es wurde auf das Gaspedal gedrückt, aber die Kupplung kam nicht, also ruckelte es. Mit einem stärkeren drücken des Gaspedals schossen wir nach vorne, aber dann wurde die Bremse gedrückt, wir wurden stark langsamer, aber hielten nicht an.“ IMMER WEITER BIS DU TOT BIST ES WIRD NIE AUFHÖREN.
Habt ihr American Psycho gelesen? Es gibt dort ganze Seiten, einmal waren es etwa 5, kleine Schrift, auf Englisch, in denen die unwichtigste Scheiße beschrieben wird. Das eine Mal ging es darum, wie toll irgendeine Typenband ist. 5 Seiten. 5 Seiten ohne Handlung, nur das einfältige Gelaber des selbstverliebten Protagonisten. Ich bin immer noch der Meinung, dass American Psycho schlecht geschrieben war. ABER DIESES KAPITEL WAR SPANNENDER als Anas Beschreibung, wie sie sich im Spiegel ansieht, Anas Beschreibung, wie man ein Auto fährt, Anas 50 mal wiederholte Beschreibung wie heiß Christian ist. Spannender als … alles.

Und Christians verdammter Hubschrauber? Heißt „Charlie Tango“. *weint in sir Kissen*

***********
Dies war der erste Teil. Im zweiten Teil schreibe ich über das Schlimmste an dieser Trilogie: Die Beziehung.

1 Es ist schön, dass sie zusammen kommen, aber ununterbrochen in der Gegenwart von Ana und Christian zu sein, kann ich ohne Zögern als Folter bezeichnen.
2 Wie in Jenny Trouts Zusammenfassung angemerkt, liegt das wohl daran, dass E.L. James Britin ist und manche Briten einen ausgeprägten Hass auf Europäer*innen (also Festländer*innen) pflegen. Dass dies für ihre US-amerikanische Protagonistin keinen Sinn macht, geschenkt.

Serien-Empfehlungen – Teil 1

Schalgwörter: Community – My Mad Fat Diary – Avatar

Hey! Lange nicht gelesen, wa? Hier bin ich jedenfalls wieder und weil ich in letzter Zeit in Serien ertrinke (ein gutes Problem – nicht wörtlich gemeint übrigens), dachte ich mir, ich schreibe mal darüber.
Ich wollte 10 Serien vorstellen und sie danach ordnen, wie sehr ich sie mag. Ich habe mich allerdings nicht entscheiden können, in welche Reihenfolge ich sie bringe. Also stellt euch die Abfolge als grobe Orientierung vor, aber wenn ihr an einer der Serien interessiert seid, bildet euch selbst eine Meinung. Ich beginne mit den Serien, die ich am liebsten mag und komme später zu den weniger beliebten, weil das überhaupt keinen Sinn macht und unintuitiv ist – mit anderen Worten: Ich habe schlecht geplant.
Teilweise benutze ich die Originaltitel, die im Deutschen verändert wurden, da ich einige Serien nur auf Englisch gesehen habe.
Hinter dem Seriennamen vermerke ich jeweils, ob ich fertig bin oder (grob), an welchem Punkt der Staffeln ich mich derzeit befinde. Wenn ich zu der Serie bereits etwas geschrieben habe, verlinke ich es nach der Vorstellung.
Spoiler versuche ich zu vermeiden.

My Mad Fat Diary (Anfang Staffel 2) – My Mad Fat Diary oder kurz mmfd, omg, oh my god! Zum Inhalt: Es geht um eine englische Jugendliche, Rae, die zu Beginn der Serie aus der Psychiatrie entlassen wird. Sie ist dick und hat infolgedessen mit Hänseleien, ihrem Körperbild und ihrem Verhältnis zu Essen zu kämpfen, sie hat in letzter Zeit irgendwie den Kontakt mit ihren Freund*innen verloren und das Verhältnis zu ihrer Mutter ist oft angespannt. Das ist der dramatische Teil dieser Dramakomödie. Sie schwärmt aber auch ausgiebigst für diverse Jungen/Männer, findet sich langsam in eine Gruppe von Jugendlichen ein und lässt sich nicht den Mund verbieten – dort beginnt die Komödie.
I fookin‘ lo‘ this series (oder irgendwie so, der englische Dialekt macht mich echt fertig). Die Serie spielt in den 90ern, alles ist so „ach damals“, es gibt so viele tolle Figuren, man verfolgt eine weibliche dicke Hauptfigur mit psychischen Problemen, die in den Mittelpunkt gerückt werden, wie cool/neu/ungewohnt ist das? Außerdem ist der Stil eine erfrischende Abwechslung zu anderen hochglanzpolierten Serien, wo man immer den Eindruck hat von außen hineinzusehen, weil alle so perfekt gekleidet und zurecht gemacht sind. (Gedankencredit geht an @baum_glueck)
Wie gesagt, ich liebe diese Serie. Sie bricht dein Herz, aber trotzdem willst du mehr.
Trigger-Warnung für selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen, sexualisierte Gewalt (letzteres in Staffel 1 in weniger krasser Form, aber wohl Folge 5 Staffel 2 aufpassen).

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Avatar – Der Herr der Elemente (fertig) – Avatar habe ich vor langer Zeit beendet, aber die Serie bleibt mir immer noch in schöner Erinnerung. Es ist eine Kinder-/Jugendlichenserie (?), in der es um Aang geht, der als Avatar das Bändigen aller Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft) erlernen muss, um die Welt retten zu können. So weit, so klassisch. Er zieht mit den Geschwistern Katara und Sokka eines Wasserstammes und später der Erdbändigerin Toph durch die Gegend.
Das Bändigen, wie auch die Kostüme, Nahrung und Gebäude der Serie sind an verschiedene asiatische Kampfkünste bzw. Nationen angelehnt. In dieser Serie ist also literally niemand weiß, amazing. Aber neben der Aufmerksamkeit für Details schätze ich vor allem den Humor der Serie, die gute Geschlechterverteilung und die entweder liebenswerten guten oder bewundernswert bösen Figuren. Stereotype werden auf den Kopf gestellt, wenigstens ein paar Charaktere mit Behinderung spielen eine Rolle (darunter Toph) und die Tiere sind einfach die niedlichsten. Koalaschafe? Schildkrötenten? Wer kann da Nein sagen. Alter Text zum Buch des Feuers (3. Staffel)

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Community (Anfang Staffel 5) – Ach Community, die Serie, in die ich vor nicht zu langer Zeit haltlos verliebt war.
Sie dreht sich um Jeff, den obligatorischen jungen weißen Hetero, ohne dessen Rolle wir alle kein Interesse an den anderen Charakteren hätten, und eine Gruppe von 6 weiteren Schüler*innen eines Community Colleges (scheint eine Mischung aus fortgeschrittener Schule und Volkshochschule zu sein). Sie alle lernen sich kennen, weil Jeff vorgibt eine Spanischlerngruppe zu leiten, um Britta, die weiße Feministin ™ der Show, ins Bett zu kriegen. Zum Verlauf von Jeffs Bemühungen möchte ich schweigen, aber die Gruppe selbst trifft sich von da an regelmäßig und zerbricht mindestens 6 Mal an lächerlichen Diskussionen über absurde Themen. Die Serie lebt dabei von Anspielungen an andere Filme und Serien, oft ist eine Folge selbst an ein bestimmtes Format angelehnt – Paintball-Folgen als Kriegsfilme oder wahlweise Star Wars, eine Kissenschlacht im Stil von Geschichtsdokus und der Tod einer Kartoffel wird ganz nach Law & Order – Special Victims Unit untersucht (Gott sei Dank ohne, you know, die sexualisierte Gewalt).
Mit der Diversity ist es ein bisschen komisch in der Serie. Die Gruppe vereint verschiedene Religionen und besteht aus 3 PoC und 4 Weißen. Des Rassismus tatsächlich bezichtigt werden allerdings auffällig oft nur die PoC (neben dem stereotypen alten weißen Rassisten). Auch gibt es einen bi- oder pansexuellen Charakter in der Serie. Der dient allerdings wegen seiner Fetische und Crossdressing-Tendenzen mehr als comic relief. Ye olde queer baiting¹ findet ebenfalls statt.
Community jedenfalls mag ich mal wieder wegen der Charaktere, aber auch wegen des guten Timings der Witze und wie man im Verlauf der Folgen ein komplexes Verhältnis zu den Figuren entwickelt. Die Referenzen auf Filme und Serien geben Community einen ganz besonderen Charme, den andere Serien in der Form nicht liefern können.

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So viel zu den ersten drei Serien meiner Liste, der nächste Artikel folgt hoffentlich bald.

1 Queer baiting: Eine Serie für queere Menschen interessant machen, indem man queere Charaktere/Beziehungen andeutet, aber nie tatsächlich bzw. ernsthaft umsetzt.

Bioshock Infinite für PS3 oder Rassismus ist nicht artsy

Dieser Artikel enthält Spoiler. Dieser Artikel ist ragey und negativ und wer Bioshock Infinite liebt, soll sich am Ende nicht bei mir beschweren.
Ich habe leider nur einen anderen Artikel zum Thema finden können, aber ich weiß mit Sicherheit, dass das Spiel vielfältig von Blogger*innen of Color kritisiert wurde. Wenn mich eins in die Richtung weiterverlinken könnte, wäre ich sehr dankbar. (Edit: Es gibt jetzt unten weiterführende Links.) Fangen wir an.

Ich fand den ersten und zweiten Bioshock Teil sehr hübsch (womit ich die Stimmung des Spieles, aber auch den Rest meine) und freute mich auf den dritten Teil. Dass wir uns nicht mehr unterm Meer befinden sondern über den Wolken schreckte mich nicht ab, obwohl es eine neue Stimmung hervorruft.

Rassismus, my old friend

Wir sind also mal wieder ein weißer Typ (ich dachte in den 40ern, scheint aber er sollte wesentlich jünger sein), der in die Himmelsstadt Columbia geschickt wird, um eine Schuld zu begleichen. Er bringt seinen Auftraggeber*innen ein Mädchen, sie tilgen seine Schuld, so der Deal.
Schon unmittelbar nach der Ankunft in Columbia wird klar, dass hier alles recht religiös zugeht – und weiß. Alle Leute in der betenden Menschengruppe, der wir begegnen, sind weiß. Das hätte eine erste unauffällige Kritik von Bioshock Infinite an der Gesellschaft in Columbia bzw. Videospielen allgemein sein können … wenn die vorherigen Teile nicht absolut unkritisch schneeweiß gewesen wären. Also kein Sternchen für dich, Infinite.

Während wir versuchen uns in der Stadt zurechtzufinden und die Mission voranzutreiben, wird ein erster Blick darauf gewährt, wie es hier läuft: Du gewinnst in einer Lotterie und dein Preis ist der erste Wurf. Auf was oder wen? Auf der Bühne vor dir werden eine Schwarze Frau und einer weißer Typ gefesselt zum Bühnenrand gefahren. Um sie herum gibt es kolonialrassistische Requisiten, die das Thema „jungle fever“ tragen. Die beiden scheinen demnach gegen die gesellschaftlichen Regeln verstoßen zu haben, indem sie sich miteinander einließen. Nun musst du dich entscheiden, ob du tatsächlich den Ball auf die beiden wirfst oder auf den Ansager.
Ich kann nicht für die Schwarzen Spieler*innen sprechen, aber ich würde mich an der Stelle schon mal nicht eingeladen fühlen. Mit rassistischen Bildern konfrontiert werden, nur um einen Aussage über die rassistische weiße Gesellschaft der Stadt zu machen – das hätte man auch anders bewerkstelligen können. Warum es an sich daneben ist, zur Wahl zu stellen, ob man das Pärchen oder den Ansager bewirft, erklärt Daniel Golding hier (allgemein ein lesenswerter Artikel zum Spiel und seinen Ansprüchen).

Aber diese Szene ist nur der Beginn rassistischer Sprüche und Darstellungen. Im weiteren Verlauf des Spieles fällt ca. 4 Mal das N-Wort, ebenso „Schl***augen“ und die rassistische Beleidigung amerikanischer Ureinwohner (in Worten, zu den Bildern komme ich gleich noch). Dies geschieht entweder, wenn über die nicht-weißen Aufständischen Vox Populi (latein. für „Stimme des Volkes“) gesprochen wird oder im Rahmen von geschichtsverzerrenden Darstellungen des Massakers bei Wounded Knee und des Boxeraufstandes (beides um die Wende zum 20. Jh. geschehen). Denn in diesem Spiel hagelt es nur so weiße religiöse rassistische Propaganda – die Propaganda an sich nichts Neues in den Bioshock-Spielen – und u.a. wird das deutlich gemacht in einer Ausstellung, die mit raumfassenden Installationen verzerrt, was damals wirklich geschehen ist. (Es handelt sich um reale Ereignisse der US-amerikanischen Geschichte.) Da gibt es rassistische Karikaturen von sowohl Chines*innen als auch amerik. Ureinwohner*innen – und die waren einfach nicht nötig. Ja, Propaganda funktioniert über, auch, rassistische Verzerrung der Gegner*innen, aber wenn du den Anspruch hast so etwas zu kritisieren, solltest du das auch tun. Die rassistischen Bilder noch einmal, aber schon ins Komisch-Groteske verzerrt, darzustellen, ist keine kritische Auseinandersetzung!
Das Spiel gibt dir nicht einmal eine Möglichkeit zu erfahren, was bei den Ereignissen wirklich geschehen ist, bietet also kein korrigierendes Gegengewicht zur Propaganda. Es wird lediglich enthüllt, dass andere weiße Typen da gekämpft haben, als die weißen Typen, die angeblich da gekämpft haben. Spannend. Aber das ist halt das Einzige, was dem Spiel wirklich wichtig ist, auch ’ne Aussage.

Revolutionäre, die auf Comstock starren¹

Nun könnte man noch hoffen: Vielleicht hält die Vox Populi ja was sie verspricht. Vielleicht räumt sie mit dem weißen Establishment auf und klagt es seiner Sünden an. *lacht erschöpft* Ja, nein.
Als ich die Anführerin der Vox Populi kennenlernte, war ich freudig überrascht. Eine Schwarze junge Frau, die eine anti-kapitalistische, anti-rassistische Arbeiterrevolution anführt, das ist doch erstmal geil, oder? Tja. Je näher die Revolution rückt, desto mehr zweifeln die beiden weißen (!) Hauptfiguren, dass es die richtige Entscheidung war zeitweise mit der Vox Populi zu kooperieren (oder zumindest ähnlich vorzugehen – Polizisten abknallen). Die weibliche Hauptfigur ist zwar schockiert, wie schlecht es den armen Schwarzen im Armenviertel geht (*Augenrollen*), das man auch besucht, aber das mit der gewaltvollen Revolution, das ist doch dann auch irgendwie … übertrieben? Und schließlich kommen die beiden zu dem Ergebnis, dass die Vox Populi nicht besser ist als der vorherige weiße, kapitalistische Herrscher, der Rassentrennung aufrecht erhielt. Japp, absolut vergleichbar. Keine Frage.
Das Ganze gipfelt mehr oder weniger darin, dass die Anführerin (ist euch schon aufgefallen, dass ich mir schlecht Namen merke?) ein Kind umbringen will. Wow. Ich mein, WOW. Jetzt ist sie nicht nur „genauso schlimm“ wie Comstock, sie ist auch noch eine gewissenlose Kindermörderin. Gefolgt wird das später von einer tränenreichen Nebenstory, wo ein weißer Typ aus der Armee, der ein Kind of Color für Informationen gefoltert hat, es dann bei sich aufnimmt. Can you spell w t f.
Als es dann übrigens dazu kommt, dass man nicht mehr nur weiße Polizisten, sondern auch Vox Populi abknallt, sind die auch mind. zur Hälfte weiß. Diesen Leuten sind Weiße so wichtig, dass sie überall sein müssen, AUCH IN DER NICHT-WEIẞEN REVOLUTIONSTRUPPE.
Und als Sahnehäubchen: Durch einen geschichtlichen Twist wird die weiße männliche Hauptfigur dann zu einem Held der Vox Populi. I just can’t.

Einschätzung

Was, noch mehr? Ja noch mehr Einschätzung.

Nun ist das eine Spielreview, ich möchte aber nicht davon ablenken, dass es sich um einen rassistischen Scheißhaufen handelt, darum nur kurz die restlichen Fakten: Plasmide heißen jetzt anders, machen aber immer noch Spaß. Man kann nur noch 2 andere Waffen tragen (plus eine extra Waffe für den Nahkampf), Waffen liegen aber überall herum, also keine Knappheit (auf Schwierigkeit normal). Ich mag die besonders starken Gegner, leider keine Hintergrundstory zu ihnen. Die Szenerie ist einfach nur amazing animiert. Ich liebe den Songbird. Zum Finale hin gab es 3 sehr nervige Bugs. Die Hintergrundstory war nicht mehr so gut erzählt wie in den vorherigen Teilen, die Auflösung war mir zu new-age-mäßig, obwohl sie andern gefallen hat.

Ein großes Verständnis-Problem im Spiel an sich war für mich noch, dass ich nicht mit US-amerikanischer Geschichte (und der US-amerikanischen Kultur) erzogen wurde, sondern der deutschen. Wir werden zwar in US-amerikanischen Sendungen und Themen nur so mariniert (RW = Redewendung), aber dieses Spiel ist einfach zu sehr auf ein US-amerikanisches Publikum zugeschnitten, um für mich in der ganzen Storyline zu funktionieren. Der wiederholte Bezug auf die Gründerväter z.B. hat für mich keine emotionale Bedeutung.

Fazit: Nicht die gleiche coole Stimmung wie in den vorherigen Teilen. Eine Story, die ich weniger packend fand. 1000% mehr PoC als in den Vorgängern und es trotzdem verkackt. Ultra-rassistische „anti-rassistische“ Storyline. 3/10.

Weiterführende Links:
Bioshock Infinite Privilege
Booker DeWitt and the Case of the Young White Lady Feels: a Bioshock Infinite review
Errant Signal – Bioshock Infinite (Spoilers) [Video] via @AranJaeger, TW rassistische Bilder

1 Schlechter Witz. Tut mir Leid. Comstock ist der oberböse Anführer der Stadt.

Buffy – Staffel 3 Folge 2: Die Nacht der lebenden Toten

Oder in Englisch „Dead Men’s Party“. Diese Folge ist so furchtbar und so ausführlich von Ana Mardoll kommentiert worden, dass ich mir die Mühe und den Schmerz spare.

Hier ist ihre unmittelbare Reaktion (hinter dem Link der vollständige Text):

Being the Chosen One isn’t what is going to mess up Buffy. It’s having these people as friends and family. I mean, for fuck’s sake, the actual, literal demons in this series treat each other better. Demons make better friends and family than the „good guys“! What. The. Fuck.

Hier ist ihre ausführliche Analyse.

Edit: Ich würde dem ersten Text hinzufügen, dass Cordelia, wie in vielen vorherigen Situationen auch, sich von Buffys Freund*innen am sympathischsten verhält. Wenn auch auf bissige Cordelia-Art. Nichtsdestotrotz ist sie die Einzige, die versucht sich in Buffy hineinzuversetzen und sie verteidigt, während Willow und Xander und *würg* Joyce (Buffys Mutter), nichts Besseres zu tun haben, als sie in Grund und Boden zu silencen.
Wenn die geplant „fiese“ Person deiner Gruppe die sympathischste ist, vielleicht nochmal über die Charaktere nachdenken…

Edit 2: Für die Lektüre auf Ana Mardolls Seite sollte man wissen, dass Rot13 benutzt wird, um über Spoiler zu schreiben. Einfach den nicht lesbaren Text kopieren, hier einfügen und auf „Cypher“ klicken.

Buffy – Staffel 3 Folge 1: Gefangen in der Unterwelt

Hallo miteinander. Um meine Blogging-Probleme zu brechen, hatte ich auf Twitter scherzhaft gesagt, ich bastele meine Tweets zu einem Artikel zusammen, inspiriert von Bäumchen, und das werde ich jetzt auch tatsächlich tun.

Dieser Post enthält gnadenlos Spoiler.

Ich habe vor nicht so langer Zeit begonnen Buffy zu schauen – für Uneingeweihte: Eine Serie aus den 90ern, in der die weibliche Hauptfigur Buffy „The Slayer“ ist. Das heißt ihre Aufgabe ist es Vampire zu jagen und allgemein Monster zu töten. Davon gibt es jede Menge v.a. in ihrer High School in Sunnydayle, weil ihre Highschool über dem „Hellmouth“, dem Höllenschlund liegt. Dabei helfen ihr ihre computererfahrene Freundin Willow, ihr nice guy ™ Freund Xander und die beliebte Schülerin Cordelia, die eher unabsichtlich zur Gruppe gestoßen ist.
Weiterhin gibt es Oz, den aktuellen Boyfriend von Willow, der ein Werwolf ist und Giles, Buffys Mentor, ein „Watcher“.

Da ich die Serie in Englisch schaue, werden sowohl einige Zitate als auch Begriffe Englisch sein. Ich garantiere nicht, dass deutsche Übersetzungen, die ich angebe, mit denen der deutschen Synchronisation übereinstimmen. Sie sollen nur dazu dienen klarzumachen, was mit den Begriffen gemeint ist.

An der Stelle möchte ich auch kurz sagen, dass es mir sehr wenig Spaß macht wegen Kleinigkeiten korrigiert zu werden – ihr wisst schon, auf die „DU HAST WINZIGE DETAILS NICHT 100% KORREKT WIDERGEGEBEN SHOOT HER*!!“-Art. Also bitte davon absehen.

Letzte Bemerkung bevor ich über die Folge schreibe: Ich habe v.a. angefangen diese Serie zu schauen, weil ich sie oft als ein unglaubliches feministisches Meisterwerk gelobt gesehen habe. Daher dachte ich mir, es wäre sicher cool sich die Serie mal anzusehen. Leider habe ich einerseits dagegen einige Einwände aufgrund der Folgen, die ich bereits gesehen habe (2. Hälfte 1. Staffel bis zu dieser hier). Andererseits lässt der Schaffer Joss Whedon selbst daran zweifeln, wenn er verkündet, dass wir uns nicht als „feministisch“ sondern als „genderistisch“ bezeichnen sollten. Welp.

Nun bekommt ihr eine bunte Mischung aus meinen Tweets (in den Zitaten) und ein bisschen Erläuterung/Kritik was in der Folge geschieht.

Screw this, Buffy time.

Wie wird wohl das DVD-Interface der 3. Staffel aussehen? Spannung. Electro. Ok.

Die Frage ist v.a. spannend, weil das DVD-Menü der zweiten Staffel a) unbenutzbar war, weil absolut unübersichtlich – verschnörkelte, schräg verlaufende Schrift in unterschiedlichen Größen – und b) Boob-Angel die ganze Zeit zu sehen war. Wer ist Boob-Angel? Das DVD-Menü ist so angelegt, dass es aussieht als wäre man auf einem Friedhof und wüde einen Kamera-Flug machen, bis man in einer Gruft landet. In dieser Gruft steht ein Engel. Leider nicht wie die klassischen Friedhofs-Engel, die, heraushängende Brüste oder nicht, nicht sexualisiert sind, sondern eine eindeutig sexualisierte Figur einer nackten Person mit Brüsten, an der man dann auch jede vierte Folge vorbei“fliegt“, um noch einmal eine Nahaufnahme zu sehen. Sehr nervig.
Das Menü der 3. Staffel ist immer noch schni-schna-schnörkelig, aber wenigstens nicht mehr schräg gedruckt -.-

Lol, Oz versucht n stake zu werfen. Und failt. :D

(Stakes sind die Dinger, die man Vampiren ins Herz stößt, damit sie sterben. Pfahl?)
Am Ende der letzten Staffel hat Buffys Mutter sie ‚rausgeschmissen, genau so wie Buffys Schuldirektor sie aus der Schule. Daraufhin hat sie Sunnydayle verlassen. Damit die Vampire nicht zu viel werden, haben jetzt Willow, Xander und Oz das Vampire-Jagen übernommen. Sie sind allerdings nicht so gut wie Buffy (bis auf Oz ja auch nur Normalsterbliche ohne überdurchschnittlich große Kraft und Kampferfahrung wie Buffy). Ihnen entgehen etwa 50% aller Vampire, wie man erfährt.

Buffy geht in transparenten Kleid ans Meer. o.ô Boobshot O.Ô

Ich meinte eher, dass der Fanservice mich nervt…

Eines der großen Themen dieser ach so feministischen Serie: Frauen in engen und kurzen Klamotten, allen voran Buffy. Als sie in der letzten Staffel schon die ganze Zeit Minirock getragen hatte, kam man auf eine neue Idee: geschlitzte Miniröcke! Wow.
Now don’t get me wrong: Wenn ein echter Mensch sich dafür entscheidet Miniröcke, Ausschnitte, whatever zu tragen: good for you! Nur weiter! Buffy und Cordelia (u.a.) sind aber keine echten Menschen, sondern Charaktere in einer Serie, denen eine bestimmte Kleidung verpasst wird. Einerseits fand und finde ich es cool, dass Buffy sich anscheinend sehr für shopping interessiert, sich beschwert wenn sie beim Kämpfen ein Fingernagel verloren hat usw., weil das kämpferischen Frauen* üblicherweise nicht zugestanden wird. Entweder „girly“ oder „cool“, aber beides darf selten zusammen gehen. Andererseits nervt es mich wirklich, wenn die Garderobe (und Aufnahmen) dadurch bestimmt wird, ob das heterosexuell-männliche Publikum auch ausreichend angesprochen wird.

Man sieht tatsächlich Sommersprossen auf Buffys Gesicht. Das waren auch die 90er.

Footballer: „If we not gonna have quite as many misterious deaths, Sunnydale is gonna RULE!“

Wie gesagt, die Schule liegt über dem Hellmouth und letztes Jahr sind eine ganze Menge Leute gestorben. Ich bin erstaunt, dass überhaupt noch Schüler*innen an der Schule sind und, na ja, Menschen in der Stadt.
Buffys Freund*innen, ihre Mutter und Giles fragen sich während die Schule wieder beginnt, wo sie ist. Sie hat natürlich keinen Grund an die Schule zurückzukehren, aber vielleicht zu ihrer Familie? (Die scheiße zu ihr war. Ihre Mutter hat sie in einer emotional sehr aufreibenden Situation wie gesagt ‚rausgeworfen. Mehr dazu bei Ana Mardoll.)
Die Szene am Meer war jedoch nur ein Traum, in dem Angel, ihr jetzt toter Vampir-Lover lebendig war. Als sie aufwacht, muss sie zur Arbeit in einer unbenannten Stadt. Dort jobbt sie als Kellnerin und wohnt in einer kleinen Wohnung. Auf Arbeit lernt sie auch ein Pärchen kennen.

Oh, Chanterelle/Lily is cute.

Lily, ein Teil des Pärchens, spricht sie nach der Arbeit an, ob Buffy mit ihr und ihrem Freund wohingehen wolle. Sie erinnert Buffy, dass sie sich flüchtig aus der letzten Staffel kennen (ok, sie sagt das anders), wo Buffy Lily und deren Goth-Vampir-Anbeter-Freund*innen das Leben gerettet hat. Diese Gruppe hat Lily nun hinter sich gelassen und scheint mit ihrem Freund auf der Straße zu leben.

Versteh nich, warum Buffy nich wenigstens ihre Freund*innen kontaktiert.

Es kam mir ein bisschen komisch vor, dass Buffy einfach wegfährt, in eine fremde Stadt und nicht z.B. schaut, ob ihre Mutter sich beruhigt hat. Das hätte ich intuitiv eher gemacht als anzunehmen, dass meine Mutter mich ernsthaft rausgekickt hat. Aber selbst wenn nicht, dass sie sich gar nicht bei den andern meldet, fand ich auch komisch. Zugegeben, die sind wesentlich kritischer ihr gegenüber als meiner Meinung nach Freund*innen sein sollten. (Mehr dazu auch bei Ana Mardoll.) Jedoch finde ich es intuitiv einfach keine logische Entscheidung, dass eine 16-Jährige gar nicht versuchen würde, auf die Leute zurückzugreifen, die sie – wenn schon nicht emotional, so doch mit Taten – unterstützt haben. (Das Alter erwähne ich, weil ihr dadurch ja noch größere Schwierigkeiten in den Weg gelegt werden alleine zu überleben.)
Und hier wird auch schon das große Theme der ganzen Serie deutlich: Alles ist deprimierend. Buffy erfährt von keiner der Personen, die ihr eigentlich helfen sollten, anhaltende Unterstützung. Sie wird entweder bevormundet (Typen), alle ihre Entscheidungen in Frage gestellt/abgewiesen (ihre Mutter) oder andauernd kritisiert (Freund*innen). Also natürlich nicht ausschließlich. Es gibt auch warme Worte, heart-to-hearts (vertraute Gespräche in denen man sich alles sagt) und Wiedervereinigungen, aber wenn ich eine Person nennen müsste, die Buffy immer unterstützen würde: mir fällt keine ein. (Auch das wieder deutlich bei Ana Mardoll analysiert.)

War’s in den 90ern normaler ohne BH rumzulaufen? Oder is das ne Buffy-Sache?

Es fällt auf, dass sehr viel weibliche Figuren ohne BH herumlaufen, allen voran Buffy. Ich weiß nicht, ob das ’ne Fanservice-Sache ist oder Brüste in den 90ern einfach mehr Freiheit hatten ;)

Aw man, Buffys mom, you are annoying.

Giles versucht derweil herauszubekommen, wo Buffy hinverschwunden ist. Als er von einer weiteren erfolglosen Reise zurückkommt, besucht er Buffys Mutter, um ihr davon zu berichten. Sie ist sichtlich in Sorge und wünscht sich, dass Buffy zurückkommt. Sie sagt, dass sie Buffy nicht die Schuld gibt – sondern Giles. Sie wirft ihm vor, er hätte eine viel zu enge Beziehung zu Buffy und deutet an, das sei umso schlimmer, weil sie nichts davon wusste. (Erst in der letzten Folge hat sie erfahren, dass ihre Tochter die Slayerin ist. Davor hat sie Buffy zwar dauernd gefragt, was schief läuft, aber keine sinnvolle Antwort von ihr erhalten, weil Buffy nicht verraten durfte, dass sie gegen Vampire kämpft. Dafür hat sie ihr dauernd vorgeworfen schlecht in der Schule zu sein, zu spät unterwegs zu sein oder dass sie mit Angel geschlafen hat. – Es war aus ihrer Sicht zu verstehen, dass die Situation frustrierend war. Buffy konnte sich ihr jedoch nicht anvertrauen und hat einfach immer mehr Kritik abbekommen.)
Die Sache ist, dass die Slayerin sich den Job nicht aussuchen kann und der Wächter halt die Slayerin unterstützt. Ja, Schicksal sucks, aber einer der Personen, die dem Schicksal folgt die Schuld daran zu geben, macht nicht so viel Sinn.

„Family Home“, wen das nich Sekte schreit.

Derweil in Wo-auch-immer-Buffy-ist: Sie lebt anscheinend im schlechten Teil der Stadt, viel Fixer, Obdachlose usw. Erstaunlich und unrealistisch weiß, übrigens – wie die ganze Serie. Jedenfalls läuft dort Ted, Ned? Daniel? Alex? Who cares. Also dort läuft Who cares durch die Gegend und spricht Leute an, die auf der Straße leben, dass sie in seine liebe Organisation kommen dürfen, wo er ihnen helfen und wieder Hoffnung geben wird. „Family Home“ ist allerdings meiner Meinung nach kein Vertrauen erweckender Name.

Lilys Freund ist verschwunden und sie bittet Buffy um Hilfe. Buffy lehnt ab, wird aber von Lily so lange belagert, bis sie doch hilft. Die beiden gehen zu einer Blutspende-Station, wo Lily und der Typ öfter waren, aber er soll nicht da gewesen sein in den letzten Tagen. Daraufhin teilen die beiden sich auf, um die Orte abzuklappern, an denen das Pärchen sonst war. Buffy findet in einer Fabrikhalle einen alten Mann auf dem Boden liegend, der das gleiche Tattoo trägt wie Lilys Freund. Er ist tot.
Als Lily und Buffy sich wiedertreffen, sagt Buffy, dass er tot ist. Lily möchte das nicht wahrhaben, sie streiten, Lily rennt weg.
Sie wird daraufhin von Who cares angesprochen, ob sie mit zum Family Home kommen möchte, ihr Freund sei auch schon da.
Derweil macht Buffy sich noch einmal auf die Suche nach Hinweisen.

Krankenschwester: What are you doing? Buffy: Breaking into your office and going through your private files.

Sie findet in der Blutspende-Station Unterlagen, die darauf hindeuten, dass Lilys Freund für etwas ausgewählt wurde, aber es ist unklar wofür oder warum. Buffy erfährt von der Krankenschwester, dass gesunde Spender*innen an das Family Home gemeldet wurden. Sie macht sich dorthin auf den Weg.

Lily wird derzeit „initiiert“. Ihr Freund ist weit und breit nicht zu sehen. Sie kniet vor einem Becken mit ’ner Glibberflüssigkeit. Buffy verschafft sich derweil Zutritt zum Family Home. Sie findet Lily vor und beide fallen durch den Glibber.

Wie sich herausstellt, ist Who cares der Anführer von irgendwelchen Dämonen-Heinies, die gesunde Menschen entführen, um sie dann in ihrer Paralleldimension jahrelang schuften zu lassen, bevor sie sie zu Erde hin wieder ausspucken. Da die Zeit auf der Erde viel langsamer vergeht, war Lilys Freund schon totgearbeitet, obwohl auf der Erde nur ein Tag vergangen war.
Klassischerweise versucht Buffy die Menschen zu befreien.

Buffy kämpft mit Hammer und Sichel gegen Leute, die andere versklavt haben. Hidden meaning??

Das war ziemlich lustig. Leider wird es mit der Rebellion nichts, als Who cares Lily bedroht. Er sagt völlig empört und ungläubig: „Humans don’t fight back. This is how this works!“ :D

„Let everyone know, this is the price of rebe… aaaaaah.“ Er wurde geschubst.

Von Lily. Was ziemlich cool war, weil sie bis jetzt immer von anderen Leuten geführt wurde, jetzt hat sie selbst Initiative ergriffen.
Buffy befreit natürlich alle und tötet Who cares. Sie entscheidet sich am Ende der Folge nach Sunnydayle zurückzukehren und überlässt Lily ihre Wohnung und ihren Job. In der letzten Szene steht sie bei ihrer Mutter vor der Tür, die sie in die Arme schließt.

Das Ding an dieser Serie ist, dass ich mich an sie gewöhnt habe und gespannt darauf war, weiterzuschauen. Ich fand sie im Verlauf der 2. Staffel auch nicht mehr so deprimierend wie zur ersten. Aber wo ich sie gerade auseinandernehme, ist es doch recht bedrückend.
Was Joss Whedon meiner Meinung nach nicht verstanden hat: Ein starker Frauen*charakter definiert sich nicht dadurch, dass man sie möglichst oft fertig macht und sie sich trotzdem nicht das Leben nimmt. Das ist um genau zu sein eine äußerst unfeministische Art Frauen*charaktere zu schreiben. Aber das ist das Theme, was ich in Buffy sehe.