Von Limbo bis Dead Space 2 [—o-]

Auch erschienen auf takeover.beta

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Schlagwörter: Videospiele – Bioshock 2 – Tiefsee

Finally, bevor ich es ganz vergessen habe, komme ich zu

Bioshock 2

Wir befinden uns erneut in Rapture, einer Unterwasserstadt, die es grob gesagt Reichen ermöglichen sollte, sich dem staatlichen Zugriff zu entziehen. Inzwischen ist das Ganze allerdings schon völlig den Bach (haha, viel Wasser … *räusper*) ‚runtergegangen (RW). Wir bewegen uns durch mal mehr mal ein biiisschen weniger verfallene Räume, denen man den zunehmenden Einbruch von Wasser ansieht. Oft sind Boden und Wände schon von Wasserpflanzen überwuchert. Die Elektronik funktioniert allerdings noch erstaunlich gut, weswegen wir uns an diversen Automaten Gesundheit, Munition, Waffenupdates und Plasmide kaufen können.

Obwohl ich diesmal tatsächlich (Ton-) Dokumente zur Story konsumiert habe, die man entlang des Weges findet, vertraue ich nicht ganz darauf, dass ich die Story richtig wiedergebe. Wir (d.h. die spielende Person) sind ein Big Daddy. Wir wurden zwar vor einigen Jahren von der einflussreichen Therapeutin Lamb erschossen (bzw. zum Selbstmord gezwungen), aber Magic oder was auch immer.

Kleine Ausführung für nicht-Bioshock-Menschen: Iiiiin Rapture kann man sich „splicen“. Mithilfe von „Adam“, einer Flüssigkeit (?) – im Spiel ist es eher eine Währung, kann man sich bestimmte Fähigkeiten kaufen, Plasmide. Dies sind Fähigkeiten, die dich selbst zur Waffe machen. Man hat unter anderem die Auswahl zwischen Blitze aus der Hand schießen, Feuer, Telekinese, Bienen (voll cool, später mehr!) und Hypnose. Um sich eine bestimmte Fähigkeit kaufen zu können, braucht man also Adam. Um sie nutzen zu können, Spritzen voll Eve. (Adam und Eva versteht ihr?!)
Das macht Adam und Eve recht wertvoll und inzwischen dient es dem Überleben. Sogenannte Splicer – Leute, die krank davon geworden sind, dass sie Plasmide zu häufig benutzt haben – laufen natürlich durch Rapture und greifen dich an.
Daaann gibt es noch Little Sisters. Diese kleinen Mädchen wurden gehirngewaschen, um Adam zu sammeln. Meist tun sie das bei Leichen. Big Sisters – erwachsen gewordene Little Sisters – machen das mitunter auch bei noch lebendigen Splicern. Damit die Little Sisters nicht ungeschützt sind, hat man ihnen Big Daddies mitgegeben. Das sind gehirngewaschene erwachsene Männer (vergessen, ob das noch weiter erläutert wurde), die die Little Sisters in einer Art gepanzertem Taucheranzug begleiten und vor Splicern und Menschen allgemein beschützen, während diese Adam sammeln. Also wird sind ein solcher, alles klar?
Die Besonderheit ist, dass wir einen eigenen Willen haben. Das führt anscheinend leider dazu, dass man andauuuuuernd von irgendeiner*m vollgequatscht wird.

Während man also von diversen mehr oder weniger (un-) durchsichtigen Personen durch die Gegend geschickt wird, tötet man Splicer, sammelt Tonbänder ein, bekommt zunehmend Waffen und Plasmide und kann vor allem Little Sisters adoptieren, beim Adam-Sammeln beschützen und so selbst an mehr Adam gelangen.

Man hat sehr … viele … Waffen. Waffen selbst (nicht Plasmide) kann man nur einsammeln, nicht kaufen. Also sollte man die Augen ein wenig offen halten (RW). Am Ende hat man … 8 oder so. Munition liegt natürlich herum, weil is so, man kann sie aber auch an Automaten kaufen. Überhaupt liegt sehr viel herum; Eve-Spritzen, Nahrungsmittel, Alkohol, Trinkwasser, Munition, Tonbänder, Geld, …
Welche Waffen man vorzieht, muss man selbst herausfinden. Der Bohrer ist sehr stark, verbraucht aber Treibstoff recht schnell. Die Nietenpistole mag ich sehr. Sie schießt zwar nicht sehr schnell, aber macht auch auf Distanz großen Schaden. Das Maschinengewehr (?) ist eher auf den Nahkampf (also näheren Kampf) ausgerichtet und dessen panzerbrechende Munition hilft besonders gegen starke Gegner*innen, wie Big Daddies und wahrscheinlich auch Big Sisters.
Einige Waffen müsste man allerdings eher als „Gerät“ bezeichnen. Man findet recht am Anfang ein Tool, mit dem man Hackpfeile verschießen kann, wenn man Geräte aus der Entfernung hacken muss.
Später erhält man auch eine Forschungskamera, die ein recht interessantes, wenn auch anstrengendes Konzept verfolgt: wenn man Bilder von toten Gegner*innen macht (wenig Punkte) oder sie während eines Kampfes aufzeichnet (mehr Punkte), erforscht man sie und erhält Informationen über die beste Art sie anzugreifen und die Angriffe gegen sie werden im Verlaufe der Forschung stärker. Die Koordination ist allerdings schon eine Herausforderung, weil die Kamera wie gesagt unter den Waffen eingeordnet ist und die Gegner*innen auf eine*n aufmerksam werden, wenn man beginnt sie aufzunehmen. Das heißt, dass man unmittelbar zu einer richtigen Waffe wechseln und einen Angriff abwehren muss.

Plasmide. Die zugegebenermaßen auch Waffen sind. Ich sprach bereits von Strom, Feuer, Hypnose, Bienen (hihi) und Telekinese. Hypnose bringt di*en beworfene*n Gegner*in dazu für einige Zeit auf deiner Seite zu sein und andere Gegner*innen anzugreifen. Bienen fallen Gegner*innen an, lenken sie ab, so dass du sie ohne Gegenwehr angreifen kannst und machen erstaunlich viel Schaden. Besonderheit: wenn du sie einfach so losschickst, suchen sie selbstständig Gegner*innen in deiner Nähe, auch wenn du die noch gar nicht gesehen hast und greifen sie an.
Telekinese ist einerseits nützlich, um explosive Gasflaschen auf Splicer zu schleudern (ich neige dazu, mich selbst in die Luft zu jagen, deswegen vermeide ich das), bei einem späteren recht starken Splicer Gegenstände aufzufangen, die auf dich geschleudert werden und sie zurückzuschleudern und entfernte Gegenstände aufzuheben, an die man sonst nicht herankommt.
Dann gibt es noch Sicherheitsalarm, das Sicherheitskameras und -bots auf Splicer loslässt und später ein Plasmid, um die Big Sister zu rufen.
Wie gesagt, um Plasmide zu erwerben, braucht man Adam – manche findet man aber. Um sie zu nutzen braucht man Eve-Spritzen. Man kann auch nur eine bestimmte Menge Plasmide gleichzeitig nutzen. Sehr nervig: wenn man ein neues in einen Plasmid-Slot tut, also auswählt, ändert sich die Reihenfolge der Plasmide. Wenn man sich also endlich gemerkt hat, auf welcher Kurzwahl-Taste welches liegt, ist alles wieder futsch.

Das bringt mich zu Steuerung. Es handelt sich um einen First-Person-Shooter, was für mich etwas ungewohnt ist und leichte Übelkeit auslöst. Besonders, weil man sich für meinen Begriff zu schnell hin- und herdrehen kann.
Bewegen, springen, ducken und aufheben (mit der Tastatur) und umsehen (mit der Maus) sind recht gut zu steuern. Hacken mit (b) und die Auswahl von Plasmiden und Waffen mit den Zahl- und F1 bis F… -Tasten finde ich schon etwas unpraktischer. Die Plasmide kann man auch mit (q) und die Waffen mit dem Mausrad wechseln, aber schon bei 5 Stück macht das keinen Spaß mehr.
Eine fiese Besonderheit, die sich aber wenigstens von anderen Spielen unterscheidet: man kann je nach aktueller Kapazität bis 7 Medi-Packs mit sich herumtragen. Wenn man eines benutzt, hat man wieder volle Energie. Die Energie/Gesundheit sinkt aber nicht einfach bis sie alle ist, sondern nur so lange, bis ein Medi-Pack aufgebraucht ist. Das bedeutet, wenn Pack 5 fast aufgebraucht ist und man nicht schnell genug (Strg) drückt, stirbt man – Pack Nr. 4 wird nicht automatisch angefangen. Allerdings wacht man nach einem Tod in der nächstliegenden Vita Chamber auf und hat sogar die Hälfte der Gesundheit wiederhergestellt. Richtig sterben kann man also nicht. Wenn man die Gegner*innen im Kampf zuvor verletzt hat, bleiben die sogar verletzt.
Ich habe im späteren Verlauf des Spieles einfach nicht alleine gespielt und mich heilen lassen und gesagt, welche Waffen und Plasmide ich gerne hätte. Jaja.

Leichen kann und sollte man immer nach Gegenständen durchsuchen.
Dabei ist es interessant zu beobachten, was was bewirkt. Wenn man zu viel Alkohol trinkt, wird man betrunken – recht witzig. Nahrungsmittel stellen ein wenig Gesundheit wieder her, aber nicht zwingend! Während Trinkwasser Eve herstellt, schaden Zigaretten der Gesundheit, aber stellen Eve her. Usw. usf. Durch verschiedene Erweiterungen kann man im Verlaufe des Spieles auch verändern, wie man auf Alkohol, Heilen etc. reagiert (so dass man z.B. beim Heilen automatisch Eve erhält … oder beim Hacken Gesundheit. Ja, das macht total Sinn).

Da dieser Text jetzt schon sehr lang ist, lasse ich mir zu weiteren Punkten lieber Fragen stellen/höre mir eure Erfahrungen an. Allgemein: ich habe auf mittel gespielt, fand die Anforderungsstufe angemessen, nicht zu leicht. Die Story ist schön komplex, die Gegner*innen abwechslungsreich und auf gute Art zunehmend schwerer, die Räumlichkeiten und Umgebung sehr schön und wie man spielt, beeinflusst die Story. Ich bin total zufrieden.

Eigenheiten: Hier muss man beim Hacken bevor die Zeit abgelaufen ist 3 mal ein grünes oder blaues Feld treffen, wenn man eine Nadel anhält, die über weiße (= Fehlschlag, Gesundheitsenzug durch Stromschlag), rote (= Fehlschlag, Sicherheitsalarm wird ausgelöst -> massiver Angriff), grüne und blaue Felder wandert.
Die Todesschreie einiger Splicer sind wirklich theatralisch.

Revenge of the Titans >>

Ein Gedanke zu “Von Limbo bis Dead Space 2 [—o-]

  1. Unbedingt auch Minerva’s Den spielen. Ist eine sehr eindrucksvolle, vom Hauptstorystrang unabhängige Zusatzkampagne zu Bioshock 2 und als DLC erhältlich.

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