Safe Spaces fördern Dialog

Schlagwörter: Don’t be that asshole – Safe Spaces – Sexismus

Gegendertes Schimpfwort folgend

@SkyesBride von Bollocks and Bitches ist – wie im Beitrag „Feminismus 101 – Wie ist das eigentlich mit den Männern?“ nachzulesen – der Meinung, Safe Spaces würden die Kommunikation nur einschränken und übertriebene Kommentarmoderation uns daran hindern, in einen Dialog zu treten. Als Negativbeispiel nennt sie einen meiner alten Beiträge. Fair enough.
Allerdings kann ich nur sagen: wenn Menschen wie Marek ihren „Dialog“ in der Kommentarspalte mit

Wie geil die uschi in dem blog da denkt oO […]

einleiten, kann mir der Dialog gestohlen bleiben. Ich lasse mich auf keine Diskussionen ein, in denen ich mich beleidigen lassen muss, um zur Meinung des Gegenübers durchzudringen.
Obwohl ich den Schuss in den Fuß schon irgendwie lustig finde.

[Editiert von Zweisatz um Links zu entfernen und Sinn zu erhalten, 09.04.2012 17:20]

6 Gedanken zu “Safe Spaces fördern Dialog

  1. Einen wirklichen Erkenntnisgewinn hatte ich jetzt aber nicht. Ich würde gerne wissen, wie Kommunikation in einem Rückzugsraum den Diskurs fördert. Ich lehne Safe spaces übrigens nicht ab. Ich finds nur mies, darin Diskussionen zu führen und Menschen dadurch auszuschließen.

    Wenn du einen meiner Leser kritisierst, okay. Ich fands auch unangemessen. Aber: ich werds nicht löschen. Weil ich nicht an dieses Mittel der “Erziehung” sehe.

    [Editiert von Zweisatz, 07.04.2012 10:30, um aus zwei Kommentaren einen zu machen]

    1. Weil Leute wie ich, die sich solche Beschimpfungen auch genug im täglichen Leben oder auf durchschnittlichen Internetseiten anhören können, sich aus solchen Diskussionen zurückziehen. Du hörst eben nicht „alle Stimmen gleich“, wenn du nicht in einer Form moderierend eingreifst, sondern genau die, die auch in den Tageszeitungen am lautesten schreien. Seien es nun Rassist*innen, Sexist*innen, Hetero-Sexist*innen oder whatever.

      [Gendern vergessen, editiert von Zweisatz am 07.04.2012 10:40]

      1. (Beispielhaft, kann man auch allgemeingültig lesen)
        Okay, wenn ich doofe Kommentare nicht wegmoderiere, willst du nicht kommentieren, und deswegen hört man deine Stimme nicht. Dafür aber andere lauter.

        Ist das jetzt meine Verantwortung, die des Kommentatoren, oder deine? Oder irgendwie unser aller?

      2. Deine und die unserer Gesellschaft (und meine, wo ich die Macht habe, eine Diskussion zu gestalten). Da es dein Blog ist, werde ich dir da nicht reinreden, wie du Kommentare moderierst. Dein Blog, deine Regeln. Bei den gegebenen Regeln behalte ich mir aber vor, mich nicht mit den Inhalten auseinanderzusetzen, weil ich nicht die beleidigenden umschiffen will.
        Unmoderierte Orte tragen aber nicht zu wirklich produktiven Diskussionen bei und hindern gesellschaftliches Vorankommen, meiner Meinung nach (Vorankommen im Sinne einer weniger diskriminierend Gesellschaft).
        Wenn Leute sagen: „Die Ansichten des Feminismus finde ich falsch“, habe ich zwar Zweifel, ob sie sich damit beschäftigt haben, aber was auch immer. Wenn dort aber steht „Du 8($“==“)(, so ’ne Scheiße habe ich lange nicht gelesen!“, hilft das einer Diskussion keinen Deut weiter und verfestigt die gesellschaftliche Dynamik, dass es okay sei, Menschen aufgrund ihrer Identität zu beleidigen und ihre Meinung von sich zu weisen.

  2. Safe Spaces sind toll, weil dort Erkenntnisgewinn wartet. Für alle. Für Betroffene gibt es dort einen entspannten Austausch ohne den ganzen Hass, was es ihnen ermöglicht, auch mal tiefer in die Materie einzutauchen. Für Nicht-Betroffene wiederum sind die Berichte von Betroffenen zwingend notwendig, um zu verstehen, wie Unterdrückung funktioniert.  
    Ich hab mich jetzt mal in dem Bollocks and B.-Blog umgeschaut – die Kommentatoren(_innen?!) schaft besteht hauptsächlich aus antifeministischen Arschlöchern, denen meistens noch nicht mal widersprochen wird. Point proven?

  3. Ich finde es eigentlich keine schwere Entscheidung, ob Safe Space oder nicht, solang die Moderator_innen ihre Macht nicht missbrauchen.
    Man kann recht gut erkennen, ob jemand wirkliche Diskussion sucht, oder es lustig findet, der „Kampflesbe“ einen blöden Kommentar zu hinterlassen. Man schaue sich nur die Kommentare auf Youtube an. Dort steht zu 80% unqualifizierter Blödsinn, weil Kommentare nicht gefiltert werden.

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