Periodenschmerzen

Schlagwörter: Menstruation – Schmerzen – Blut

Da das Thema für einige Menschen ein Dauerbrenner ist (RW), heute mal: was bei Periodenschmerzen tun. Ich stelle euch einige Mittel vor, von denen ich gehört habe und einige Dinge, die ich selbst tu.

Ich besitze kein medizinisches oder sonstwie Fachwissen. Ich versuche natürlich, keine falschen Angaben zu machen, aber bei Medikamenten zählt nur, was in der Packungsbeilage steht. Und was eine Ärztin* eures Vertrauens euch sagt.



Jetzt geht’s los. Als erstes: was kann mensch bei Schmerzen unmittelbar tun.

Im Moment

(1) Bewegung.
Ich habe keine große Erfahrung damit, inwiefern welche Art von Bewegung helfen kann. Ich finde, dass ‚rumlaufen mich ablenkt, aber als einzige Maßnahme ist es für mich nicht ausreichend.

(2) Warm einpacken, Wärmflasche, warmes Bad, an Heizung kleben.
Da die Schmerzen oft u.a. durch Krämpfe kommen, empfiehlt es sich, die schmerzenden Körperteile und sich selbst gut einzupacken. Wenn mensch friert, spannt mensch sich an.

(3) Orgasmen.
Bei einem Orgasmus passiert irgendwelches Zeug. Ich könnte euch das jetzt erklären, wenn ich mich für Hirnchemie oder Biologie interessieren würde. Tu ich aber nicht. Jedenfalls kann ein Orgasmus stark schmerzlindernd wirken, weil entkrampfend.

(Die Reihenfolge der drei Punkte ist nicht zufällig. Entspricht der Wirksamkeit, die ich ihnen zuordne.)

„Ernährung“

Als vorbeugend gegen Krämpfe wird mitunter eine bestimmte Ernährung empfohlen. Sowohl

(1) Magnesium-Tabletten als auch
(2) bestimmte Nahrungsmittel (mit viel Vitamin A, Kalzium und Kalium)

Ich habe mich selbst noch nicht dazu durchringen können, bei einem der beiden Punkte konsequent zu sein. Magnesium-Tabletten hab ich ein, zwei mal für mehrere Tage vor der Periode genommen, aber keinen großen Unterschied gemerkt. Einerseits sind sie teuer, andererseits sollte mensch auch wissen, wie die am effektivsten dosiert werden. Ich weiß das nicht.
Wie hilfreich diese Ernährungstips oder Tabletten sind, kann ich also aus Erfahrung nicht sagen. Mir wurde jedoch berichtet, dass eine positive Wirkung bemerkt werden kann, wenn man beginnt, Magnesium-Tabletten 10 bis 12 Tage vor der Periode zu nehmen.

Medikamente

(1) Ibuprofen-Tabletten
Ibuprofen ist ein Wirkstoff, der auf lange Zeit die Niere schädigt. Jahrelange Einnahme kann zur Notwendigkeit von Dialyse führen. U.a. wirkt Ibuprofen auch blutverdünnend, deswegen Vorsicht bei der Einnahme vor Operationen o.ä.

(2) Paracetamol
Paracetamol wirkt auf die Dauer leberschädigend.

Schmerzmittel könnt ihr danach auswählen, wie sie bei euch wirken. Paracetamol schmeckt mir scheiße, wirkt vielleicht nach 2 1/2 Stunden und nervt mich unsäglich. Ibuprofen wirkt schneller (wenn auch nicht so schnell wie bei anderen) und spürbar. Dies alles hängt völlig von der Person ab!
In jedem Falle achtet auf die Packungsbeilage und seid euch der Langzeitwirkungen bewusst. Auch zu beachten: je länger man Tabletten einnimmt, dest weniger reagiert der Körper auf die gleiche Dosis. Das wollt ihr sicher so lange wie möglich hinauszögern. Nehmt NIE mehr pro Zeitraum als vorgesehen, weil die Organschädigung sonst schneller von statten geht (bei Ibuprofen ist eine Wartezeit von 6 Stunden vor einer erneuten Einnahme vorgesehen). Trinkt viel bei der Einnahme, z.B. Wasser, und nehmt die Tabletten vor dem Essen, dann wirken sie schneller. Trinkt allgemein ausreichend, während ihr die Tabletten nutzt (1,5 l pro Tag oder mehr), damit die Medikamente besser ausgeschieden werden.

(3) Aconit
Ein Schmerzöl. Ich bin noch nicht dazu gekommen es auszuprobieren, aber @KhaosKobold sagt es wirkt ;)

(4) Buscopan
Tabletten, die speziell entkrampfend und schmerzlindernd wirken. Die konnte ich auch noch nicht ausprobieren. Mir ist eine Person bekannt, bei der es gut gewirkt hat und viele begeisterte Menschen in einem Internet-Thread (wenn das mal nicht Werbung der Pharamindustrie war ;) Eine andere Person berichtete, dass entkrampfende Mittel ihr nicht geholfen haben.

(5) Die Pille, also eine Pille
Bei einigen Menschen mit Periode führt die Pille wohl zu weniger schmerzhaften Abbruchblutungen. (Man hat, wenn man die Pille nimmt, eigentlich keine Periode. Das Bluten wurde nur beibehalten, damit mensch sich nicht umgewöhnen muss … oder so.)
Ich kenne Personen, bei denen die Pille diese Wirkung nicht gezeigt hat. Ich nehme die Pille nicht, weil ich sie nicht mag und kann aus persönlicher Erfahrung deswegen nichts sagen.

Und sonst

(1) Eine Langzeitmaßnahme, die mir auch als erfolgversprechend berichtet wurde, ist ein Training der Bauch- und Rückenmuskulatur. Ich spreche hier nicht von keinen Schmerzen mehr, aber weniger starken. Hier muss ich auch noch ausprobieren, bevor ich Persönliches berichten kann.

(2) Erlaubnis sich freizunehmen
Erst vor Kurzem ist mir aufgefallen, dass ich während der Periode versuche zu funktionieren. Ich bin daher widerwilliger geworden, Schmerztabletten zu nehmen, nur damit ich es aushalte in der Öffentlichkeit unterwegs zu sein. Wegen einer Erkältung nimmt man sich halt frei. Periodenkrämpfe? Was auch immer. Ich denke, dass die Geringschätzung daher rührt, dass Menschen glauben, Perioden seien eine Frauen-Sache. Das stimmt schon mal nicht, führt aber zur üblichen sexistischen Abwehr und Kleinmachung des Themas. „So schlimm kann es ja nicht sein.“ „Aber du hast das doch dauernd. Willst du jetzt etwa immer frei nehmen?“ Bla bla bla.
Also: Leute, das ist ein echtes Problem. Starke Schmerzen zu haben, ist ein guter Grund dafür, sich freizunehmen (falls möglich, der Kapitalismus wartet nicht und vielleicht seid ihr gezwungen zu arbeiten). Seid extra nett zu euch, kauft euch was Schönes, wenn das drin ist (ja, ich rede mit dir, Schokolade). Macht sonderbare Dinge. Wenn ich unglaubliche Schmerzen habe, kann ich manchmal das Gefühl von bestimmten Sachen auf meiner Haut, die Anordnung der Gegenstände in meinem Zimmer oder sonstwas nicht leiden. Kein Ding, wird geändert. Alles, damit Schmerz-Knäul-Esme wenigstens nicht von sowas gestört wird.

(3) Leute loswerden, die die Schmerzen nicht ernst nehmen
Wisst ihr, wovon man richtig pissig wird bei unsäglichen Schmerzen? Leute, die scheiß Witze machen. Haltet die von euch fern, schmeißt sie raus, bewerft sie mit Wackelpudding. Wenn mensch Schmerzen hat, braucht mensch echt keine Ablenkung – außer die durch flauschige Katzenbabys.



Eine Liste von Kalium-, Kalzium- und Vitamin A-haltigen Nahrungsmitteln, weiteren Tips und anderen Lösungen für schmerzhafte Perioden findet ihr hier (in der verlinkten englischsprachigen PDF, S.9; bitte Blogtext beachten).

Jetzt natürlich die unvermeidliche Frage: was tut ihr anderes? Was tut ihr anders? Was hilft euch am meisten? Und: habt ihr das nicht-körperschädigende Mittel, mit dem man nie wieder Krämpfe hat, das ich unbedingt möchte???

Und ein zweiter wichtiger Disclaimer: euch wird auffallen, dass ich „Menschen“ geschrieben habe und nicht „Frauen“. Das liegt daran, dass nicht alle Menschen, die die Periode kriegen, sich als weiblich identifizieren. Und dass nicht alle Menschen, die sich als weiblich identifizieren, die Periode kriegen. „Menstruieren“ ist nicht untrennbar verbunden mit „weiblich sein“, weiblich sein nicht mit menstruieren. Ich bitte euch darauf zu achten, wenn ihr kommentiert. Benutzt „Menschen“, „Person“ oder „Leute“.

45 Gedanken zu “Periodenschmerzen

  1. Es gibt irgendeine Tablette speziell für Menstruationsschmerzen, habe ich mir sagen lassen. Im Grunde ist das aber auch nichts anderes als Ibuprofen mit „spezialisiertem“ Namen (gibt’s z.B. auch für Zahnschmerzen). Soweit ich weiß, soll Kampfer schmerzlindernd wirken (z.B. bei Rheuma), aber bitte nur äußerlich anwenden, da toxisch. Ich nehme bisweilen Tigerbalm gegen Spannungskopfschmerzen, finde aber Kirschkernkissen irgendwie wirksamer. Wärme finde ich generell sehr angenehm, zu dem Punkt möchte ich ergänzen: Badewanne. Ist warm, entspannend und wohltuend. Generell ist bei Schmerzen ALLES gut, was irgendwie aus dem Alltag rausführt.
    Bzgl. Pille: ich nehme sie, aber mehr deswegen, weil die Haut besser und die Periode regelmäßiger wird (ja, manche finden eine regelmäßige Blutung besser als eine ausbleibende…). Unterschiede in Bezug auf Menstruationsbeschwerden habe ich noch keine bemerkt, d.h., es zieht auch mit Pille. Allerdings gehöre ich zu den Happy few, die so oder so nicht gerade an Schmerzen während der Periode leiden.

      1. Naja, Verhütung ist ja auch nicht mein Zweck. Nee, es geht mir um die Haut, und da empfehlen viele Hautärzt_innen die Pille.

  2. Menshygiene sorgt bei mir für einen Unterschied. Seit ich einen Mooncup benutze statt Tampons, habe ich weniger Schmerzen.

    Wärme hilft mir, und wenn ich richtig Schmerzen habe, geht nichts über Schlaf! Schlafmangel (als ausgeprägter Spät-Chronotyp in Vollzeitlohnarbeit habe ich Erfahrung damit) dagegen sorgt eher für mehr Autsch.

    Und frei nehmen bzw. krank melden rockt. Allein schon, nicht in einem (meistens zu kalten) fremdbestimmten/-gestalteten Raum sitzen zu müssen, tut mir gut, wenn ich Mensschmerzen habe.

  3. Wärme finde ich auch total gut!
    Bei mir ist der erste Tag besonders schlimm, so richtig mit Kreislauf wegsacken und mehr oder minder jammernd irgendwo zusammen rollen. Lange habe ich Buscoban (Wirkstoff Paracetamol) genommen aber die haben ewig gebraucht, bis sie angeschlagen haben. Dann mal eben 2-4 Stunden komplett aus dem Verkehr gezogen zu sein und zu hoffen, dass der Weltuntergang schneller kommt, ist keine Lösung. Bin dann auf relativ starke Ibuprofen umgestiegen, die mein Leiden immerhin auf 20-30min verkürzt haben.

    Mittlerweile suche ich andere Wege. Wie oben erwähnt reibe ich mir ab dem ersten Vorwarn-Ziehen den unteren Rücken und Unterbauch mit Schmerzöl ein und nehme eine Tablette dieses „Dolormin für Frauen“ (Wirkstoff Naproxen, auf Dauer auch nicht ganz super für Leber und Niere aber das ist wohl bei allen Medikamenten so. Leber und Nieren sind halt die Entgiftungsorgane.).

    Eine Bekannte hat mir mal ein Rezept mit Rotwein empfohlen, das abgesehen davon, auch mal früh am Morgen was mit Rotwein zu trinken, gar nicht so schlecht war. Ich finds grade nicht, kommentiere aber, sobald ich es habe :)

    Das nicht-körperschädigende Mittel für ein Leben so gut wie ohne Krämpfe kenne ich, ist aber auf andere Art schwer machbar:
    nur von Rohkost ernähren + ein Leben ohne Stress führen

    Was mir abseits davon geholfen hat mit dem zu leben, was da so alle paar Wochen kommt, war, meinen Körper zu akzeptieren. Klingt etwas esoterisch und kommt sicher aus der Ecke aber es half mir, Schmerzen als Signale zu sehen, die auch ihr gutes haben. Mal nen Schritt langsamer zu machen oder wie du oben schriebst, sofern möglich, eine Weile aus dem Hamsterrad auszusteigen. Wenn mein Körper mir sagt, es geht nicht, dann geht es eben nicht. Um meinen bösen kapitalistischen Alltag halbwegs weiter zu verfolgen, weil auch ich nicht einfach ganz weg kann, laufe ich in der Zeit einfach langsamer.

  4. Noch ne Möglichkeit: Sich ne Gestagen-Pille verschreiben lassen. Das sone Verhütungspille, die man durchgehend nimmt jeden Tag. Manche menstruieren dann nicht mehr. Vorher recherchieren wär ganz gut, Hormone und so.

  5. @Khaos.Kind: Buscoban, was Du schreibst, ist das das Gleiche wie Buscopan oder was anderes? Oder bzw., was meinst Du mit „(Wirkstoff Paracetamol)“ dabei? Weil, falls es das Gleiche ist wie Buscopan, stimmt das nicht mit dem Wirkstoff. (also, Buscopan: hier das. Abgekürzt: tödliches Stechapfelgift – mir hats geholfen :D krampflösendes Mittel, Paracetamol: anders, Schmerzmittel.)

    Ansonsten: Yay Artikel, danke ♥ für den 2. disclaimer.
    Kann sonst nicht viel beisteuern. Bei mir: extrem unterschiedlich mit Schmerzen. Krass Stress-abhängig. Schlaf, Wärme, Entspannung, Tee, Bett&Serien schauen. Wenns halt geht. Irgendwo rumliegeb und ruhig atmen kann überraschende Ergebnisse haben.

  6. ahhh @Khaos.Kind: hab’s mir vermutlich grad selbst beantwortet mit dem Wirkstoff. Vermutlich meinst Du Buscopan plus? Weil, das ist ne Kombo aus Buscopan und Paracetamol, das würde es erklären.
    Find ich aber nen wichtigen Unterschied, Thema Leber-Schädigung.

    1. @kiturak
      Jetzt hab ich selbst nachschauen müssen. Ja ich meine Buscopan plus und da stehen als Wirkstoffe Paracetamol und Butylscopolaminiumbromid (also das Stechapfelgift). Meine vorherigen Angaben hab ich kurz gegoogelt und gar nicht darauf geachtet, ob es da einen Unterschied gibt.

      ad Thema Ergänzung
      Welche*r es aus verschiedenen Gründen bevorzugt, kann sich natürlich eine Verhütungspille verschreiben lassen. Ich muss allerdings sagen, dass ich keine Freundin davon bin. Nachdem ich sie abgesetzt hatte, stand ich erst mal 1,5 Jahre ohne irgendein Zyklusanzeichen da. Und seitdem (8 Jahre etwa) kämpfe ich noch immer mit äußerster Unregelmäßigkeit. Was wieder heißt, dass das mit den Magnesiumsachen bei mir äußerst schwer war, da ich einfach keine Ahnung hatte/habe, wann das nächste Blut kommt. Hab das daher auch sein gelassen, weil wie oben im Text steht, das hilft eher, wenn es schon ne Zeit vorm bluten eingenommen wird.
      Die Orgasmentheorie kann ich btw. bestätigen, allerdings besser bei eher leichteren Krämpfen, weil zu starke Schmerzen nicht gerade lustfördernd sind. ;)

  7. Ich bekomme leicht Kreislaufprobleme und nehme dann immer ein warmes (!) Bad, wenn es möglich ist. Sonst kann ich Dolormin für Frauen empfehlen.

  8. Hier der Versuch, die im nfp-forum angesprochenen Möglichkeiten aufzulisten.
    Was letztendlich wirkt, ist individuell.
    Einige Dinge wurden schon genannt, wie zB der Orgasmus und Möglichkeiten, den Bedürfnissen des Körpers und der Seele Raum zu geben.

    @Einnahme:
    Ingwertee (frisch)
    Magnesium im 2. Zyklusabschnitt
    Nachtkerzenöl (regelmäßige Einnahme, schätzungsweise 2. Zyklushälfte, müsste man noch mal nachlesen)
    Vitamin B6 im 2. Zyklusabschnitt
    THC (damit mach ich im Moment gute Erfahrungen)
    Prostaglandine vermeiden (Lebensmittel tierischen Ursprungs, Sperma)
    Blähende Lebensmittel vermeiden
    Zyklustee (insbesondere für den 2. Zyklusabschnitt)
    einige berichten von weniger Schmerzen, seit sie ihren Vitamin D-Spiegel im Auge behalten (auch: mehr Tageslicht)

    @Schmerzmittel:
    Schmerzmittel mit Naproxen, zB „Dolormin für Frauen“.
    Schmerzmittel mit Iboprophen, inspesondere Aktren Spezial
    Zudem wird empfohlen, die Schmerzmittel einzunehmen, bevor man sich auf dem Boden krümmt, also schon bei den ersten Anzeichen wie unangenehmes Ziehen etc.
    Um den Magen zu schonen, sind Zäpfchen eine Alternative.

    @äußere Anwendung
    Wärmepflaster
    Kinesiotapes für Menstruation
    Massage des Bauchraumes mit Menstruationsöl
    Akupressur (überm Kreuzbein gibt es jeweils eine kleine Kuhle im Beckenknochen, dort über mehrere Sekunden feste drücken. Und am Hintern unter dem Beckenknochen gibt es auch noch jeweils einen Punkt – man spürt, dass man richtig ist, wenn’s fies weh tut beim fest Draufdrücken mit dem Daumen)
    Akupunktur (TCM)

    @Menstruationshygiene
    Abschottende, stark behandelte Materialien vermeiden (herkömmliche Binden und Tampons wurden unter Zuhilfenahme starker Chemikalien entwickelt, manche enthalten zusätzlich noch sogenannte Superabsorber – sie können Einfluss nehmen auf die Schmerzintensität)
    Alternativen: Stoffbinden von Kulmine kann ich an dieser Stelle empfehlen (oder selbst nähen). Dort bekommt man auch Levantinerschwämmchen.
    Ein Menscup verstärkt manchmal bei mir die Schmerzen (durch den Ansaugdruck?), manchmal erleichert er sie. Ich wechsel die 3 Methoden also nach Lust und Befinden.

    @Bewegung:
    regelmäßige Aktivierung des Beckenbodens durch gezielte Übungen
    zB Luna-Yoga
    oder Bauchtanz

    @Lebensweise:
    Stress den Zyklus über vermeiden
    Eine neue, intensivere Auseinandersetzung mit der Menstruation und dem Zyklusgeschehen hat bei mir viel geändert und lässt ich die Mens besser annehmen. NFP und Menscup haben da viel zu beigetragen.
    Vor und während der Mens bin ich nachgiebig, was meine Essgelüste angeht und seien es 2 Tafeln Schoki am Tag.

    @andere Ursachen
    Eine Frau, die ich kenne, hatte Mensschmerzen, die mit nichts in den Griff zu bekommen waren. Erst nach über 1 Jahr Recherche und Bemühen mehrerer Ärzte wurde eine Fehlstellung ihrer Fußknöchel und ein leicht verkürztes Bein festgestellt. Eine Schuheinlage behob nicht nur die Fehlstellung, sondern auch die Mensschmerzen.
    Wenn Mensschmerzen sehr stark sind und über die Zeit immer schlimmer werden, kann eine Endometriose vorliegen, dazu bitte den/die Gyn befragen.

    @Pille
    ohne Abbruchsblutung: Suchwort Langzeitzyklus.

    1. naproxenpillen gibt es btw deutlich günstiger als dieser dolorminkram(der definitiv recht teuer ist)-wenn man medis kaufen will und klamm ist würde ich immer empfehlen, den namen des wirkstoffes

      (also-naproxen, ibuprofen,paracetamol, ketoprofen butylscopolamin) zu nennen und dann nach dem günstigsten generikum zu fragen. mensch kann da ne menge knete sparen-also nicht unbedingt reicher mensch vielleicht nicht sooo schlecht?

  9. Ich wollt übrigens nochmal anmerken, dass das mit dem „Körper-Seele-Einklang“-Dingsdabla auch nicht so ohne ist als Maßnahme. Das ist für viele Cisfrauen echt ne andere Sache als für viele, die das nicht sind. Heißt nicht, dass es garnicht geht oder so, klar. Ist immer ne Sache für Einzelne. Nur, grad wenn ich da woanders unterstützende Tipps mitbekomm, geht’s in der Richtung ganz oft um „eigene Weiblichkeit“ annehmen und so fiesen Kram. Das kam jetzt hier bisher nicht, bin ich auch echt dankbar für. Aber sollte eine_r auf die Idee kommen, in der weiten Welt nach mehr in der Richtung zu suchen, kann ich echt nur warnen. Krasse schädliche Langzeit-Nebenwirkungen möglich ;)

    1. Ich hab dieses echt geile Victim Blaming auch schon von ’nem Eso-Cis-Typen(!)-„Experten“ gelesen, dass Frauen (er meinte Menschen mit Periode) quasi Schuld seien an den Schmerzen, wegen was du genannt hast. *würg* Also word.

    2. Das kenne ich auch, hatte mir aber verkniffen, es anzumerken: eine Psychologin wollte mir einmal gar nicht glauben, dass ich kaum Mensbeschwerden habe, weil ich ja (ihrer Meinung nach) auch sonst „ein Problem mit meiner Weiblichkeit“ habe. Ha. Ha. Ha.

  10. Uaarrr das mit Weiblichkeit annehmen (und überhaupt diese esoterische Art von Victim Blaming). Ich komm ja selber ursprünglich mal aus dieser Frauenspiri-Ökofeministinnen-Ecke, und diese ciszentristische Mystifizierung der Menstruation gehört zu den Dingen davon, die ich nicht abkann.

    Was ich tatsächlich als hilfreich empfinde, ist, diesen Scham-Ekel-iiiih-Blut-Komplex loszuwerden. Zu wissen, was da in meinem Körper passiert, warum es passiert, und daß das OK so ist und die, die so einen „das darf mensch nicht sehen und nicht merken lassen“-Film fahren, das Problem haben und nicht ich, das hilft mir sehr. Das hat aber mit „Weiblichkeit annehmen“ nicht zwingend was zu tun.

    OK, Blutflecken auf Textilien finde ich tatsächlich bäh, aber das ist ein rein hygienisches Problem :)

  11. Radfahren und Laufen. Laufen bei mir schlecht, weil ich…meine Füße kaputtgemacht habe im Laufe der Zeit, Radfahren gut,aber man muss raus. Wenn Platz und Geld für ein (gebrauchtes) Ergometer da ist und es vorher mal probieren kann, probiere man es. Dürfte ähnlich wie Orgasmen über die Muskulatur im Unterbauch wirken, nur ned so direkt. Ich finde das auch nett, 2 Fliegen, nämlich „Sport machen“ und „Schmerzen lindern“ mit 1 Klappe zu schlagen. Und man kann auf nem Ergometer lesen. xD

    Auf Endometriose untersuchen und wenn vorhanden Wucherungen gleich entfernen lassen…allerdings ist das halt ein kleiner chirurgischer EIngriff.

    Bei mir helfen mittlerweile nur noch richtige Schmerztabletten wenns losgeht und permanente hormonelle Verhütung. Nicht optimal.

  12. N’Abend,

    ich verfolge High on Chliches schon länger, so aus Selbstbildungsgründen, aber bei dem Thema habe ich den Eindruck, etwas beitragen zu können, daher an dieser Stelle einmal ein Raustreten aus der Passivität und rein ins Kommentieren :)

    -mehrmals täglich Kräutertee (Schafgarbe oder Frauenmantel oder beides, möglichst selbstgesammelt, sonst aus der Apotheke)
    -Wärmflasche, Wärmflasche, Wärmflasche
    -früher Buscopan plus, aber ich meide inzwischen jegliche Tabletten, ich mag den Körper nicht mehr auf diese Art manipulieren
    (Nach acht Jahren „Pille“ blieb der Zyklus ein Jahr lang erst mal komplett stehen, inzwischen hat es sich eingependelt, Stärkere Schmerzen als mit „Pille“ kann ich nicht feststellen.)
    -Zucker meiden. Es klingt bösartig, aber mir hilft es.

    -„sich selbst mehr annehmen“ wirkt auch bei mir, z.B., nicht die ganze Zeit Selbstbeschimpfung betreiben, wenn es mir schlecht geht, sondern den Zustand akzeptieren – sowie akzeptieren, dass ich mit einer monatlichen Blutung geschlagen bin (nicht: die Schmerzen annehmen; aber die Blutung)

    -das mit der Rücken- und Bauchmuskulatur sowie viel Tageslicht kann ich bestätigen (viel geringere Schmerzen!)

    -ich arbeite in einem reinen Frauen*-Umfeld – deutlich verbessernd, weil offener Umgang mit der ganzen Schmerzproblematik, keine dummen Kommentare etc.

    1. Bei Blutung annehmen sind wir wieder bei der Problematik, ob das überhaupt zum eigenen Körperempfinden passt.

      Danke auf jeden Fall für die Tips, ich würde gerne auch so wenig wie möglich Tabletten nehmen, also werd ich das mal probieren.

      1. Hm, du hast Recht mit der Problematik.
        Ergänzend dazu – ich nehm die Menstruation als etwas Unabwendbares hin, das zu meinem Körper gehört wie, z.B., Brüste, auf die ich ebenso gern verzichten könnte (solang ich operative Eingriffe an mir selbst unbehaglich finde, muss ich mit dem allem leben). Nicht als: yay, Frausein.
        Ich setze mich grad mit der Genderfestlegung auseinander und hasse es zunehmend, dass jede_r mich sofort und auf einen Blick als weiblich festlegen darf. Nicht, weil ich ein Mann sein möchte. Ich wäre am liebsten nichts von beidem.
        Trotzdem hilft mir die innere Einstellung, d.h., das nicht mehr dagegen ankämpfen.

        (weshalb schreib ich dann Leserin als Pseudonym, frag ich mich grad selbst…einfach zu neu, die ganze Auseinandersetzung und noch mittendrin.)

        Zum Mensschmerzenkampf ohne Tabletten: Das mit der Muskulatur dauert echt. Ich würde sagen, nach sechs bis zehn Monaten gibts deutliche Unterschiede zu vorher. Bei mir eine Mischung aus körperlich anstrengender Lohnarbeit (quasi Krafttraining)+Yoga. Aber es lohnt sich. Ich war früher ein solches Wrack während der Blutung, inzwischen sind heftige Krämpfe sehr selten und immer nur im Zusammenhang mit Kopfstress.

      2. Ah, dann ist gut re: „Unabwendbares“ (also die Umstände sind natürlich nicht toll, aber deine Einstellung ist völlig logisch und es ist schön, dass es so für dich besser funktioniert). Ja, es ging mir eher um die „Nimm dein ‚Frau-Sein‘ an“, aber aus der Gegend kommst du ja nicht.

        Re: Dauer
        Ich hab’s bis jetzt ausgehalten, dann hab ich auch noch Zeit für den Rest ;) Also ich erwarte keine Wunder, aber find‘ schön, dass ich durch die Kommentare hier neue Ansätze habe, was ich ausprobieren kann, was nicht nur auf „bessere Tabletten“ hinausläuft.

  13. buscopan+pcm(kombitablette)=idr meine rettung. ich habe eh noch reizdarmsyndom und habe das zeug da genommen und mir hat es stets gut geholfen. seitdem ich mein implantat habe sind meine mens.beschwerden deutlich besser geworden, sonst nehme ich eben buscopan+ und die wämflasche. und aufmerksamkeit& betüddelt werden von einem menschen der einem selbst am herzen liegt und vice versa macht das natülich noch besser.

  14. Bei Magnesium sollte man aufpassen, dass man ein Präparat nimmt, das für den Körper auch gut verwendbar ist. Die billigen Brausetablettn aus der Drogerie enthalten meist Magensiumoxid, das kann der Körper nur sehr schlecht verwerten.

    Ich hab deswegen angefanen, Präparate zu nehmen, die Magnesiumcitrat enthalten (gibts z.B. von Verla in der Apotheke). Man soll es kurz vor und während der Tage auch ruhig richtig hochdosiert nehmen, empfohlen wurde mir 300mg am Tag (und Achtung, nicht kurz vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen sondern am besten abends vor dem Schlafengehen wenn die letzte Mahlzeit schon eine Zeit her ist oder morgens eine halbe Stunde vor dem Frühstück).Dann hatte ich noch den Tipp gehört, ein Antihistaminikum zu nehmen.

    Seitdem ich das kombiniere (nehme Ceterizin, eine abends) und mein ersten Ziehen direkt ein Schmerzmittel (Ibuprofen) einwerfe bevor die Schmerzen überhaupt schlimm werden, bin ich so gut wie beschwerdefrei (und früher hab ich echt gelitten). Kann nur jeder Frau empfehlen, das mal auszuprobieren, sowohl Magnesium als auch Antihistaminika haben keine üblen Nebenwirkungen, einen Versuch ist das wert.

    1. Nur dass Magnesium Verla zum Beispiel unglaublich teuer ist. Da kann man echt Unmengen an Geld loswerden, wenn man das mehrere Tage im Monat nimmt.

      Für mich ist „beim ersten Ziehen eine Schmerztablette nehmen“ auch kein gangbarer Weg, weil ich das hundertprozentig nicht über viele Jahre so handhaben will. (Was nur meine Einstellung dazu ist und natürlich nicht bedeutet, dass andere das nicht so machen dürfen. Besonders bei starken Schmerzen ist es echt nicht schön, wenn man lange mit der Einnahme wartet.)

      1. hmm, also ne 50St Packung mit 300g-Beuteln kann man für ca. 10€ kriegen – wenn man das für 7 Tage pro Zyklus nimmt rechts für 7 Zyklen, also ca. ein halbes Jahr. Finde jetzt nicht, dass das „Unmengen“ Geld sind.

        Zum „Beim ersten Ziehen“ ein Schmerzmittel nehmen: Wenn man eh Schmerzmittel nimmt, kann man mit dieser Strategie die Gesamtdosis sehr reduzieren, so wars bei mir zumindest (von teilweise 3 Tabletten pro Tag über mehrere Tage auf insgesamt 2-3 Tabletten). Wobei ich alle verstehen kann, die prinzipiell keine Schmerzmittel nehmen möchten. Mir ist auch nicht 100%ig wohl bei dem Gedanken, über Jahre bzw. Jahrzehnte regelmäßig sowas zu nehmen, aber momentan nicht anders machbar.

  15. Die meisten Tipps, die hier schon beschrieben wurden, helfen bei mir auch, zumindest ein wenig. An Yoga-Übungen kann ich noch folgende Anleitung empfehlen: http://www.youtube.com/watch?v=txDEHIg9HKE
    Ich mache das immer sofort, wenn die Schmerzen beginnen – zur Beruhigung sozusagen, und mir hilft es wirklich. (Das „Gerede“ der Lehrerin hat mich anfangs immer gestört, ist wohl Geschmackssache.)

  16. Meine „Liste“ wenn die Mens kommt
    – am idealsten, wenn mensch sich in den Zyklus reinbewegt (Tanzen, Radfahren, Beinarbeit)
    – duschen, sehr warm
    – viel Tee trinken (Grüntee, weißer Tee, Kamillentee, Früchtetee), mind. 3 Liter pro Tag
    – während meiner Mens mag ichs warm am Rücken, aber sonst kalt
    – Da ich unter Rückenweh leide, mach ich dann auch viel Rückensport, Dehnen und Beckenbodentraining
    – Schmerzen hab ich kaum, wenn ich halbwegs im Normalgewichtbereich bin, drunter tuts scheiße weh (keine Ahnung wieso, hab mir eine unprofessionelle Erklärung zusammengebastelt)
    – rein pfanzliche Ernährung

    Tabletten mag ich überhaupt nicht, die Idee mit der Embryostellung beim Liegen führt bei mir dann eher zu Übelkeit.

    Schönes Thema, eigentlich mag ich total gern drüber reden, nur gerade nicht, ist auch ziemlich viel was mir da immer so im Kopf rumgeht… wüsste garnicht wo anfangen ;)

    Noch was…früher hatte ich die Möglichkeit, mich in den Menstagen etwas auszuklinken und musste nicht überaus schön (angezogen) sein, deshalb ließ ich meinen Körper einfach tun und las gemütlich Bücher- geht jetzt nicht mehr und zum Teil schäme ich mich dafür, dass ich etwas „verlottert“ war.

  17. danke fürs thema!
    als ich noch zur schule ging, hatte ich null ahnung, was man gegen die schmerzen unternehmen kann. ich dachte, ich muss das aushalten. mein frauenarzt war da leider auch sowas von keine hilfe.. es war die hölle.

    heute greife ich hauptsächlich zu tabletten um das ganze zu überstehen:
    wenn es losgeht (noch bevor die schmerzen da sind) nehme ich schonmal vorsichtshalber eine ibuprofen 400,
    wenn es schlimmer wird, nehm ich noch eine zweite,
    bei krämpfen kommen noch 2x buscopan dazu.
    dazu brauch ich immer noch eine schoki.
    und dann gehts :)

  18. viele haben in ihren kommentaren erwähnt, dass sie die pille für einen regelmäßigen zyklus und gegen persiodenschmerzen nehmen. ich will denen, denen hormone gegen starke schmerzen helfen das keinesfalls absprechen, möchte aber auch meine gegenteiligen erfahrungen teilen.
    ich hab 9 jahre lang die pille genommen und in den letzten 2-3 jahren wirklich heftige krämpfe gehabt, so mit nachts aufwachen und nicht mehr einschlafen können vor schmerz. nach absetzen und 1,5 jahren zyklusschwankungen habe ich heute wieder nen regelmäßigen zyklus und überhaupt keine krämpfe mehr. die schmerzen kamen bei mir also durch die pille. die pille ist also auch beim thema mensschmerzen kein wundermittel, sondern eine gut abzuwägende option!

    zum umgang mit schmerzen:
    bei schwer auszuhaltenten krämpfen habe ich mir naproxen-tabletten (gibts von ratiopharm sehr günstig, ist der gleiche wirkstoff wie „dolormin für frauen“) besorgt, die haben gut geholfen und die schmerzen fast ganz unterdrückt.
    um schmerzen zu lindern von einem nicht-auszuhaltenden schmerz auf ein erträgliches maß an unwohlsein haben mir zwei dinge sehr geholfen: 2 mal täglich hochdosierte magnesium-brausetabletten aus der apotheke am an schmerzstarken menstagen und frauenmantel-tee (da hab ich mir immer ne thermoskanne voll gemacht und alle 1-2 stunden eine kleine tasse von getrunken)

  19. Danke erstmal für den Eintrag!
    Mir hilft auch wohlige Wärme und was „natürliches“: Kiffen, das wirkt entkrampfend und ist auch nicht schlimmer von den Nebenwirkungen als Tabletten. Der Tag ist dann eh auf Ruhe eingestellt, also ist das für mich die entspannenste Variante…

  20. Ich habe mich auch jahrelang mit Schmerzmitteln während der Tage beholfen.
    Da ich angefangen hatte recht viel Sport zu machen habe ich immer wieder Magnesium genommen (Diasporal aus der Apotheke) und seither hat sich das mit den Perdiodenschmerzen erledigt. Das war bei mir ein richtiger schwarz/weiß-Effekt. Das Magnesium musste ich allerdings mindestens 1 Woche vor dem Menstruationsbeginn nehmen, sonst bringt es nichts.
    Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das Magnesium 100 % richtig dosiere, aber ich fühle mich wohler bei dem Gedanken das Magnesium zu nehmen, als mir diverse Schmerzmittel reinzupfeifen, wie ich es davor tat.
    Allen wünsche ich eine schmerzfreie nächste Periode.

  21. Bei mir bewirken Orgasmen (und genitaler Sex allgemein) während der Periode genau das Gegenteil, also ich bekomme richtig furchtbare Krämpfe davon.

    Meine Erfahrung mit Schmerztabletten bei Regelschmerzen ist gut, also mir geht es sehr viel besser mit als ohne. Ich brauche sie allerdings auch nicht jedes Mal.

  22. Als betroffener Mensch vielen Dank für diesen Artikel und auch die vielen hilfreichen Kommentare. Da ich eine ganze Weile netzlos war, will ich auch noch mit ein wenig Verspätung einige vielleicht hilfreiche Ergänzungen als Dank beitragen:

    1. Zur Bewegung – bäuchlings auf solch einem Gymnastikball, wie sie beispielsweise für rückenschonendes Sitzen angeboten werden, legen und herumrollen. Hat eine entspannende Wirkung. Eine Mischung aus Massage und Ablenkung.

    2. Medikamentöse Ergänzungen: Wenn es ganz arg kommt (bei mir wenn ich gerade mal wieder versuche die Pille abzusetzen, welche bei mir tatsächlich enorm gegen die Krämpfe hilft) setze ich persönlich auf Spasmalgan-Zäpfchen. Da ich in den ersten Tagen der Periode auch zum Erbrechen neige und Tabletten somit Schwierigkeiten haben, drin zu bleiben und ihre volle Wirkung zu entfalten (was oft eh gefühlt unerträglich lange dauert, so es denn überhaupt hilft) sind Zäpfchen in dieser Angelegenheit eine wahre Erleichterung. Diese Spasmalgan-Zäpfchen wurden mir einst vom Personal irgendeines Krankenhauses empfohlen, in dem ich landete, als ich auf der Straße „nur“ wegen Regelschmerzen zusammenbrach. Leider habe ich keine Ahnung über eventuelle Spätfolgen. Allerdings denke ich einfach mal, was so gut hilft, so wahnsinnig schnell und effektiv wirkt, kann einfach langfristig nur schädlich sein (ich will es lieber gar nicht wissen). Für mich dennoch sparsam alle Jubeljahre eingesetzt ein echtes Wundermittel, bei dem auch immense Schmerzen und einhergehende Beschwerden merklich innerhalb von Minuten abklingen (nein, ich bin nicht von der Pharmaindustrie, sondern aufrichtig begeistert :p)

    3. Die Pflanzliche Schiene: Eine mir überaus nahestehende Person schwört auf Agnucaston. Ein pflanzliches Mittel, welches wohl stets einige Tage vor Einsetzen der Mens genommen, Schmerzen gar nicht erst aufkommen lassen soll. Menschen mit unregelmäßiger Periode haben von diesem Mittel also eher wenig.

  23. Der Vollständigkeit halber will ich noch drauf hinweisen, dass sehr starke Schmerzen nicht normal sind (… wird gerne gesagt, ich weiß nicht genau, wo die Medizin da die Grenze zieht, Regelschmerzen sind schließlich stark verbreitet) und ein Hinweis auf Endometriose sein können. Im Zweifel also mal bei der*m Gynäkolog*in nachfragen.

  24. Nachgereicht, da ich eben erst auf den Artikel gestoßen bin:
    Bei mir hilft während der Schmerzen tatsächlich sanfte Dehnung am besten: Auf Boden oder Bett legen, Beine aufstellen (hüftbreit auseinander, wie das beim Yoga so schön heißt) und Knie nach außen fallen lassen. Die Füße liegen dann mit den Fußsohlen aneinander. Ggf. noch sanft die Hände auf die Knie legen und die Beine weiter nach unten dehnen. Ist erst mal kontraintuitiv, weil der Instinkt sagt „zusammenrollen!!.“ Wirkt bei mir aber wahre Wunder, zumindest wenn es um die Krämpfe während der Periode geht.
    Kurz vor Einsetzen der Periode allerdings bin ich unregelmäßig auch eine aus der Fraktion „auf der Straße umfallen“ (rüberwink zu DillEmma). Angeblich keine Endometriose, wobei die Ärztin sich noch nicht ganz sicher ist. Da ich keine Lust habe, (nur) wegen der Schmerzen die ganze Zeit Hormone (sprich die Pille) zu nehmen, halte ich mich mit Ibuprofen, Wärmflasche und Dehnübungen über Wasser. Zum Glück bin ich selbstständig und kann mich im Fall der Fälle einfach verkriechen.
    Nach euren Kommentaren überlege ich, demnächst mal Naproxen oder Buscopan auszuprobieren. Andererseits: Never change a running system… Mal sehen.

  25. Mir hilft es auch, mir den Unterbauch zu streicheln/massieren – wenig Druck, kreisförmige Bewegungen. Dummerweise hät die Wirkung nicht an, d. h. sobald ich aufhöre, tut’s wieder weh. Aber für die Wartezeit, bis die Schmerztablette wirkt, ist das ganz gut.

  26. Hallo, mein Thema. Jahrelang hat nichts geholfen, für Ärzte/Ärztinnen war das „halt normal“. Bis hin zu dem großartigen Ratschlag: „Nach dem ersten Kind ist das meistens weg.“ Ähm ja…. Danke.

    Aber, durch Zufall bin ich an eine Gynäkologin geraten, die mir Keuschlammfrüchte/Mönchspfeffer verschrieben/empfohlen hat. Zur Zeit nehme ich jetzt Biofem von Hexal.

    Noch kurz: ich nehme keine Pille, weil die nach einigen Monaten in dem Bereich nicht mehr geholfen haben oder Nebenwirkungen aufgetreten sind.

    Nachteil: mensch muss es jeden Tag über einen gewissen Zeitraum nehmen, damit es wirkt. Sie meinte, dass es aber nicht so dramatisch sei, mal einen Tag zu vergessen. Wichtig sei eben den Wirkstoffspiegel aufzubauen und dann zu halten.

    Vorteil: bei mir funktionierts. Rückenschmerzen vor der Periode haben deutlich abgenommen, Krämpfe sind wesentlich verringert. Dennoch nehme ich weiterhin mein hochdosiertes Magnesium und Ibuprofen, allerdings wesentlich weniger, habe meine Einnahmemenge bestimmt halbiert. Auch die PMS schlägt nicht mehr so drastisch zu.
    Insgesamt habe ich das Gefühl, dass es von Monat zu Monat besser wird, auch wenn der ganz große Sprung sicherlich im ersten Monat gelegen hat.

    Also wie gesagt, im Moment würde ich es vorbehaltlos weiter empfehlen.

    Ich hoffe, dass es Euch auch hilft. Auf andere Erfahrungen wäre ich gespannt.

  27. Was mir noch sehr geholfen hat: kein Koffein.
    Starker Konsum von Kaffee oder Schwarzem Tee verstärken die Krämpfe massiv.

    Was mich jedes Mal massiv ärgert: In DM & Co gibt es riesige Abteilungen mit Mitteln gegen jedes Alltagswehwehchen. Aber nix gegen Menstruationsbeschwerden. Tee gibt es auch nicht fertig abgemischt.
    Das verstehe ich einfach nicht, das trifft in der werberelevanten Zeilgruppe der 14- 49 jährigen bestimmt 30% und trotzdem muss man sich mühsam durch Ärzte und Apotheken fragen. Das nervt massiv.

  28. Ich bin per Zufall auf den interessanten Blog gestossen, da ich auch unter starken Periodenschmerzen leide..( und sonst auch andere krankheitsbedingte Schmerzen habe) Ich vertrag nichts in der ersten Medikamentengruppe ( Paracetamol-Allergie und Unverträglichkeit bei ibuprofen.). Bevor ich die Allergie bekam, hatte ich Zaldiar ( sehr empfehlenswert). Das ist eine Kombination aus Tramal und Paracetamol. Nur leider geht das nun nicht mehr, daher bekam ich Tramal. 20 Tropfen davon haben mich von den Periodenschmerzen befreit. Es ist rezeptpflichtig. Achtet darauf, dass Euer Arzt euch fahrtauglich schreibt, wenn ihr damit klarkommt, und nehmt einen Arzneipass, denn Tramal ist ein leichtes Opioid. Dazu helfen Baden/Wärmepacks/Bett und Magnesium, dass es mir gut geht. Und : wenn ich meine Tage habe, dann müssen Arbeitgeber, und der Rest der Menschheit es eben akzeptieren. Wer mir da dumm kommt, der kann grad wieder rausmarschieren.

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