Serien-Empfehlungen – Teil 1

19Mär14

Schalgwörter: Community – My Mad Fat Diary – Avatar

Hey! Lange nicht gelesen, wa? Hier bin ich jedenfalls wieder und weil ich in letzter Zeit in Serien ertrinke (ein gutes Problem – nicht wörtlich gemeint übrigens), dachte ich mir, ich schreibe mal darüber.
Ich wollte 10 Serien vorstellen und sie danach ordnen, wie sehr ich sie mag. Ich habe mich allerdings nicht entscheiden können, in welche Reihenfolge ich sie bringe. Also stellt euch die Abfolge als grobe Orientierung vor, aber wenn ihr an einer der Serien interessiert seid, bildet euch selbst eine Meinung. Ich beginne mit den Serien, die ich am liebsten mag und komme später zu den weniger beliebten, weil das überhaupt keinen Sinn macht und unintuitiv ist – mit anderen Worten: Ich habe schlecht geplant.
Teilweise benutze ich die Originaltitel, die im Deutschen verändert wurden, da ich einige Serien nur auf Englisch gesehen habe.
Hinter dem Seriennamen vermerke ich jeweils, ob ich fertig bin oder (grob), an welchem Punkt der Staffeln ich mich derzeit befinde. Wenn ich zu der Serie bereits etwas geschrieben habe, verlinke ich es nach der Vorstellung.
Spoiler versuche ich zu vermeiden.

My Mad Fat Diary (Anfang Staffel 2) – My Mad Fat Diary oder kurz mmfd, omg, oh my god! Zum Inhalt: Es geht um eine englische Jugendliche, Rae, die zu Beginn der Serie aus der Psychiatrie entlassen wird. Sie ist dick und hat infolgedessen mit Hänseleien, ihrem Körperbild und ihrem Verhältnis zu Essen zu kämpfen, sie hat in letzter Zeit irgendwie den Kontakt mit ihren Freund*innen verloren und das Verhältnis zu ihrer Mutter ist oft angespannt. Das ist der dramatische Teil dieser Dramakomödie. Sie schwärmt aber auch ausgiebigst für diverse Jungen/Männer, findet sich langsam in eine Gruppe von Jugendlichen ein und lässt sich nicht den Mund verbieten – dort beginnt die Komödie.
I fookin’ lo’ this series (oder irgendwie so, der englische Dialekt macht mich echt fertig). Die Serie spielt in den 90ern, alles ist so “ach damals”, es gibt so viele tolle Figuren, man verfolgt eine weibliche dicke Hauptfigur mit psychischen Problemen, die in den Mittelpunkt gerückt werden, wie cool/neu/ungewohnt ist das? Außerdem ist der Stil eine erfrischende Abwechslung zu anderen hochglanzpolierten Serien, wo man immer den Eindruck hat von außen hineinzusehen, weil alle so perfekt gekleidet und zurecht gemacht sind. (Gedankencredit geht an @baum_glueck)
Wie gesagt, ich liebe diese Serie. Sie bricht dein Herz, aber trotzdem willst du mehr.
Trigger-Warnung für selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen, sexualisierte Gewalt (letzteres in Staffel 1 in weniger krasser Form, aber wohl Folge 5 Staffel 2 aufpassen).

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Avatar – Der Herr der Elemente (fertig) – Avatar habe ich vor langer Zeit beendet, aber die Serie bleibt mir immer noch in schöner Erinnerung. Es ist eine Kinder-/Jugendlichenserie (?), in der es um Aang geht, der als Avatar das Bändigen aller Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft) erlernen muss, um die Welt retten zu können. So weit, so klassisch. Er zieht mit den Geschwistern Katara und Sokka eines Wasserstammes und später der Erdbändigerin Toph durch die Gegend.
Das Bändigen, wie auch die Kostüme, Nahrung und Gebäude der Serie sind an verschiedene asiatische Kampfkünste bzw. Nationen angelehnt. In dieser Serie ist also literally niemand weiß, amazing. Aber neben der Aufmerksamkeit für Details schätze ich vor allem den Humor der Serie, die gute Geschlechterverteilung und die entweder liebenswerten guten oder bewundernswert bösen Figuren. Stereotype werden auf den Kopf gestellt, wenigstens ein paar Charaktere mit Behinderung spielen eine Rolle (darunter Toph) und die Tiere sind einfach die niedlichsten. Koalaschafe? Schildkrötenten? Wer kann da Nein sagen. Alter Text zum Buch des Feuers (3. Staffel)

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Community (Anfang Staffel 5) – Ach Community, die Serie, in die ich vor nicht zu langer Zeit haltlos verliebt war.
Sie dreht sich um Jeff, den obligatorischen jungen weißen Hetero, ohne dessen Rolle wir alle kein Interesse an den anderen Charakteren hätten, und eine Gruppe von 6 weiteren Schüler*innen eines Community Colleges (scheint eine Mischung aus fortgeschrittener Schule und Volkshochschule zu sein). Sie alle lernen sich kennen, weil Jeff vorgibt eine Spanischlerngruppe zu leiten, um Britta, die weiße Feministin ™ der Show, ins Bett zu kriegen. Zum Verlauf von Jeffs Bemühungen möchte ich schweigen, aber die Gruppe selbst trifft sich von da an regelmäßig und zerbricht mindestens 6 Mal an lächerlichen Diskussionen über absurde Themen. Die Serie lebt dabei von Anspielungen an andere Filme und Serien, oft ist eine Folge selbst an ein bestimmtes Format angelehnt – Paintball-Folgen als Kriegsfilme oder wahlweise Star Wars, eine Kissenschlacht im Stil von Geschichtsdokus und der Tod einer Kartoffel wird ganz nach Law & Order – Special Victims Unit untersucht (Gott sei Dank ohne, you know, die sexualisierte Gewalt).
Mit der Diversity ist es ein bisschen komisch in der Serie. Die Gruppe vereint verschiedene Religionen und besteht aus 3 PoC und 4 Weißen. Des Rassismus tatsächlich bezichtigt werden allerdings auffällig oft nur die PoC (neben dem stereotypen alten weißen Rassisten). Auch gibt es einen bi- oder pansexuellen Charakter in der Serie. Der dient allerdings wegen seiner Fetische und Crossdressing-Tendenzen mehr als comic relief. Ye olde queer baiting¹ findet ebenfalls statt.
Community jedenfalls mag ich mal wieder wegen der Charaktere, aber auch wegen des guten Timings der Witze und wie man im Verlauf der Folgen ein komplexes Verhältnis zu den Figuren entwickelt. Die Referenzen auf Filme und Serien geben Community einen ganz besonderen Charme, den andere Serien in der Form nicht liefern können.

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So viel zu den ersten drei Serien meiner Liste, der nächste Artikel folgt hoffentlich bald.

1 Queer baiting: Eine Serie für queere Menschen interessant machen, indem man queere Charaktere/Beziehungen andeutet, aber nie tatsächlich bzw. ernsthaft umsetzt.

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4 Responses to “Serien-Empfehlungen – Teil 1”

  1. 1 Fernseherin

    Vielen, vielen Dank für Empfehlung Nr. 1! Ich habe mir innerhalb einer Woche sämtliche Folgen angesehen und bin so gespannt auf die letzte, die erst heute ausgestrahlt wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein deutscher Sender etwas auch nur annähernd so Gutes produzieren würde.


  1. 1 Was geht | High on Clichés
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  3. 3 Serien-Empfehlungen – Teil 3 | High on Clichés

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